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Hochschule der Medien

Beerdigung 2.0

Status: Ich bin dann mal tot

Nach dem Tod letzte Nachrichten schicken, Beerdigungswünsche äußern oder Bekannte weltweit informieren: Das Todesportal Stayalive.de ist eine Art Facebook für Tote. Erfinder ist der Focus-Chefredakteur Helmut Markwort. Aber auch andere Internetportale entdecken derzeit das Geschäft mit dem Tod.

Auf den beiden neuen Todesprtalen www.stayalive.de und www.readafterburning.de kann der Nutzer schon zu Lebzeiten regeln, wer nach seinem Tod informiert wird und sich ein Erinnerungsprofil zusammenbasten. Die hochgeladenen Fotos, Videos und Texte werden dann nach dem Tod freigeschaltet. Angehörige erhalten im Todesfall dann eine Mitteilung über die Beerdigungswünsche des Verstorbenen. Nach dem Einreichen der Todesurkunde wird das angelegte Todesprofil veröffentlicht und ein Link an die vorher festgelegten Freunde verschickt. Nachrichten, die der Verstorbene zu Lebzeiten verfasst hat, werden jetzt ebenfalls den Empfängern zugestellt.

Virtuelle Kerzen und Premium-Gräber

Ein ähnliches Prinzip verfolgen die Seiten www.emorial.de und www.strassederbesten.de. Nur legt hier nicht der Verstorbene sein Profil an, sondern die Angehörigen schaffen dem Verstorbenen ein virtuelles Denkmal. In einem Online-Kondolenzbuch können Nachrichten gepostet oder Kerzen angezündet werden. Das Grab kann auf Wunsch auch mit einem Passwort gesperrt werden. So haben nur ausgewählte Gäste zutritt. Während die „Straße der Besten" kostenlos ist, kann der Benutzer von Emorial zwischen einem kostenfreien Grab in der einfachen Ausführung und einem Premium-Grab wählen. Gegen eine einmalige Gebühr von 19 Euro können die Verwandten dann beispielsweise auch Fotos des Verstorbenen hochladen.

Tiergedenkseiten zu Beginn

Neu sind Todesplattformen im Internet allerdings nicht. Anfangs trugen vor allem Tierfreunde ihre vierbeinigen Verstorbenen virtuell zu Grab, hinterließen ihnen Gedichte und gif-animierte Blumen und Kerzen.

Christina Walzner

Quellen: Status: Ich bin dann mal tot

www.sueddeutsche.de
www.welt.de

VERÖFFENTLICHT AM

12. November 2010

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