DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Kurzmeldung

Das Anti-Smartphone

SMS, E-Mail, mobile Browser, 3G, hochauflösendes Farbdisplay, Touchscreen, 8-Megapixel-Kamera. Diese Funktionen kann heute jeder Verkäufer eines Elektroladens herunter beten. Bei einem Senioren führt diese Liste jedoch zur Überforderung und er könnte erwidern: „Zuhause habe ich ein Telefon mit Wählscheibe. Da hebe ich den Hörer ab, wähle eine Nummer und telefoniere. Haben Sie so etwas in der Art da?" Bis vor kurzem wäre wohl jeder Verkäufer bei so einer Anfrage ins Schwitzen geraten.

Das muss jetzt Dank des „John's Phone" der niederländischen Firma John Doe Amsterdam nicht mehr passieren. Dieses Handy ist gewissermaßen ein „Anti-Smartphone": Telefonieren ist das einzige, was man mit diesem Gerät machen kann. Es besitzt weder Funktionen zum SMS-Versand noch zur Internetnutzung und hat nicht einmal ein integriertes Telefonbuch. Dafür gibt es in einem extra dafür vorgesehenen Einschub einen Block, auf dem man Telefonnummern notieren kann. Einen Stift kann man ebenfalls aus dem Handy herausziehen. Die Kontaktverwaltung läuft also noch genauso wie bei Omi und Opi - analog statt digital.

Außerdem hat das Mobiltelefon der altmodischen Art noch zehn Kurzwahl-Speicherplätze und einen einzigen Klingelton zu bieten.

Ob dieses Handy das Zeug zum Verkaufsschlager hat, wird sich weisen. Denn die Nutzung interaktiver Produkte muss keine Frage des Alters sein, so das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von der Hochschule der Medien (HdM), Stuttgart, und der User Interface Design GmbH (UID), Ludwigsburg.

Claudia Langer

VERÖFFENTLICHT AM

01. Dezember 2010

ARCHIV

Medienwelt Kurzmeldung Kurzmeldungen
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren