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Hochschule der Medien

Glosse: Agenda-Confusing

Knut stirbt an radioaktiver Strahlung bei Einsatz in Libyen

Vor lauter Erdbeben, Wahlen, Eisbärsterben wäre fast untergegangen, dass "Loddar" 50 wird. Verpasst? Kein Wunder. Die Medien sind reizüberflutet, wissen nicht, welcher News sie Priorität geben sollen. Wer behält da noch den Überblick?

Screenshots: bild.de

Screenshots: bild.de

Wir kennen sie bereits vom Internet, die Informationsflut. Aber bisher konnte man sich wenigstens auf die großen Online-Präsenzen von Südddeutsche, FAZ, Spiegel, Zeit und Co. verlassen, wenn es um die Filterung von Informationen ging. Doch jetzt, wo sich die Ereignisse überschlagen, kommen selbst die nicht mehr hinterher. Es herrscht große Verwirrung, eine schreckliche Neuigkeit überschlägt die andere, niemand weiß mehr, worum es eigentlich gerade geht. Agenda-Setting wird zu Agenda-Confusing.

Welches Thema gerade die unbestechliche Number One sein soll, wusste selbst Anne Will nicht, die in ihrer Sendung Sonntagabend einfach mal zwei, scheinbar stark miteinander verwandte Themen aufgriff: Libyen und Japan. Die lassen sich schon irgendwie verbinden. Wer weiß, vielleicht ist ja Gaddafi Schuld an dem Erdbeben oder möglicherweise können US-Streitkräfte in Japan an den Reaktoren pusten, um sie zu kühlen.

Man kann es Will nicht verübeln. Es blickt doch gerade niemand mehr durch. Die Headlines wechseln jede Minute, mal steht Libyen, mal Japan, mal Syrien, mal Knut auf Platz 1. Und war da nicht auch irgendwas in Haiti?

Fakt ist: Es herrscht absolutes Themen-Chaos. Putin verdoppelt Raketenproduktion wegen Japan! Rätselhafter Rauch über den Landtagswahlen in Baden-Württemberg! Ballack droht Geldstrafe von der CDU! Erhöhte Radioaktivität in Syrien! Gaddafi stirbt an Liebeskummer! Kamikaze-Attacke soll Westerwelles Sohn getötet haben!

Oder war das doch irgendwie anders?

 

Claudia Langer

VERÖFFENTLICHT AM

13. März 2011

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Medienwelt
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Christoph Lange

am 25.03.2011 um 20:39 Uhr

Ein absolut schwacher Beitrag. Null Mehrwert.

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