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Sieben Jahre Navi

Auf verknickten Karten am Straßenrand den Weg suchen: Vor sieben Jahren sollte das ein Ende haben. Das Navigationsgerät war erfunden. Nun also keine Verirrungen mehr? Von wegen. Der Orientierungsvorgang wurde mit den Navis erst richtig skurril: Zum Geburtstag die Top 5 Navi-Geschichten zum Nachlesen.

„Bitte wenden Sie"

Weil er blind den Anweisungen seines Navigationsgeräts folgte, ist in der Schweiz ein Autofahrer zum Geisterfahrer geworden. Auf die Ansage seines Navis „Bitte wenden Sie" stoppte er sofort das Auto und wendete mitten auf der Autobahn. Auch mehrere entgegenkommende Autos haben ihn anscheinend nicht irritiert. Nach mehreren Ausweichmanövern konnte er aber von einer Polizeistreife gestoppt werden. Verletzt wurde dabei niemand.

„Fahren Sie geradeaus"

Etwa eine Stunde musste eine Frau in Unterfranken nachts mit ihrem Wagen in einem Waldstück ausharren. Sie war den Anweisungen ihres Navis gefolgt, das sie mitten durch einen Wald lotsen wollte. Als sie im immer dichter werdenden Dickicht schließlich stecken blieb, rief sie die Polizei. Mit Hupzeichen konnte sie die Beamten zu ihrem Auto lotsen. Die konnten sie jedoch nur zu Fuß bergen, der Wagen musste am darauffolgenden Tag mit einem Traktor abgeschleppt werden.

„Biegen Sie rechts ab"

Eine 37-jährige Frau aus Hamburg nahm das Navigationsgerät beim Wort und bog sofort rechts ab. Vor der eigentlich gemeinten Straßenkreuzung kam allerdings noch ein Bahnübergang. So stand die Frau einige Augenblicke später im Gleisbett. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn beobachtete die Verirrung und sorgte sofort für eine Sperrung der Bahngleise.

„In 50 Metern haben Sie Ihr Ziel erreicht"

Einen Unfall, der ohne Navi wohl nicht passiert wäre, musste die Polizei in Niedersachsen aufnehmen. Weil sich der 33-Jährige blind auf die Anweisungen seines Navigationsgeräts verließ, fuhr er eine Fußgängertreppe in der Stadt hinunter, dabei blieb das Auto stecken.

„Fahren Sie sehr lange geradeaus"

Geplant war eigentlich ein weihnachtlicher Shopping-Ausflug in die französische Stadt Lille. Weil der Busfahrer aber nicht genau aufpasste, als er ins Navigationsgerät „Lille" eingab, landeten die Büromitarbeiter aus Gloucester (GB) im belgischen Dorf Lille. Zwar hätten die Angestellten ihre Verwunderung über einen Wegweiser nach Eindhoven geäußert, der Busfahrer sei aber nicht von seinem Kurs abgewichen, so ein Reporter des TV-Senders „Sky News". Als der Fehler dann auch ihm dämmerte, war die Zeit für die Einkaufstour schon zu knapp.

Für alle Navi-Anagben gilt also: Mitdenken und die Realwelt anschauen lohnt noch immer.

 

Christina Walzner

Quellen: Sieben Jahre Navi

http://www.stern.de
http://www.sueddeutsche.de

VERÖFFENTLICHT AM

24. März 2011

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