DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Kurzmeldung

Die Gruppen-Chats kommen

Raus in die Welt - das war lange Zeit das Motto in sozialen Netzwerken. Auf diese Weise erfuhren die Kollegen über den letzten Alkoholexzess, Freunde und Verwandte durften Diskussionen über den aktuellen Börsenkurs lesen, Scheidungen, Trennungen, Rechtsstreite wurden öffentlich ausgefochten. Intimität und Privatsphäre gilt schon lange als Auslaufmodell, der Weg weist in Richtung Transparenz und Selbstoffenbarung in der Öffentlichkeit.

Doch jetzt zeigt sich ein Gegentrend: Gruppen-Chats. Um nur eine kleine Gruppe mit einer Statusmeldung zu erreichen, musste man bislang gezielt Nachrichten verschicken. Dadurch geht der Charakter einer Statusmeldung via RSS aber verloren. Durch Group-Messaging wird diese Nische ausgefüllt. Kommunikation im intimeren Kreis wird wieder möglich, ohne auf die Vorteile, die Facebook und Co. ausmachen, verzichten zu müssen.

Dass diese Art der Kommunikation Potential für die Zukunft hat, wurde von Medienexperten auf dem Festival „South by Southwest Interactive" (SxSW) in Austin prognostiziert. Schon Twitter und Foursquare erlebten auf diesem Social-Media-Event ihren Durchbruch.

Zu den momentanen Vorreitern der Gruppen-Chat-Applikationen gehören „GroupMe", „Beluga" und „Kik". Was alle diese Anwendungen außerdem ausmacht, sind die zusätzlichen Geolocation-Funktionen, wodurch der Standort von Gruppenmitgliedern auf einem Stadtplan angezeigt werden kann. Es können zudem Fotos gepostet, SMS verschickt oder Telefonkonferenzen geschaltet werden.

 

Claudia Langer

VERÖFFENTLICHT AM

30. März 2011

Lesen Sie auch

ARCHIV

Medienwelt Kurzmeldung Kurzmeldungen
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren