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Hochschule der Medien

Promotion

Zum Doktorgrad mit der HdM

Bisher war der Weg zur Promotion für Absolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit Schwierigkeiten verbunden. An der HdM haben es Absolventen mit überdurchschnittlichem Abschluss seit Kurzem leichter.

Prof. Dr. Bernhard Eberhardt, Sprecher des kooperativen Promotionskollegs Digital Media

Prof. Dr. Bernhard Eberhardt, Sprecher des kooperativen Promotionskollegs Digital Media

Prof. Dr. Wolfgang Faigle, Prorektor für Forschung

Prof. Dr. Wolfgang Faigle, Prorektor für Forschung

Die ersten Dissertationsverfahren sind schon angelaufen - in kooperativer Partnerschaften mit internationalen Universitäten und Promotionskollegs. Deshalb sprach die Hochschulkommunikation mit Herrn Prof. Dr. Wolfgang Faigle, Prorektor für Forschung an der HdM und mit Prof. Dr. Bernhard Eberhardt, Professor im Studiengang Audiovisuelle Medien - beide sind Ansprechpartner für alle, die am Thema Promotion an der HdM interessiert sind.

Welche Promotionsmöglichkeiten gibt es an der HdM?

Prof. Dr. Wolfgang Faigle: Die HdM kooperiert mit der schottischen Universität, der University of the West of Scotland (UWS). Hier können Master-Absolventen aus den Bereichen Informatik, BWL und Sozial- und Kommunikationswissenschaften promovieren. Im ersten Jahr haben wir bereits ein knappes Dutzend eingeschriebene Doktoranden. Darüber hinaus bestehen Einzelvereinbarungen mit verschiedenen deutschen und internationalen Hochschulen aus verschiedenen Fachbereichen in England, Schweden und China.

Prof. Dr. Bernhard Eberhardt: Im Sommer 2011 startet die Hochschule der Medien gemeinsam mit den Universitäten Stuttgart und Tübingen ein vom Land gefördertes kooperatives Promotionskolleg im Bereich "Digital Media". Hierfür konnte die HdM mit dem Institut für Visualisierung (VIS), Universität Stuttgart, und dem Institut für Graphisch Interaktive Systeme (GRIS), Universität Tübingen, zwei international renommierte Institute gewinnen. Der Schwerpunkt des Kollegs liegt auf den Gebieten Medienproduktion, Visualisierung und Computergrafik/Vision. Die Promotion wird von den beteiligten universitären Partnern verliehen.

Welche Voraussetzungen müssen Bewerber mitbringen, um an der HdM für eines der kooperativen Promotionsverfahren angenommen zu werden?

Faigle: Die Bewerber müssen einen überdurchschnittlichen Master-, Diplom- oder Magisterabschluss mitbringen. Zunächst informieren sie sich mit ihrer Promotionsidee an der HdM. Nach Überprüfung der Voraussetzungen wird von der HdM ein möglicher Betreuer gesucht, der mit der UWS für das Promotionsverfahren in Kontakt tritt. Die UWS verlangt neben den üblichen Bewerbungsunterlagen, wie Zeugnissen und Lebenslauf, zwei Referenzschreiben, den Nachweis guter Englischkenntnisse und das Exposé zur Dissertation.

Eberhardt: Die Unterlagen für eine Bewerbung zur Aufnahme in das kooperative Promotionskolleg entsprechen im Wesentlichen den von Herrn Faigle genannten Unterlagen. Das Graduiertenkolleg vergibt Stipendien für maximal drei Jahre. Zur Aufnahme ist ein Auswahlverfahren zu durchlaufen. Da es sich hier um Promotionen in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen bzw. der Fakultät für Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Stuttgart handelt, erwarten wir sehr gute Informatikkenntnisse. Dabei gelten die Promotionsordnungen der jeweiligen Fakultäten. Aufgrund der vorgelegten schriftlichen Bewerbungen werden von einer Auswahlkommission die aussichtsreichsten Kandidaten zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Dieses dauert etwa 30 Minuten und besteht aus einer kurzen Vorstellung der wissenschaftlichen Interessen des Kandidaten und einer anschließenden Diskussion.

Sind die Programme kostenpflichtig?

Faigle: Im Falle der UWS entfallen 1.000 Euro Studiengebühren pro Jahr.

Eberhardt: Wir wollen den besten Absolventen die Möglichkeit geben, sich drei Jahre voll auf die Forschung konzentrieren zu können. Das Kolleg Digital Media wird vom Land Baden-Württemberg mit elf Vollzeit-Stipendien nach dem Landesgraduiertenförderungsgesetz für maximal drei Jahre unterstützt. Während der Zeit allerdings sind die Doktoranden reguläre Promotionsstudenten an den Universitäten und müssen dort gegebenenfalls Studiengebühren entrichten.

Durch welche Hochschule erfolgt die Betreuung der Doktoranden?

Faigle: Inhaltlich werden die Doktoranden von einem Professor der HdM sowie mindestens einem Professor der jeweiligen Partnerhochschule in regelmäßigen Gesprächen und Meetings betreut. Im Falle der UWS erfolgen diese oft via Telefon, E-Mail oder in Video-Konferenzen. Zudem gibt es über das Jahr verteilt einige Präsenztage. Die Kandidaten sind an der HdM registriert und an der UWS eingeschrieben.

Eberhardt: Die Betreuung geschieht im Kolleg durch zwei Mentoren (Mentorentandem) von erfahrenen Professoren, jeweils einem hauptberuflichen Professor aus den Universitäten Stuttgart oder Tübingen (Hauptberichter) sowie einem Mitberichter aus der Hochschule der Medien.

Wie kann man sich den Ablauf der Programme vorstellen?

Faigle: Das Promotionsverfahren an der UWS ist genau geregelt. Neben Seminaren und Zwischenpräsentationen im Block müssen die Doktoranden in bestimmten Abständen auch Zwischenberichte einreichen, die den Fortgang ihres Forschungsvorhabens dokumentieren. Nach Abgabe der Doktorarbeit müssen sich die Kandidaten einer unabhängigen Prüfungskommission stellen und Fragen zu ihrer Forschungsarbeit beantworten.

Eberhardt: Das Promotionskolleg erwartet im ersten Jahr einen Forschungsbericht, welcher in Zusammenarbeit mit dem Mentorentandem erstellt wird. Im zweiten und dritten Jahr sind halbjährliche Berichte zu verfassen, die über den aktuellen Fortschritt berichten.

Jeder Kandidat des Kollegs führt ein Studienbuch, in welches Kurzprotokolle zu den Sitzungen mit dem Betreuungstandem aufgenommen, gelesene Veröffentlichungen zusammengefasst und eigene Ergebnisse eingetragen werden. Das Studienbuch wird zum halbjährlichen Bericht eingereicht. In regelmäßigen Abständen berichten die Kollegiaten im Promotionskolloquium, welches rotierend an den drei Hochschulen stattfindet.

Und was steht am Ende des Promotionsverfahrens?

Faigle: Die UWS verleiht nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens den Titel PhD (Philosophiae Doctor), andere Universitäten den entsprechenden Titel nach Landesrecht. Der PhD sowie die Promotionstitel der anderen europäischen Universitäten entsprechen dem deutschen Doktortitel und sind als solcher anerkannt. Der Doktortitel ist für eine wissenschaftliche Karriere häufig Bedingung, für Spitzenpositionen in Industrie und Wirtschaft ist er zumindest eine sehr gute Hilfe.

Eberhardt: Der Doktortitel im Promotionskolleg Digitial Media wird mit allen Rechten und Pflichten von den Fakultäten der Universität Stuttgart beziehungsweise Tübingen nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens verliehen. Er berechtigt zum Führen des Titels eines Doktors der Naturwissenschaften.

Herr Prof. Dr. Faigle, Herr Prof. Dr. Eberhardt, vielen Dank für das Gespräch.

Mirjam Müller

VERÖFFENTLICHT AM

31. Mai 2011

KONTAKT

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Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Eberhardt

Audiovisuelle Medien

Telefon: 0711 8923-2829

E-Mail: eberhardt@hdm-stuttgart.de

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