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Hochschule der Medien

Studio-Einweihung

Runde Ecken für Visual Effects

Dinosaurier, die Menschen in Angst und Schrecken versetzen, Schießereien vor einer Wild-West-Kulisse oder ein schicker Anzugträger, der vor einem Hochhaus schwebt – das alles sind Visual Effects, die die Studierenden der Hochschule der Medien in Zukunft ganz einfach selbst produzieren können.

Prof. Katja Koeppl strahlt

Prof. Katja Koeppl strahlt

Der Rektor zückt die Schere ...

Der Rektor zückt die Schere ...

... und zerschneidet das grüne Band

... und zerschneidet das grüne Band

Um Visual Effects wie diese in ihre Filme einbauen zu können, drehen die Studierenden in Zukunft im VFX-Studio, das am 7. Juni 2011 offiziell eingeweiht wurde. Das Besondere an diesem Studio ist, dass es aus zwei grünen Wänden und einem grünen Boden besteht und runde Ecken hat. Diese Konstruktion wird Hohlkehle genannt und ist die Basistechnologie für Visual Effects Greenscreen Aufnahmen. Filmt man Personen in der Hohlkehle, kann man sie anschließend vom Hintergrund isolieren und in einen neuen, beliebigen Hintergrund einbauen. Wenn es gut gelingt, merkt der Zuschauer davon nichts.

Zukunftsfähige Entwicklungen

Der Rektor der Hochschule der Medien, Professor Dr. Alexander W. Roos, freut sich, dass er nach der Einweihung des HD-TV-Studios vor einigen Wochen jetzt ein weiteres Studio in Betrieb nehmen darf: „Das ist eine tolle Sache, dass wir an der Hochschule der Medien auf so zukunftsfähige Entwicklungen setzen können." Auch die für das VFX-Studio zuständige Professorin Katja Koeppl ist stolz auf den Umbau: „Mit dem VFX-Studio werden die Bereiche Visual Effects und Postproduction weiter ausgebaut. Wir können uns mit internationalen Ausbildungsstandards messen lassen." Sie möchte auch in Zukunft die Synergien des Studiengangs nutzen, um den Studierenden möglichst viel zu bieten. „Der Weg geht weiter, auch wenn wir schon auf viel Erfolgreiches zurückblicken können", so Koeppl.

Vorhangsystem abgelöst

Bisher musste für die Produktion von Visual Effects immer ein Vorhangsystem in den TV-Studios herhalten. „Der Vorhang musste immer neu ausgeleuchtet und ständig gestrafft werden", erklärt Peter Ruhrmann, Mitarbeiter im Studiengang Audiovisuelle Medien. „Jetzt haben wir diese Hürde nicht mehr. Die Hohlkehle ist dauerhaft optimal ausgeleuchtet. Außerdem können wir im neuen Studio sogar Ganzkörper-Aufnahmen machen, weil wir durch die Hohlkehle einen nahtlosen Übergang zwischen Wand und Boden haben."

Bautechnische Herausforderungen

In seiner Rede vor geladenen Gästen und Studierenden erwähnte der Rektor Prof. Dr. Roos auch die Probleme, die sich beim Umbau des Studios ergeben haben: „Beim Entkernen und Sanieren des ehemaligen Lagerraums musste die Statik besonders geprüft werden, ebenso mussten moderne Brandschutzvorschriften umgesetzt werden." Bautechnisch eine echte Herausforderung. „Die Sanierung war die größte Arbeit", sagt Prof. Katja Koeppl rückblickend. „Deswegen hat der Umbau auch so lange gedauert. Schon vor fast fünfeinhalb Jahren, im Februar 2006, wurde der Nutzungsantrag eingereicht."

Staatliche Förderung

Das VFX-Studio wurde mit 92.500 Euro durch das Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes gefördert. Die Förderung wurde für den Kauf und Einbau der Schienensysteme, der Beleuchtung und den Bau der Hohlkehle eingesetzt.

Das neue VFX-Studio wird ab sofort für Übungen, Abschlussarbeiten und Studioproduktionen im Bereich Visual Effects, aber auch für Computeranimationen genutzt.

 

Corinna Kramm

VERÖFFENTLICHT AM

08. Juni 2011

KONTAKT

Prof. Katja Schmid

Audiovisuelle Medien

Telefon: 0711 8923-2217

E-Mail: katja.schmid@hdm-stuttgart.de

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