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Hochschule der Medien

Fernseh-Produktion

Talk über die „Baustelle Europa“

Üben, koordinieren, organisieren und improvisieren hieß es für die Studenten der Live-Fernsehaufzeichnung MEDIA LOUNGE. Nach überstandener Regentaufe kurz vor der Sendung am 22. Juni strahlte die Sonne bei Aufzeichnungsbeginn über dem Zuschauerzelt des Fernsehstudios an der Hochschule der Medien.

Media Lounge 2011 - Europa to go
(Fotos: Dominic Fuchs)

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Die Moderatoren starten auf einer Hebebühne

Die Moderatoren starten auf einer Hebebühne

Die Kamera hatte die Bühne fest im Blick

Die Kamera hatte die Bühne fest im Blick

Prof. Joachim Starbatty und Ex-Außenminister Klaus Kinkel (von links)

Prof. Joachim Starbatty und Ex-Außenminister Klaus Kinkel (von links)

Moderator Stephan Lenhardt, Rapper Harris, Fotodesignerin Mareike Arnold und Moderatorin Carolin Henseler

Moderator Stephan Lenhardt, Rapper Harris, Fotodesignerin Mareike Arnold und Moderatorin Carolin Henseler

Das MEDIA LOUNGE-Team

Das MEDIA LOUNGE-Team

Titel der MEDIA LOUNGE war "Europa to go ‒ Grenzenlos, frei, renovierungsbedürftig?". Das Bühnenbild der Sendung griff die „Baustelle Europa" auf und die beiden Moderatoren Carolin Henseler und Stephan Lenhardt diskutierten in Bauarbeiterkluft mit diversen Gästen über die Zukunft Europas. Vorgestellt wurden die Sendungsgäste vom Rap-Poeten Tobias Borke und dessen Beatboxer, danach machten sich die Moderatoren mit dem ehemaligen Bundesaußenminister Klaus Kinkel und der Fotodesignerin Mareike Arnold auf die Suche nach dem Klischee der Europäerin. Beim Raten verschiedener Fotos europäischer Nachbarländer zeigte sich Klaus Kinkel nicht immer ganz klischeefest, sodass der frühere Politiker und die Designerin schließlich zu dem Ergebnis kamen, dass es - zum Glück - noch kein stereotypes Bild des Europäers gibt.

Auf der Suche nach dem „Wir-Gefühl"

So facettenreich Europa im Inneren ist, so wenig spricht die EU auch außenpolitisch eine Sprache. Das wurde deutlich im Talk mit dem Brüssel-Korrespondenten der ARD, Peter Heilbrunner, und der Grünen-Europaparlamentarierin Franziska Brantner, die via Videochat aus der europäischen Hauptstadt zugeschaltet wurde. Beide plauderten aus dem Nähkästchen und berichteten über ihr persönliches und berufliches Leben in Brüssel. Während für Peter Heilbrunner bei seiner Berichterstattung in erster Linie „der deutsche Blick auf Europa" zählt, erkennt Franziska Brantner sehr wohl eine gemeinsame europäische Identität in Brüssel unter den verschiedenen Nationen.

Griechenland im Fokus

Gemeinsam mit dem Volkswirtschaftsprofessor und Euro-Kläger Joachim Starbatty saß anschließend Klaus Kinkel auf einer Interview-Bank. Ihre Meinungen zum Thema Euro gingen aber weit auseinander. Für Starbatty gleicht die fehlende Strategie der EU zur Wirtschaftskrise Griechenlands einem „offenen Loch, in das Geld geworfen wird". Er plädierte für einen Ausstieg des südeuropäischen Landes aus dem Euro, während Kinkel die Griechen in der Währungsunion halten will. Letztlich waren sich die beiden in einem Punkt jedoch einig: So wie es zurzeit läuft, kann es nicht weitergehen.

Zeit für Veränderung

Im anschließenden Talk drehte sich alles um Integration und Migration in europäische Länder. Der deutsch-afrikanische Rapper Harris sprach sich für eine Wende aus: Er forderte Migranten in seinem aktuellen Song „Nur ein Augenblick" auf, Deutschland zu respektieren und sich zu integrieren. Bei den bewegenden Bildern des Dokumentarfilms „Fluchtziel Europa" von Johanna Tschautscher lief nicht nur ihm während der Sendung ein eiskalter Schauer über den Rücken. Die Filmemacherin berichtete von den Hoffnungen und Enttäuschungen der afrikanischen Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa und kritisierte Europas Grenzpolitik, die den Selbstschutz vor Nächstenliebe stelle.

Migration als Win-Win Situation begreifen

Der Rap-Poet Tobias Borke schlug zur Eindämmung der Migrationsbewegungen innerhalb des Kontinents und nach Europa vor, einen globalen Mindestlohn einzuführen - eine Idee, die der Volkswirt Starbatty mit „Unsinn" kommentierte. Er bedauert die Furcht der Deutschen, dass Ausländer ihnen die Arbeitsplätze streitig machten. Auch Ex-Bundesaußenminister Klaus Kinkel betonte, dass ausländische Arbeiter in Deutschland nicht ausgebeutet würden, sondern im Gegenteil eine Win-Win Situation für die deutsche Wirtschaft wie auch für ausländische Arbeitskräfte und deren Familien bestünde.

Mit guten Wünschen für die Zukunft der „Baustelle Europa" verabschiedeten sich die Runde und somit auch die achte MEDIA LOUNGE für das Jahr 2011. Alle, die die Sendung nicht mitverfolgen konnten, haben eine weitere Chance: Am Freitag, 29. Juli 2011, wird die Europa-Sendung um 22:15 Uhr auf dem ARD-Digitalkanal EinsPlus ausgestrahlt.

 

VERÖFFENTLICHT AM

28. Juni 2011

KONTAKT

Julia Schadt
Projekt-Team
Telefon01736783666
E-Mailjs141@hdm-stuttgart.de

Prof. Stephan Ferdinand

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2256

E-Mail: ferdinand@hdm-stuttgart.de

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