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Hochschule der Medien

Institut für Moderation

Live-Schalten und andere Geschichten

15 Nachwuchsmoderatoren des Qualifikationsprogramms Moderation waren am vergangenen Wochenende mit Kamera-Teams und Trainern im Bosch-Areal in Stuttgart unterwegs. Das Thema ihres Juni-Workshops hieß „SNG-Training".

An der HdM berichten bekannte Moderatoren aus ihrem Berufsalltag, hier Frank Elstner (Foto: Dominic Fuchs)

An der HdM berichten bekannte Moderatoren aus ihrem Berufsalltag, hier Frank Elstner (Foto: Dominic Fuchs)

Praxisworkshops gehörten zum Programm (Foto: Julia Rommel)

Praxisworkshops gehörten zum Programm (Foto: Julia Rommel)

Die Nachwuchsmoderatoren führen durch Events an der HdM (Foto: Dominic Fuchs)

Die Nachwuchsmoderatoren führen durch Events an der HdM (Foto: Dominic Fuchs)

SNG ist die Abkürzung für „Satellite News Gathering", auf Deutsch: Satellitenberichterstattung. Diese besondere Form der Moderation findet nicht im Studio, sondern live vor Ort statt und wird über einen Satelliten übertragen.

Anfällig für Störungen

Drei Übungen hatte jeder Teilnehmer während des Workshops zu meistern. Zuerst wurde die klassische „Nachrichtenschalte" geübt: Ein Reporter steht vor Ort und berichtet von den Ereignissen. Das Ziel der Berichterstattung: Eine Live-Schalte muss Stimmungen einfangen, den Zuschauer spüren lassen, wie sich es vor Ort anfühlt und Geschichten erzählen. Dabei ist die Schalte extrem störanfällig. Tausend Dinge können schiefgehen, von Tonproblemen bis hin zu Umwelteinflüssen. „Nehmt solche Störungen sportiv. Ihr braucht keine Angst davor haben. Für den Zuschauer sind Pannen sowieso das Schönste", rieten die Trainer Jacqueline Stuhler und Klaus Jancovius, beide selbst erfahrene Fernsehmoderatoren.

Knappe Vorbereitungszeiten

Kaum war die erste Übung absolviert, folgte die zweite: Eine Live-Schalte mit Interview. Das Thema: Ehec-Alarm in Stuttgart. Die Aufgabe: Informationen liefern und ein Interview mit dem Leiter der Klinik führen, in der die Patienten liegen. Die Vorbereitungszeit ist knapp. Schnell ein paar Gedanken machen, dann geht die Sendung los - und ist kurz danach auch schon wieder vorbei. Puh, geschafft, erst Feedback, dann durchatmen.

Auf dem Friedhof

Und wo geht das am besten? Auf dem am Berliner Platz gelegenen Hoppenlaufriedhof. Der Friedhof ist fast 400 Jahre alt und eine grüne Oase mitten in der Stadt. Hier kommen Menschen her, um die Natur zu genießen, um zu lesen oder um Sport zu machen. „Spürt, wie sich der Friedhof anfühlt, saugt die Atmosphäre auf und überlegt euch eine Geschichte", lautete die Anweisung der Trainer. „Danach machen wir eine Schalte, in der ihr über den Friedhof lauft und die Stimmung erlebbar macht, sodass die Zuschauer sie spüren können. Überlegt euch Motive und Details. Und berichtet über die Bedrohung des Friedhofs durch das riesige Hotel nebenan." Keine leichte Aufgabe. Doch kaum waren die Moderatoren auf dem Friedhof angekommen, hatte jeder schnell sein persönliches Lieblingsmotiv gefunden: verwitterte Gräber, riesige mit Stuck verzierte Grabsteine oder ein Eichhörnchen, das einem aus der Hand frisst. Jeder Moderator überlegte sich seine persönliche Route, seine Motive und seine Geschichte. Dann wurde gedreht.

Einheitliches Fazit

Beim abschließenden Sichten und Besprechen der Beiträge, die auf dem Friedhof entstanden sind, waren sich alle Teilnehmer des Workshops einig: Auch wenn es der Job eines Moderators ist, zu sprechen, kann er manchmal einfach schweigen und die wunderschönen Bilder gemeinsam mit dem Zuschauer genießen.

Über das Programm

Das Qualifikationsprogramm Moderation ist eine Kooperation der Hochschule der Medien (HdM), des Südwestrundfunks (SWR) und der Akademie für gesprochenes Wort. Jährlich werden 15 journalistische Nachwuchskräfte zu Moderatoren für elektronische Medien und vor Publikum ausgebildet. Renommierte Dozenten vermitteln in Praxis-Workshops, Studio-Trainings und Seminaren das Handwerkszeug für die Moderation in Radio, Fernsehen und bei Veranstaltungen. Das Programm Moderation beginnt jedes Jahr im Oktober, dauert zwölf Monate und kann berufsbegleitend absolviert werden. Die Bewerbungsphase für die kommende Ausbildungsrunde läuft noch bis zum 15. Juli 2011.

 


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kommentiert

Corinna Kramm

Kommentare geben nicht die offizielle Haltung der Hochschule wieder, sondern nur die Meinung oder Einschätzung des kennzeichnenden Autors. Im Falle der HdM-Website sollen sie außerdem zur Diskussion über ein aktuelles Medienthema im Zeitgeschehen anregen

VERÖFFENTLICHT AM

30. Juni 2011

KONTAKT

Prof. Stephan Ferdinand

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2256

E-Mail: ferdinand@hdm-stuttgart.de

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