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Facebook-Party: Gefällt mir nicht

Öffentliche Einladungen zu Partys über Facebook sind bei Jugendlichen außerordentlich beliebt. Einigen Bundesinnenministern gefallen diese Einladungen jedoch ganz und gar nicht. Sie haben jetzt ein Verbot solcher Facebook-Partys gefordert. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann von der CDU forderte bei Welt Online ein Verbot der Partys im Voraus, „wenn die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet wird".

In den letzten Wochen hatte die Polizei mehrere Facebook-Partys aufgelöst, die eskaliert waren. Am bekanntesten ist die Party zu Thessas 16. Geburtstag in Hamburg: 16.000 Facebook-User nahmen Thessas versehentlich öffentlich gemachte Einladung an, 1.600 Gäste erschienen tatsächlich zur Party, 100 Polizisten waren im Einsatz.

Schünemann forderte deshalb, dass Jugendliche einen „Internet-Führerschein" in der Schule machen müssten, damit sie über die Gefahren von Facebook aufgeklärt würden. In den ARD-Tagesthemen äußerte Schünemann außerdem die Bedenken, dass Facebook-Partys ähnlich unkontrollierbar seien wie die Menschenmassen bei der Loveparade in Duisburg im vergangenen Jahr. Dort waren in einer Menschenmenge 21 Personen gestorben. In den Bundestagsfraktionen stießen die Verbots-Forderungen der Innenminister auf Widerstand. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfang Bosbach (CDU), sagte, er sehe keine Rechtfertigung für ein solches Verbot. Auch bei Fußballspielen oder Demonstrationen käme es regelmäßig zu Ausschreitungen, ohne dass diese verboten würden.

Die nächste große Facebook-Party ist für den 30. September in Hamburg geplant. Es soll ein „Abschiedstrinken" in Zügen und Bahnhöfen geben, bevor das Alkoholverbot in Bahnhöfen des Hamburger Verkehrsverbundes am folgenden Tag in Kraft tritt. Laut Radio Hamburg haben schon 20.000 Menschen zugesagt.

Quellen:
www.spiegel.de
www.sueddeutsche.de
www.welt.de
www.tagesschau.de
www.radiohamburg.de

Corinna Kramm

VERÖFFENTLICHT AM

06. Juli 2011

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