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(N)Onliner-Atlas Studie 2011

Internet – zähe Steigerungsraten

Laut einer aktuellen Studie von (N)Onliner-Atlas 2011 wollen 15,5 Millionen Deutsche nicht ins Internet. Die Internet-Nutzung ist noch immer stark von Alter, Geschlecht, und Bildungsstand abhängig. Aber auch regionale Faktoren spielen eine wichtige Rolle.

Quelle: Gerd Altmann /pixelio.de

Quelle: Gerd Altmann /pixelio.de

Das Internet gilt als zukunftsweisend. Eine Branche mit Potenzial. Jeder, der etwas auf sich hält, scheint online zu sein. Getreu dem einstigen AOL Werbespot mit Boris Becker: „Bin ich schon drin oder was?". Aktuell sind rund 75 Prozent der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre im Netz. Das sind 52,7 Mio., aber im Schnitt ist jeder Fünfte Deutsche nicht „drin". Der (N)Onliner-Atlas Studie zufolge sind 21,9 Prozent „überzeugte Offliner". Robert A. Wieland, Geschäftsführer des Forschungsinstituts TNS Infratest, betont, dass das immerhin 15,5 Millionen Deutsche seien.

Das Alter bestimmt die Online-Affinität

Nur ein Viertel (24,6 Prozent) der Deutschen ab 70 Jahren sind online. Im Vergleich dazu nutzen 97,3 Prozent der 14 bis 29-Jährigen das Internet. Zwischen 2010 und 2011 gab es in der Altersgruppe ab 70 nur einen minimalen Zuwachs um 1,3 Prozentpunkte. Der Geschäftsführer von TNS Infratest bemerkt: „Die Gruppe der ab 70-Jährigen bleibt weiterhin schwer erreichbar."

Männliche Onliner dominieren

Der typische Onliner ist männlich. Der Abstand zwischen Männern und Frauen verkleinert sich zwar stetig, aber noch immer sind mehr als 80 Prozent der Männer und nur knapp 69 Prozent der Frauen im Internet. Sogar 27,2 Prozent der befragten Frauen bezeichnen sich selbst als „überzeugte Offliner". Ungeachtet dessen surfen jüngere berufstätige Frauen beinahe genauso häufig im Internet wie Männer mit ähnlichem sozialem Background.

Onliner sind gebildet

Rund 90 Prozent der Abiturienten und Studenten sind online. Wohingegen nur 60,5 Prozent der Befragten mit Volks- und Hauptschulabschluss das Internet nutzen. Ihre Nutzungsrate nahm zwar um rund vier Prozent zu, aber der Abstand zu den Abiturienten und Studenten bleibt weiterhin groß.

Regionale Faktoren beeinflussen die Internetnutzung

Bei der Internetnutzung spielen immer noch regionale Unterschiede eine wichtige Rolle. Insbesondere zwischen Ost und West besteht eine so genannte „digitale Kluft". In den westlichen Bundesländern sind 75,8 Prozent der Einwohner Internet-Nutzer. Im Gegensatz dazu sind nur rund 70 Prozent der Einwohner der neuen Bundesländer online. Im bundesdeutschen Vergleich belegt Bremen weiterhin mit einer Nutzungsrate von 80,2 Prozent Platz eins. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Berlin und Baden-Württemberg. Ganz hinten liegen weit abgeschlagen Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Sachsen-Anhalt.

Die Quintessenz dieser Studie

Wie sich aus der Studie entnehmen lässt, nimmt etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung nicht an der digitalen Entwicklung teil. Laut Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21, lassen die Zahlen erkennen, "dass für ein zukünftiges Wachstum, die gezielte Ansprache der Nichtnutzer immer mehr an Bedeutung gewinnen muss, um tatsächlich der gesamten Gesellschaft den Weg in die digitale Welt zu ermöglichen."

Nadine Steinhübel

info

Auftraggeber der (N)Onliner-Atlas Studie ist die Initiative D21, ein Netzwerk aus Unternehmen und Politik. TNS Infratest führte die Erhebung zum Thema Internetnut-zung durch und befragte mehr als 30.000 Deutsche ab 14 Jahren. Die Studie gibt es bereits seit 2001.

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VERÖFFENTLICHT AM

19. Juli 2011

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