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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Master-Projekt „Think Tank“

Facebook stirbt – Fernsehen überlebt

Wie sieht die Medienlandschaft im Jahr 2025 aus? Gibt es noch Fernsehen und Zeitung? Wie entwickeln sich Soziale Netzwerke? Acht Studenten wagten im Projekt „Think Tank“ eine Zukunftsprognose – mit überraschenden Ergebnissen.

Facebook wird es 2025 nicht mehr geben - zumindest nicht unter diesem Namen. Das ist eine der Visionen, die die acht Teilnehmer am Master-Projekt „Think Tank - die Zukunft von Information und Wissen 2025" unter Leitung von Prof. Dr. Petra Grimm im Studiengang Elektronische Medien skizziert haben.

Still aus dem Think-Tank-Trailer

Trifft ihre Vorstellung zu, wird das aktuell mitgliederreichste Social Network in den kommenden Jahren von dem Suchmaschinen-Giganten Google aufgekauft und in angepasster Form weitergeführt. Eine weitere Prognose betrifft die Fernsehnutzung im Jahr 2025: TV bleibt auch in Zukunft das Leitmedium, allerdings wird die Nutzung ausschließlich online stattfinden, so die Studenten. Ein sogenanntes FlexBook, eine Art faltbare Mischung aus PC und Tablet, soll in Kombination genutzt werden. So soll es möglich sein, gemeinsam auf digitalen Kanälen fernzusehen oder neben dem „Akt" des Fernsehens, Chats und Soziale Netzwerke zu nutzen.

Narratives Szenario

 

Befragungen und Expertendiskussionen im "Narrativen Verfahren"

Zum vergangenen Sommersemester startete das Masterprojekt „Think Tank" erstmals und soll den Anfang einer neuen Veranstaltungsreihe an der HdM markieren. Um einen Blick in die Zukunft des Mediennutzungsverhaltens zu wagen, stellten sich die acht Projektteilnehmer erst einmal der Vergangenheit, indem sie die Entwicklung des Ist-Zustandes aus der Vergangenheit erklärten. Neben einer Analyse der Einflussfaktoren der Vergangenheit über der Gegenwart auf die Zukunft, nahmen sie in den Projektterminen auch Thesen berühmter Medientheoretiker unter die Lupe. Diese wurden in Diskussionen mit exterenen Experten und deren Vorstellungen konfrontiert. Dabei blieben die Studenten aber keinesfalls nur bei der Theorie: Auch im Bekanntenkreis oder bei Verwandten, wie zum Beispiel den Großeltern, führten Sie „Medienbiographische Befragungen und Gespräche" durch und versuchten so, die Änderung des Informationsverhaltens und der Mediennutzung anhand der eigenen Familie zu erforschen.

Im kommenden Wintersemester 2011/12 soll die Reihe „Think Tank" für den Masterstudiengang Elektronische Medien weitergeführt werden. Eine neue Gruppe Studierender wird dann wieder einen Blick in die Zukunft wagen, diesmal zum Thema „Unterhaltung im Jahr 2025 - I like it".

Christina Walzner

Präsentation und Trailer

Die Ergebnisse des "Think Tank" haben die Teilnehmer in einer Präsentation zusammen gefasst und können online nachgelesen werden unter http://www.hdm-stuttgart.de/medienethik/praesentation_think_tank_01

Den Trailer zur Präsentation gibt es hier zu sehen http://www.hdm-stuttgart.de/medienethik/trailer_think_tank_01

VERÖFFENTLICHT AM

21. Juli 2011

KONTAKT

Prof. Dr. Petra Grimm

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2202

E-Mail: grimm@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Michael Müller

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2295

E-Mail: muellermi@hdm-stuttgart.de

ARCHIV

Studium
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Merkle

am 25.07.2011 um 16:40 Uhr

Ich gehe mal frei über meine HdM - Vorbehalte hinweg und gehe davon aus, dass ein solches Szenario unter seriösen akademischen Umständen, unter Anwendung echter Statistik und Mathematik und traditionsgeprüften Techniken der Geisteswissenschaften entstanden ist. Selbst dann muss ich einfach feststellen, dass solche Prognosen eine geringe Aussagekraft für die Zukunft haben. Wer hätte 1994 oder selbst 2002 vorhersagen können, dass ein Student der Havard Univerität 8 Jahre später zum Man of the Year des Time Magazins gewählt wird, weil er in 6 Jahren nicht nur das größte soziale Netzwerk, sondern ein gesellschaftliches Phänomen und eine der bekanntesten Marken der heutigen Welt geschaffen hat? Wer hätte vor 4 Jahren auch nur ansatzweise davon ausgehen können, dass ein Computer Unternehmen aus Kalifornien zum weltgrößten Smartphone Hersteller avanciert, oder das Harald Schmidt je wieder zu Sat.1 zurückkehrt. Die Kette solcher Beispiele ist endlos und sicher nicht auf den wirtschaftlichen oder medialen Bereich beschränkt. Phänomene, geniale Ideen oder zufällige Erfolgsgeschichten haben alle eins gemeinsam, sie sind nicht vorherzusagen! Natürlich werden viele Kommunikationswissenschaftler, Philosophen oder Medienwissenschaftler mir widersprechen. Das kann ich verstehen, schließlich gehört es zu ihren Aufgaben die Erfolge anderer auseinanderzupflücken und zu analysieren. Aber aus solchen „Ergebnissen“ irgendeinen Mehrwert abzuleiten ist schlicht naiv. Solche Prognosen bleiben Grimms Märchen.

Bernd

am 25.07.2011 um 15:13 Uhr

Ich finde das Projekt hört sich spannend an und werde mir überlegen ob ich im nächsten Semester das Seminar auch belegen werde! @Larissa und Frank: Ich verstehe eure Aussagen zu Google+ mal überhaupt nicht. Die Aussagen aus der Präsentation werden doch durch Google+ nicht obsolet sondern sagen nur aus das den "Machtkampf" der Super-Sozialen Netzwerke von Google gewonnen wird. In der Präsentation ist das auf den Folien nur nicht weiter ausgeführt. Vielleicht wurde da ja bei einem Vortrag (?) näher drauf eingegangen. Eher finde ich den Artikel etwas komisch und wirr geschrieben! @Frank: Das "blabla" ist doch notwendig weil es sonst nicht wissenschaftlich wäre. Ich finde es toll, das einmal nicht so eine super Zukunft "bunt" gemalt wird die sowieso nicht eintreten wird. Hey, das sind doch nur 14 Jahre! Ich find´s realistisch und wenn ich so nachdenke, dann glaube ich auch das vieles so eintreten wird! Das PDF ist wohl für einen Vortrag gemacht worden (?) und nicht für eine Online-Veröffentlichung. Etwas mehr Infos wären schön... @ Frank: Wenn du selbst sagst, dass Pseudo-Wissenschaftler zu ähnlichen Ergebnissen kommen, dann finde ich es umso wichtiger das hier Leute das ganze wirklich wissenschaftlich (soweit Zukunftsaussagen wirklich wissenschaftlich sein können) untersucht haben!

Frank

am 24.07.2011 um 10:44 Uhr

Vorweg gesagt: Es freut mich, dass die HdM in Studentenprojekten endlich auch verstärkt auf die digitale Welt und deren Zukunft eingeht. Jedoch muss man sich wirklich fragen, wie diese Thesen a) überhaupt entstehen können bzw. b) als "neu" oder "innovativ" verkauft werden können? Darüber hinaus ist es natürlich wie schon oben angemerkt ziemlich verwunderlich wie man in solch einer Veröffentlichung die aktuellsten Entwicklungen bei Google selbst vernachlässigen kann. Und selbst wenn das Projekt schon vor Launch von Google+ fertiggestellt war, kann und sollte man es in diesem Status so einfach nicht veröffentlichen. Diese absurde These zu Google & Facebook wird dann gepaart mit generischem "blabla" zu technischen Entwicklungen... Cloud, FlexBook, TV nur noch online. Das ganze hätte man nicht erforschen müssen sondern den gängigen Publikationen diverser (Pseudo-)Wissenschaftler entnehmen können. Besonders enttäuschend ist es, dass im Projekt-PDF Unmengen von Thesen für 2025 aufgestellt werden, die schon heute größtenteils zutreffen. Dennoch wie gesagt eine erfreuliche Entwicklung für die HdM selbst. Endlich mehr Vorlesungen und Projekte in Richtung neuer Medien.

Larissa Walz

am 22.07.2011 um 14:25 Uhr

facebook gekauft von Google.... Google+ ist doch bereits da.

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