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Redaktion 3.0

Der Leser als Redakteur

User-Inspired-Content ist auf dem Vormarsch: Stern.de nutzt das Sommerloch und gibt seinen Lesern die Chance, eigene Themen einzureichen. Auch die Zeitschrift Max will die Inhalte der neuen Ausgabe von Facebook-Usern bestimmen lassen.

Screenshots: www.facebook.com/WirmachenMAX, www.stern.de/sommerloch

Screenshots: www.facebook.com/WirmachenMAX, www.stern.de/sommerloch

Für die Neuauflage der Zeitschrift Max, die 2008 eingestellt wurde, geht das Burda-Blatt neue Wege: Social Media lautet das Zauberwort - ob die Rechnung aufgeht und sich das Heft gut verkauft, wird sich zeigen. Das Erfolgskonzept klingt jedenfalls einfach: Lass den Leser selbst bestimmen, was er lesen will. Das vorerst auf eine Ausgabe beschränkte Konzept verlegt die Redaktion ins Social Web. Eine eigens gegründete Facebook-Seite wird zum Newsroom, die Facebook-Mitglieder zu potenziellen Redakteuren. Jeder kann mitmachen, Themen vorschlagen und mit den Max-Mitarbeitern online diskutieren. Herauskommen soll eine Herbst-Ausgabe mit einer Auflage von 100 000 und einem Copypreis von 6,90 Euro. Geschrieben werden die Artikel allerdings nicht von den Lesern. „Die Ausgabe wird ein Heft von Profijournalisten", so Chefredakteur Alexander Böker im Meedia-Interview.

Leser füllen Sommerloch

Stern.de nimmt das alljährliche Sommerloch zum Anlass eine ähnliche Aktion zu starten. In den vergangenen Wochen waren die Leser aufgerufen, Themen einzureichen, die zu kurz kamen. Heraus kam eine bunte Mischung an Geschichten: Von der Eröffnungs-Reportage „Flirtfalle Facebook", über „Pflegeeltern - Die Wegbegleiter" bis hin zu „Wo steckt Björn?", der Suche nach einem verschollenen Schulfreund von früher. Die aktuelle Folge „Wie Facebook-Monster Mamis Erspartes fraßen" erzählt von einer Berlinerin, deren Sohn im Netz 500 Euro verspielte. Stern.de-Ressortleiter Wissen, Jörg Hermes, begründet die Aktion mit der breiten Nachrichtenlage in den vergangenen Monaten. Um möglicherweise zu kurz gekommene gesellschaftliche Themen aufzugreifen, sei die Sommerzeit ein geeigneter Spielraum.

Christina Walzner

Quellen: Der Leser als Redakteur

www.standard.at
www.stern.de
www.meedia.de

VERÖFFENTLICHT AM

04. August 2011

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