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Hochschule der Medien

Auslandstagebuch

Ein Semester in Australien

Julia Geyer studiert im sechsten Semester Werbung und Marktkommuikation an der Hochschule der Medien und verbrachte das vergangene Sommersemester mit der Unterstützung des PROMOS Stipendiums an der Griffith University in Brisbane, Australien. Die 23-Jährige schildert ihre Eindrücke.

Ein Semester in Australien
(Fotos: Julia Geyer)

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Julia Geyer vor dem Ayers Rock

Julia Geyer vor dem Ayers Rock

Studieren in Down Under

Der Studienbetrieb in Australien unterscheidet sich von dem der Hochschule der Medien oder anderer Hochschulen in Deutschland im Wesentlichen durch die unterschiedliche Verteilung und Erreichung der Credits pro Semester. In Australien belegt man vier Kurse pro Semester, für die man umgerechnet zehn ECTS bekommt. Dementsprechend ist der Aufwand pro Kurs auch größer und der Inhalt sehr vertieft.

Zu den meisten Vorlesungen gibt es ein Tutorium, das man nicht besuchen muss, aber sollte. Denn dort werden alle Anforderungen und Inhalte der Prüfungsleistungen besprochen und man arbeitet Woche für Woche an seinen Projekten. In der Vorlesung "Event Marketing and Sponsorship" haben wir einen Marketingplan für ein australisches Event entwickelt und in einer weiteren Prüfungsleistung einen Sponsorship-Vorschlag dafür erarbeitet. Prüfungen gibt es nicht nur am Ende des Semesters, sondern auch nach vier Wochen in einer Art Zwischenprüfung.

Image und Wirklichkeit

Neben den studienverwandten Vorlesungen zum Thema Werbung und Marketing habe ich unter anderem auch einen Kurs in „Australian History" belegt. Voller Vorfreude saß ich in der ersten Vorlesung und war gespannt, was mich erwartet, bis mir schon nach wenigen Minuten klar wurde, dass das nicht angenehm wird. Australien war nicht immer das unbefangene Surferparadies, was es heute zu sein scheint. Der Begriff „Aborigines" in Australien zu benutzen, sollte man vermeiden. Man spricht von Indigenous oder Aboriginal People, alles andere wird als abwertend aufgefasst und nie verwendet. Sie selbst nennen sich Anunu.

Ein gutes Beispiel für das schwierige Verhältnis zwischen indigener und vormals britischer Kultur zeigt sich in einem der bekanntesten Wahrzeichen des Landes, dem Uluru oder Ayers Rock. Der Uluru ist den Aboriginal People heilig und nicht einmal sie selbst erklimmen ihn. Reiseveranstalter jedoch werben mit: „Climb the Uluru". Der Veranstalter, mit dem wir unterwegs waren, hat uns aufgeklärt und uns die Wahl gelassen, hinauf zu klettern. Alle haben sich dagegen entschieden, was in meinen Augen die richtige Entscheidung war.

„No worries"

Kontakte zu knüpfen ist in Australien grundsätzlich nicht schwer, aber die Leute, die man kennenlernt, trifft man größtenteils auf den Reisen durch das Land. In der Uni herrscht eher ein "Arbeits-" und weniger ein Gemeinschaftsverhältnis. Das war ungewohnt und auch der Lebensstil "No worries", den die Australier pflegen, hat sich im Uni-Alltag und in Gruppenarbeiten immer wieder gezeigt. Da muss man das Prinzip der deutschen Ordnung und Pünktlichkeit schon mal über Bord werfen.

Sicherlich hat Australien einiges zu bieten. Dazu gehören atemberaubende Strände, verschiedenste Landschaften und eine unglaubliche Weite. Viele Touristen und Backpacker kommen aus diesem Grund hierher. Doch sollte man bei all der Schönheit auch die Geschichte des Landes nicht vergessen und die indigene Kultur respektieren und schützen. Alles in allem war das Studium Down Under sehr interessant und hilfreich. Ich würde es jedem weiter empfehlen.

Julia Geyer

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Mirjam Müller

Akademisches Auslandsamt

Das Akademische Auslandsamt ist die Anlaufstelle, wenn Studierende ein Semester im Ausland verbringen möchten. Es informiert insbesondere über Stipendien und Studienmöglichkeiten. Darüber hinaus betreut es ausländische Studierende an der HdM, koordiniert und pflegt Auslandskontakte sowie Hochschulpartnerschaften.

Kontakt:

Infos und Ansprechpartner

 

VERÖFFENTLICHT AM

14. September 2011

KONTAKT

Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Martina Schumacher

Akademisches Auslandsamt

Telefon: 0711 8923-2039

E-Mail: schumacher@hdm-stuttgart.de

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