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30 Jahre Commodore 64

Mit 64 Kilobyte zum Verkaufsschlager

Vor 30 Jahren kam der Kultcomputer C64 auf den Markt. Bis heute ist es der meistgekaufte Computer der Geschichte. Über 22 Millionen Geräte gingen bislang über den Ladentisch. Eine US-Firma versucht jetzt mit einer Neuauflage, Retro-Fans zu begeistern.

Fotos: Bill Bertram

Fotos: Bill Bertram

Als vor 30 Jahren der Commodore 64 auf der „Consumer Electronics Show" in Las Vegas vorgestellt wurde, war die Begeisterung über die technische Ausstattung groß: Das 1500 Mark teure Gerät verfügte über 64 Kilobyte Arbeitsspeicher, was heute in etwa der Größe eines einseitigen Word-Dokuments entspricht. Verbaut wurde außerdem ein Prozessor mit 0,985 Megahertz. Die Auflösung betrug 320 x 200 Pixel und der C64 konnte 16 Farben darstellen. Weil der C64 keine Festplatte hatte, benötigte der Kunde zusätzlich eine sogenannte Datasette, auf welche die Spieldaten gespeichert werden konnten. Später kam auch ein Diskettenlaufwerk auf den Markt, das nochmals 850 Mark kostete.

Ein Heimcomputer zum Spielen

Screenshot "Summer Games © Epyx"

Bereits kurz nach der Markteinführung des C64 stapelten sich in den Läden unzählige Spielvarianten: Zu den Bekanntesten zählen wohl die „Winter Games" und „Summer Games", eine Sammlung olympischer Disziplinen. In beispielsweise Biathlon, Skisprung oder Eiskunstlauf konnten bis zu acht Spieler gegeneinander antreten und um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen kämpfen. Ebenfalls sehr beliebt war das Jump 'n' Run-Spiel „Giana Sisters". Obwohl man auf dem C64 auch programmieren konnte, wurde er meist für Video-Spiele genutzt. Zudem gab es einige Lernprogramme, wie Vokabeltrainer oder Mathematikkurse. Die starke Verbreitung des „Brotkastens", wie der C64 oft genannt wurde, machte sich auch beim Schüler-Wettbewerb „Jugend forscht" bemerkbar. Während der 80er-Jahre tauchte der Heimcomputer oft in Versuchsanordnungen auf.

Twittern mit dem C64

1994 hielt der C64 der Konkurrenz nicht mehr Stand. Die Firma Commodore ging pleite. Um die verbliebenen Fans des Kult-Computers weiterhin mit dem Retro-Gerät zu versorgen, hat eine US-Firma 2011 die Produktion des C64x begonnen. Er sieht aus wie der klassische C64, kann aber einiges mehr: ein Intel-Prozessor sorgt für die nötige Schnelligkeit, das Design erinnert aber an das Gehäuse von früher. Wer aber lieber bei der ursprünglichen Variante bleiben will, muss auch nicht auf Rechenleistung verzichten. Zahlreiche Hardware-Erweiterungen erlauben es mittlerweile mit einem alten C64 im Internet zu surfen oder zu twittern.

Christina Walzner

Quellen: Mit 64 Kilobyte zum Verkaufsschlager

www.wikipedia.de
www.zeit.de
www.faz.de

VERÖFFENTLICHT AM

11. Januar 2012

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