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Kurzmeldung

Am virtuellen Pranger

Steuerhinterziehung ist eines der größten Probleme der Griechen in der Euro-Krise. Etwa 15 Milliarden Euro – das entspricht sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes – schuldet das Volk dem Staat. Das mochte die Regierung in Athen nicht länger hinnehmen: Anfang der Woche veröffentlichte Finanzminister Evangelos Venizelos deshalb die so genannte „Liste der Schande“ im Internet. Das insgesamt 170 Seiten lange Dokument enthält die Namen von 4152 Steuersündern. Jeder von Ihnen hat Steuern in Höhe von mindestens 150 000 Euro hinterzogen. Die Wirkung der Publikation bleibt allerdings abzuwarten: Das Dokument nennt die Steuersünder zwar öffentlich beim Namen zwingt sie aber zu nichts – im Gegensatz zu einem Pranger.  

 

Corinna Kübler

VERÖFFENTLICHT AM

27. Januar 2012

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