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Hochschule der Medien

„Hugo Cabret“

HdM-Absolvent im Oscar-Glück

Der Oscar strahlt bis an die HdM: Absolvent Jan Adamczyk (32), Lead Compositor bei Pixomondo Berlin, hat an den Spezialeffekten der Kinderbuchadaption „Hugo Cabret“ maßgeblich mitgearbeitet. Die Firma hat dafür den Oscar gewonnen.

Foto: paramountpictures.de

Foto: paramountpictures.de

Jan Adamczyk hat an der HdM Audiovisuelle Medien studiert. 2008 machte er seinen Abschluss. Während seines Studiums hat er sich vor allem mit visuellen Effekten beschäftigt. In den Jahren 2006 und 2007 entstanden durch seine Mitarbeit beispielsweise die Projekte „Schatten der Zeit" und „Changes". Bei Pixomondo am Standort Berlin arbeitete er in der Position des Lead Compositor an der Entstehung der virtuellen Kulisse in Martin Scorseses Kinderfilm mit.

Deutsche Effektschmiede goes Hollywood

Das ursprünglich in Frankfurt gegründete Unternehmen Pixomondo hat in Deutschland fünf Studios: Stuttgart, Hamburg, München, Frankfurt und Berlin. Dort entstand der Großteil der Spezialeffekte für den Hollywood-Film. Insgesamt 98 Prozent der animierten Bilder des Films wurden von der Firma Pixomondo mitgestaltet, das entspricht 62 Filmminuten des Erfolgsstreifens. Insgesamt dauerte die Arbeit an dem Projekt gut 430 Tage lang. In neun Städten arbeiteten 483 Animateure und Effekt-Spezialisten daran, das Paris der 1930er Jahre wieder auferstehen zu lassen. Weitere Preise sahnte der Film in den Kategorien „Bester Tonschnitt", „Beste Tonmischung", „Beste Art Direction" und „Beste Kamera" ab.

Fünf Oscars für „The Artist"

Insgesamt 5783 Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences bestimmten in den vergangenen Wochen die Preisträger der diesjährigen Oscar-Verleihung. Der wohl meistausgezeichnetste Film neben „Hugo Cabret" ist der Stummfilm „The Artist". Gleich fünf Trophäen machten den Schwarz-Weiß-Film im Look der 20er Jahre zum Gewinner des Abends: Darunter die begehrten Kategorien „Bester Film", „Bester Schauspieler", „Beste Regie", „Bestes Kostümdesign" und „Beste Filmmusik". Der Oscar für die „Beste Schauspielerin" ging an Meryl Streep im Film „The Iron Lady". Über das „Beste Originaldrehbuch" freute sich Woody Allen mit seinem Werk „Midnight in Paris".

 

Wir fragten bei Jan Adamczyk nach, was seine Aufgaben bei Pixomondo sind und was ihm der Spezialeffekte-Oskar bedeutet.

Jan Adamczyk

Was genau war Ihre Aufgabe bei den Effekten von "Hugo Cabret"?

Adamczyk: Wir haben in Berlin an der ersten Hälfte der Alptraumsequenz von Hugo gearbeitet. Zusammen mit Pieter Mentz war ich in Berlin dafür verantwortlich, dass die Sequenz in welcher der Zug durch den Bahnhof rast, auch richtig schick aussieht.

Wie und wo haben Sie von dem Oscargewinn erfahren?

Adamczyk: Pixomondo hat an den verschiedenen Standorten kleine Oscar-Screenings veranstaltet. So haben alle Jungs und Mädels in Berlin, Frankfurt, Stuttgart und den anderen Standorten die Oscarverleihung live am Frensehen miterlebt und wir konnten zusammen jubeln.

Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?

Adamczyk: Wir sind alle super glücklich über die Auszeichnung, und wir können auch mit Sicherheit Stolz auf uns sein. Es ist sehr schön, wenn die ganze Arbeit und Energie die man in die Show gesteckt hat, mit so einer großen Auszeichnung belohnt wird. Schaut Euch Hugo an, es ist ein wundervoller Film, bei dem vor allem Filmstudenten an vielen Details ihre Freude haben werden.

Christina Walzner

VERÖFFENTLICHT AM

27. Februar 2012

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