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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Think Tank II

Internet, weiß, was ich will

Einen Blick in die eigene Zukunft zu riskieren, wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht? Im Rahmen des Think Tank haben sich Studierende an der HdM in unsere mediale Zukunft vorgedacht und ein Szenario entwickelt, wie das World Wide Web von morgen Einfluss auf unser Leben nehmen könnte.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Petra Grimm, Prof. Dr. Michael Müller und Clarissa Henning haben Studierende im Sommersemester 2011 ein Zukunftsszenario zu Information und Wissen entwickelt. Im vergangenen Wintersemester 2011/2012 wurde die zukünftige Bedeutung der Sozialen Medien für Gesellschaft und Politik konkretisiert. Der Think Tank II der HdM entwarf hierfür eine narrative Szenariotechnik und schlug damit einen methodisch neuen Weg ein. Die HdM als Hochschule der Medien bereitet diesen Weg in die Zukunft in Form eines wissenschaftlichen Diskurses mit und betrachtet die mediale Zukunft kritisch.

Das neue Internet 2030

Ziel des offenen Diskurses war es, herauszufinden, in welche Richtung sich die Mediengesellschaft bewegen könnte. Bei der Untersuchung konnten Einflussfaktoren identifiziert werden, die die Entwicklung des Internets und damit auch unserer Zukunft beeinflussen. Oder wie es Prof. Dr. Grimm zusammenfasste: „Zukunft ist nicht einfach da. Wir sind diejenigen, die sie machen."

Ein Internet, wie wir es heute noch kennen, wird es, so das Szenario, in 18 Jahren so nicht mehr geben. Grenzen verschwimmen und Netzwerke wachsen zusammen. Wir leben in einer von Informationen durchfluteten digitalen Welt, die dank unserer öffentlichen Profile immer und überall weiß, wo wir sind und was wir wollen. Herzlich Willkommen im WWSW - dem World Wide Social Web.

Vernetztes Leben zwischen Offenheit und Privacy Divide

Privatsphäre muss man sich in Zukunft leisten können: Nur diejenigen, die über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, können ihre privaten Informationen schützen. Alle anderen müssen ihre Daten als Zahlungsmittel einsetzen. Außerdem zahlt man zukünftig dafür, keine Informationen mehr zu erhalten, und nicht wie heute genau anders herum. Es wird sich eine neue Kluft zwischen den digital Armen und der digitalen Elite auftun. Damit stellt sich die Frage, wer da eigentlich noch die Kontrolle über seine eigenen Daten haben kann? Der zentrale Gedanke hierbei ist, dass die Umwelt auf das Individuum reagiert und nicht ich auf die Umwelt. Persönlich zugeschnittene Informationen erreichen den Einzelnen beim Spaziergang durch die Fußgängerzone. Dies wird sich vor allem in städtischen Bereichen durchsetzen, die eine entsprechende Infrastruktur haben. Ein positiver Aspekt dieser Entwicklung ist die zielsichere Information des Rezipienten.

Auch das Verhältnis zwischen Politikern und Bürgern wird sich durch diese Entwicklungen stark verändern. Die sozialen Medien werden als zentrales Kommunikations- und Kontrollinstrument die politischen Handlungen mitbestimmen. „Politiker und Parteien werden sich dieser neuen medialen Kontrolle nicht entziehen können. Sie werden transparenter, ob sie das wollen oder nicht", sagt Prof. Dr. Michael Müller.

Und wie geht es weiter?

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem vergangenen Semester soll in diesem Sommer auf dem SocialMania-Kongress am  21. und 22. Juni 2012 weitergedacht werden. Gemeinsam mit zahlreichen Experten aus der Branche sind spannende und interessante Gesprächsrunden zum Thema Medien, Politik und die Privatisierung der Öffentlichkeit geplant.

Carolin Stäblein

 

VERÖFFENTLICHT AM

16. April 2012

KONTAKT

Prof. Dr. Michael Müller

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2295

E-Mail: muellermi@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Petra Grimm

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2202

E-Mail: grimm@hdm-stuttgart.de

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