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Mit der „Nav4Blind“-App besser leben

Seit Jahren arbeitet die Stadt Soest in Nordrhein-Westfalen an einem Modellprojekt: Ein Navigationssystem für blinde Menschen sollte diesen das Alltagsleben erleichtern. Im Mai ist es so weit: die Smartphone-App „Nav4Blind“ wird in den diversen App-Stores zur Verfügung stehen. 

Die Umsetzung war sehr aufwendig, dabei ist jedoch die Funktionsweise simpel: Mittels GPS-Koordinaten wird der Standort des Nutzers ermittelt, Geräusche wie die eines Geigerzählers weisen dem Blinden den Weg. Folgen die Klickgeräusche schnell aufeinander, befindet sich der Nutzer auf der richtigen Route. Alternativ können Blinde sich auch durch Vibration führen lassen. Zwar kann das System keine beweglichen Hindernisse wie etwa Hunde oder aufgestellte Blumenkübel erkennen und kann daher auch nicht den Blindenstock beziehungsweise Blindenhund ersetzen, dennoch erlangen Sehbehinderte durch die App ein großes Stück Unabhängigkeit und somit Lebensqualität. 

Große Genauigkeit erfordert dabei die GPS-Ortung der Nutzer. Anders als beim Auto können hier bereits Abweichungen von einem Meter für die Anwender große Probleme bringen. Die Stadt Soest plant bereits, das Projekt auszuweiten. So soll beispielsweise die App „Guide4Blind“ Stadtrundgänge speziell für Blinde anbieten. Im Juni wird das Testgebiet ausgeweitet: Dann wird Soest ein Gemeinschaftsprojekt  mit Berlin-Mitte umsetzen.

Quelle:
Zeit.de

 

Corinna Kübler

VERÖFFENTLICHT AM

17. April 2012

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