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Hochschule der Medien

Unternehmens-Verluste

Wohin treibt Walt Disney

Groß, grau und relaxed. Disney-Star Balu, der Bär, brachte Millionen ein. Disney kann sich heute eine Scheibe davon abschneiden. Ein Kino-Flop, Verluste im dreistelligen Millionenbereich und der Rücktritt von Firmen-Chef Rich Ross. Ein auf und ab in der Disney-Welt.

"Arielle, die Meerjungfrau" Quelle: http://www.facebook.com/Disney

"Arielle, die Meerjungfrau" Quelle: http://www.facebook.com/Disney

"Schneewittchen und die sieben Zwerge" Quelle: http://www.facebook.com/Disney

"Schneewittchen und die sieben Zwerge" Quelle: http://www.facebook.com/Disney

Weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz. Mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge" produzierte „The Walt Disney Company", umgangssprachlich auch Disney genannt, 1937 seinen ersten Kinohit. Genau fünf Jahre später kam Bambi, das süße, kleine Reh, auf die Leinwand. Den größten Hit landete das „Dschungelbuch" 1967. Insgesamt 27,4 Millionen Deutsche lachten mit dem stets gemütlichen Bären im Kino. Knapp 533,5 Millionen Dollar brachte das tierische, kindchenschemaorientierte Abenteuer ein. Knapp 45 Jahre später macht das Unternehmen Millionenverluste.

Verliert Disney seinen Charme?

Dem Fantasy-Film „John Carter" hat Disney einen 200 Millionen US-Dollarverlust zu verdanken. Der auf dem Mond gelandete US-Bürgerkriegssoldat war ein Flop. Das Science-Fiction-Spektakel sollte Disneys Antwort auf "Avatar" werden. Der Film startete allerdings schlechter als erwartet. Der Chef der Disney-Filmstudios fühlte sich nicht mehr als richtiger Mann am richtigen Ort. Er hatte mit sofortiger Wirkung seine Arbeit niedergelegt. Verlieren Disney-Filme ihren besonderen Charme?

Die Welt in einer Seifenblase

Schön gezeichnete Figuren, eine spannende Story mit "Happy End", und um dem Ganzen das besondere Etwas zu verleihen, gibt ist wohlklingende Musik mit Ohrwurmgarantie. Das ist das typische Bild von Disney-Filmen. „König der Löwen", „Die Schöne und das Biest" und „Arielle die Meerjungfrau" haben die Kindheit von vielen Mädchen und Jungen geprägt. Wer möchte nicht als Meerjungfrau einen Prinzen küssen oder sich in ein Biest verlieben, das sich als gut aussehender und reicher Prinz entpuppt?

Arielle versus Kim Possible

Mittlerweile jedoch geraten Disney-Filme immer mehr in Vergessenheit. Toperfolge, wie „König der Löwen" mit 11,3 Millionen Kinobesuchern, kennt noch jetzt jeder Jugendliche. Statt der mutigen Unterwasserprinzessin Arielle gibt es heute etwa die Agentin "Kim Possible". Mädchen von heute warten nicht mehr im Turm auf ihren Prinzen, sondern schwingen ihre langen Haare und befreien sich aus eigener Kraft.

Hoffnung stirbt zuletzt

Einen erfolgreichen Kinostart legte dagegen die Naturdokumentation „Chimpanzee" in den USA hin. Die in Uganda und an der Elfenbeinküste gedrehte Disney-Produktion über einen jungen Schimpansen spielte bisher mehr als 10 Millionen Dollar ein. Die Premiere war bisher das beste Debüt für einen Disney-Naturfilm. „Chimpanzee" soll im kommenden Frühjahr in Deutschland anlaufen. Ein Flop im Bereich Science-Fiction und kurze Zeit später ein Hit im Bereich Dokumentationen. Eine Berg- und Talfahrt mit Walt-Disney. Letztendlich lebt das Unternehmen ganz nach dem Motto: „Ende gut, alles gut" und dabei stirbt die Hoffnung zuletzt.

Irina Sinner

VERÖFFENTLICHT AM

09. Mai 2012

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Nadine Steinhübel

am 10.05.2012 um 20:10 Uhr

Cooler Artikel. Vor Allem die Buzz Words gefallen mir...Liebe Grüße aus Schottland und bis ganz bald! Take care

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