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Hochschule der Medien

„Social Mania"

Talkshow mit und über Gesichter einer vernetzten Gesellschaft

Genau 100 Tage sind seit dem ersten Treffen des MEDIA LOUNGE-Teams 2012 vergangen. 100 Tage voller Brainstorming, Konzeptentwicklung, Planung, Organisation, Koordination und Improvisation. Am 21. Juni war es dann so weit: Die neunte MEDIA LOUNGE wurde im TV-Studio der Hochschule der Medien aufgezeichnet.

Die MEDIA LOUNGE des Sommersemesters 2012
(Fotos: Dominic Fuchs und Lena Haydt)

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Piratin Angelika Beer war zu Gast

Piratin Angelika Beer war zu Gast

Zum neunten Mal haben Studierende die MEDIA LOUNGE produziert

Zum neunten Mal haben Studierende die MEDIA LOUNGE produziert

Einspieler ergänzten die Gesprächsrunde

Einspieler ergänzten die Gesprächsrunde

Die MEDIA LOUNGE war gut besucht

Die MEDIA LOUNGE war gut besucht

Die beiden Moderatoren

Die beiden Moderatoren

In der Talksendung drehten sich über neunzig Minuten lang alle Geschichten, Diskussionen und Gespräche um Cybermobbing, Politik und die Sozialen Medien oder Ruhm und Ehre im Web 2.0. Denn „Social Mania. Gesichter einer vernetzten Gesellschaft" war das Thema der Sendung, die von Sebastian Brings und Anna Lena Dörr moderiert wurde. Beide nehmen am Qualifikationsprogramm Moderation der Hochschule der Medien teil.

Eigens für die Sendung produzierten Einspieler, etwa über Flashmobs, sorgten für Schwung und Abwechslung in den Gesprächsrunden. Auf einer sich drehenden Bühne - ein Würfel - wurden die Gesichter aus der vernetzten Gesellschaft, empfangen, unter anderem der Musiker Max Gamper oder Anja Polzer, bekannt durch die RTL-Sendung „Der Bachelor". Auf der Gesellschafts-Bühne neben dem Würfel diskutierten der Interneterklärer Markus Beckedahl, Medienwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher, in dessen Vorlesung die Studierenden Fragen via Twitter stellen können, der Internetsoziologe Dr. Stephan Humer und Angelika Beer, einst Gründungsmitglied der Grünen, heute Mitglied der Piratenpartei in Schleswig-Holstein über die zahlreichen Möglichkeiten im Web 2.0.

Aufmerksamkeitsökonomie

Diese schätzt der Musiker Gamper, der über Facebook singt. „Das funktioniert gut für jemanden, der nicht gleich einen Plattenvertrag hat. Anja Polzer war vor ihrem Auftritt in der RTL-Sendung nicht bei Facebook angemeldet und auch bei Google fand sich kein Eintrag über die 27-Jährige. Heute hat sie über 33.000 digitale Freunde, mit denen ihr privates Leben teilt, von Geburtstagsfotos über News zu ihrer Karriere bis hin zu einem Post über ihren Auftritt bei der MEDIA LOUNGE. „Das ist echt, das bin ich", meinte Anja Polzer. Petra Grimm, Professorin für Medienforschung und Kommunikationswissenschaft an der HdM, erklärt, dass es für Personen im Web häufig um Aufmerksamkeitsökonomie geht: „Wer viele Klicks auf seinem Profil hat, bleibt im Gespräch."

Diskursuniversum

Für den Hochschullehrer Bucher sind die neuen Kommunikationsmöglichkeiten ein Segen. Schüchterne Studierende hätten in seinen Vorlesungen die Möglichkeit, anonym Fragen zu stellen. Die Studierenden beantworten sich die Fragen auf der sogenannten Twitter-Wall teilweise gegenseitig. So entwickle sich ein völlig neues Diskursuniversum. Auch der Internetsoziologe Humer ist überzeugt von der Digitalisierung und bezeichnete diese als „höchst positive Angelegenheit". Piratin Angelika Beer hält sie für ein Segen, für die Gesellschaft und für die Politik. Das Internet sei inzwischen ein Allgemeingut. Für Markus Beckedahl steht fest, dass sich die Plattformen mittelfristig darauf einstellen, dass die Nutzer an die Hand genommen werden müssen. Auch das Bewusstsein der Menschen werde sich weiter ändern. Man müsse damit leben, dass es eine Echtzeitkommunikation gibt.

Wertediskussion

Paul Assmann, Pressesprecher des Landesschülerbeirates Baden-Württemberg, kennt auch die negativen Seiten des Social Web. Mobbing über soziale Netzwerke werde häufiger als ″Schulhofmobbing″. „Wir brauchen so etwas wie eine Wertediskussion und eine Nettikette", fordert Medienforscherin Grimm. Diese Nettikette dürfe den Jugendlichen aber nicht aufgedrückt werden, sie sollen sich selbst erarbeiten, wie sie miteinander umgehen wollen. In einem Schulfach wie Medienkunde sollten die Themen Privatsphärenschutz und Cybermobbing behandelt werden, so Grimm.

Sendetermin

Am 7. August 2012 um 18:30 Uhr wird die MEDIA LOUNGE auf dem ARD Digitalsender EinsPlus gesendet. Bereits jetzt ist die Sendung unter www.livestream.com/medialounge zu sehen.

VERÖFFENTLICHT AM

28. Juni 2012

KONTAKT

Marie Quattlender
Projekt-Team
E-Mailmq002@hdm-stuttgart.de

Prof. Stephan Ferdinand

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2256

E-Mail: ferdinand@hdm-stuttgart.de

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