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Hochschule der Medien

Stipendienportal

Für jeden die passende Förderung

Was in amerikanischen College-Filmen Gang und Gäbe ist, ist in Deutschland weitgehend unbekannt: Die Studienfinanzierung mittels Stipendium. Die Internetplattform „mystipendium.de“ hilft bei der Orientierung im deutschen Stipendiendschungel.

Quelle: mystipendium.de

Quelle: mystipendium.de

Stipendien kennen viele Studenten nur aus amerikanischen Filmen und Fernsehserien. Dort, so scheint es, ist ein solches Stipendium fest im Lebenslauf kalkuliert und für viele die Eintrittskarte für die Universität der Wahl. Ganz anders die Situation in Deutschland - dabei gibt es auch hierzulande zahlreiche Fördereinrichtungen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Studierende und Doktoranden zu unterstützen. Allerdings ist die Stipendienlandschaft in Deutschland unübersichtlich und vor allem vielfach unbekannt.

Die eigene Nische finden

Die Folge: Nur wenige Abiturienten und Studenten bewerben sich überhaupt auf ein Stipendium und jene, die es tun, kennen nur einen geringen Prozentsatz der Stipendien. Kein Wunder, gibt es doch spezielle Stipendien für Ärztekinder aus Bayern, für Waisen, und für Kinder deren Eltern gewerkschaftlich organisiert sind. In der Fülle an Stipendien, Förderungsbedingungen und Anträgen ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Etwa 90 Prozent aller Bewerbungen landen dadurch bei weniger als einem Prozent der Stiftungen. Für jeden Einzelnen sinken dadurch natürlich die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung.

Individuelle Suche lohnt sich

Das hat auch Dr. Mira Maier von der Universität Witten/Herdecke erkannt und Abhilfe geschaffen: Sie entwickelte das Portal „mystipendium.de“. Insgesamt 1200 Förderanträge sind dort verzeichnet. Jeder Abiturient, Student und Doktorand kann mit nur wenigen Klicks jene Stipendien herausfiltern, die zu seinem persönlichen Profil und Lebenslauf passen. Das vermittelt nicht nur Orientierung im Stipendiendschungel, es erhöht auch die Erfolgschancen. Denn viele Fördereinrichtungen haben Probleme, gute Stipendiaten zu finden – einfach weil sie zu wenige Bewerbungen erhalten. Dabei lohnt es sich, am Ball zu bleiben: unter jenen, die sich ernsthaft um ein Stipendium bemühen, liegt die Erfolgsquote bei 40 Prozent.

Preisgekrönte Idee

Wie wichtig ein solches Portal ist, zeigen auch die Nutzerzahlen: 40.000 potentiellen Bewerbern wird in der Zwischenzeit jeden Monat bei der Suche nach dem passenden Stipendium geholfen. Das würdigt auch der Stifterverband der deutschen Wissenschaft: Die monatlich vergeben „Hochschulperle“ ging im Monat Juni an „mystipendium.de“. 

Quellen:

www.mystipendium.de

www.idw-online.de

www.br.de

Corinna Kübler

VERÖFFENTLICHT AM

16. Juli 2012

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