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Olympische Sommerspiele

Den Twitter-Rekord brechen

Twitter, Facebook, zahlreiche Apps mit Informationen und Sportspielen sowie die Science-Fiction-Maskottchen sollen jüngere Zuschauer anlocken. Experten erwarten einen Massenansturm auf die sozialen Netzwerke. Deshalb werden die Olympischen Sommerspiele in London bereits jetzt „Socialympics“ genannt.

Maskottchen Wenlock und Mandeville (Foto: www.olympic.org)

Maskottchen Wenlock und Mandeville (Foto: www.olympic.org)

Beckham trägt die Goldene Fackel (Foto: www.olympic.org)

Beckham trägt die Goldene Fackel (Foto: www.olympic.org)

Die 30. Olympischen Sommerspiele finden vom 27. Juli bis zum 12. August in der britischen Metropole statt. Damit wird die Hauptstadt zum dritten Mal seit 1896, dem Beginn der Spiele der Neuzeit, der Austragungsort. Im Olympiapark im Osten Londons wurde das Olympische Dorf errichtet: Über 10 000 Athleten aus rund 200 Nationen bereiten sich dort auf die 26 Disziplinen vor, um eine der 302 Goldmedaillen zu gewinnen. Auch auf Facebook gibt es ein virtuelles Dorf, auf dem die Webseiten von rund 400 Sportlern und 60 Mannschaften verbunden sind.

Anfeuern mit Tweets

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gab es das noch nicht. Die sozialen Netzwerke standen zu diesem Zeitpunkt am Anfang. Facebook hatte vor vier Jahren 100 Millionen Mitglieder, heute sind es neun mal so viele. Auch Twitter hatte gerade einmal sechs Millionen Nutzer, jetzt sind es 140 Millionen. Den aktuellen Twitter-Rekord unter den Sportveranstaltungen hält das Champions-League-Fußballspiel zwischen Barcelona und Chelsea im April 2012 mit 13 684 Tweets pro Sekunde. Dieser Rekord soll während der Socialympics gebrochen werden.

Damit Athleten ihre eigenen Twitter-Accounts gut vermarkten und Zuschauer sie mit Tweets anfeuern können, wollen einige ihre Twitter-Namen auf dem Trikot präsentieren. Auch das internationale olympische Komitee nutzt die sozialen Netzwerke und wird einen Live-Chat mit den Sportlern aus dem Olympischen Dorf anbieten. Für Autogrammjäger und Sammler gibt es Utensilien der Athleten im Online-Auktionshaus „Memorabilia“ zu ersteigern. Die goldene Fackel, mit der Fußballer David Beckham das olympische Feuer in seine Heimat brachte, wurde für 13 050 Pfund versteigert. Umgerechnet sind das 16 500 Euro.

Schnelles Tippen für den Sieg

Den „Sprung ins digitale Zeitalter“, wie es die Münchener Abendzeitung nennt, haben die Veranstalter auch mit den beiden Maskottchen geschafft. Üblicherweise repräsentieren diese eine heimische Tierart oder eine Figur, die im Zusammenhang mit dem Austragungsort steht. Doch Wenlock und Mandeville sehen aus wie einäugige Tropfen mit Scheinwerfern und Kamera-Augen. Ersterer wurde nach dem Ort Much Wenlock benannt: Dort soll ein Arzt Mitte des 19. Jahrhunderts zu Sportwettkämpfen und damit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit motiviert haben. In Mandeville wurden 1948 die ersten Paralympics, die Olympischen Spiele für Behinderte, ausgetragen.

Wer bereits schon jetzt mittrainieren will, kann das virtuell machen: Die kostenlose App „London 2012 – Official Mobile Game“ bietet neun Disziplinen, darunter Sprint, Hürdenlauf oder Stabhochsprung. Schnelles Tippen führt dabei zum Sieg. Mehr Leistung gibt es jedoch nur bei der kostenpflichtigen Premium-Version. Ein anderes ist das Jump-and-Run-Spiel „Save the Flame in London“: Die olympische Flagge muss unbeschadet nach London gebracht werden. Daneben gibt es zahlreiche Apps zur Veranstaltungsplanung und Geschichte sowie zu Statistiken und Medaillengewinnern. Für die „Zeit“ ist das „digitales Doping“.

Quellen:
www.abendzeitung-muenchen.de
de.nachrichten.yahoo.com/
www.chip.de
www.zeit.de
www.olympia-lexikon.de

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

17. Juli 2012

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