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Hochschule der Medien

TV-Serien, Teil 4 von 6

Zicken und Exzentriker


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New Yorker Humor bei "Seinfeld" (1989-1998)

© Sony Pictures

Die von Jerry Seinfeld und Larry David geschaffene Ensemble-Sitcom galt als eine der bekanntesten der 1990er Jahre. In den 180 Episoden stellte sie die selbstbezogene und ironische Kultur der Zeit dar. Seit 1995 konnte sich der spezifische New Yorker Humor auch in Deutschland etablieren. In "Seinfeld" ging es um nichts Spezifisches, sondern um das tägliche Leben von vier New Yorker Freunden, die auf ironische Weise immer wieder zusammentrafen. Ein Running Gag war, dass Seinfeld als Comicfan in fast jeder Episode Bezug auf einem Superhelden nahm, bevorzugt zu Superman. Typisch waren auch die Worte "Get out!" ("Hör auf!") von Elaine oder die plötzlichen und überraschenden Auftritte von Kramer.

Parodie des Spießbürgertums: "Hausmeister Krause" (1999-2008)

© Highlight

Grauer Kittel und Cordhut: Das waren die Markenzeichen des berühmtesten deutschen Hausmeisters. 1999 wurde die deutsche Comedy-Fernsehserie "Hausmeister Krause – Ordnung muss sein" mit Thomas Gerhardt in der Titelrolle erstmals ausgestrahlt. In acht Staffeln und insgesamt 80 Episoden parodierte die Serie das deutsche Spießbürgertum. Die Hausordnung war dem zweifachen Familienvater heilig und seinen Dackel Bodo liebte er weit aus mehr als seine biedere Frau Lisbeth (Irene Schwarz). Seine Tochter Carmen (Janine Kunze) machte eine Frisörlehre und ließ keine Gelegenheit aus Männer aufzureißen. Axel Stein spielte Tommie, den verfressenen fettleibigen Sohn. "Hausmeister Krause" basierte fast ausschließlich auf längst überholt geglaubten Klischees über die Deutschen, beispielsweise die Liebe zum Dackel und zu Vereinen. Die Serie erhielt 2002 den Deutschen Comedypreis in der Kategorie "Beste Comedy-Serie".

"King of Queens": Zwischen Zicken und Exzentrikern (1998-2007)

© Koch Media GmbH

Er – dick, tollpatschig und ein Entertainer, sie – schlank, attraktiv und karrierebewusst. Ein Paar, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte. Bei "King of Queens" handelte es sich um eine US-amerikanische Sitcom, die 2001 erstmals in Deutschland auf RTL2 ausgestrahlt wurde. Eigentlich fühlten sich der gemütliche Kurierfahrer Doug Heffernan (Kevin James) und seine Frau, die Anwaltssekretärin Carrie (Leah Remini) ganz wohl in ihrem Haus im New Yorker Stadtteil Queens. Die schöne Zweisamkeit wurde allerdings durch Carries Vater Arthur Spooner (Jerry Stiller) zerstört. Durch die gezwungene Aufnahme von Arthur in das Haus wurde der Alltag chaotisch. In neun Staffeln und 207 Episoden durchlebte das Paar die unterschiedlichsten Probleme. Die Sitcom mit originellen, nur dezent überzeichneten Alltagsgeschichten und Charakteren, wurde befeuert vor allem vom Talent des Komikers Kevin James und den scharfzüngigen Spitzen von Leah Remini.

Männerwirtschaft bei "Two and a Half Men" (seit 2003)

© Warner Home Videos

Im März 2005 war es in Deutschland soweit: Auf ProSieben wurde erstmals "Two and a Half Men" ausgestrahlt. Die Sitcom wurde bereits 2003 im amerikanischen Fernsehsender CBS gezeigt und erweiterte das Konzept der "Männerwirtschaft" (frühere Serie mit Walter Matthau und Jack Lemmon) um viele neue Ideen und ein Kind. Der gelangweilte Playboy Charlie Harper (Charlie Sheen) verdient sein Geld mit der Komposition von Werbejingles und führt ein lässiges Singleleben, mit ständig wechselnden Frauen und in einem exklusiven Strandhaus in Malibu. Das genaue Gegenteil verkörpert sein spießiger Bruder Alan Harper (Jon Cryer). Der kleinkarierte Chiropraktiker ist kein Frauenheld und wurde hochkant von seiner Exfrau vor die Tür gesetzt. Vorübergehend suchte er Asyl bei seinem Bruder Charlie. In bisher 202 Episoden und neun Staffeln wurde das Zusammenleben zweier vollkommen unterschiedlicher Brüder dargestellt. Hinzu kommen der weniger kluge Sohn von Alan, Jake, die resolute Haushälterin Berta und Evelyn, die geldgierige Mutter. Sprüche über Sex, Frauen und Alkohol kommen hier nicht zu kurz. Mitte 2011 wurde Charlie Sheen unter anderem aufgrund von Sex- und Drogenexzessen gekündigt. Seine Rolle übernahm 2012 Ashton Kutcher, alias Walden Schmidt.

"Big Bang Theory": Bazinga! (seit 2007)

© Warner Home Videos

Vier Nerds, eine Blondine und jede Menge Verständigungsprobleme. Die US-amerikanische Sitcom wurde erstmals Mitte 2009 auf ProSieben ausgestrahlt. Die zwei Physiker Leonard Hofstadter (Johnny Galecki) und Sheldon Cooper (Jim Parsons) bewohnen eine Wohngemeinschaft: Genial in der Physik, unfähig im sozialen Kontakt mit der "normalen Umgebung". Insbesondere Sheldon hat hier so seine Probleme. In insgesamt 112 Episoden und fünf Staffeln wird klar, dass niemand seinen perfekten Sitzplatz benutzen darf und Keime ein absolutes Tabu sind. Ihm fehlt auch das Verständnis für Witze und vor allem Sarkasmus. Die zwei besten Freunde, Howard (Simon Helberg) und Raj (Kunal Nayyar), besuchen die WG täglich. Wobei Howard nur einen Masterabschluss hat und Raj ohne Alkohol kein Wort gegenüber dem weiblichen Geschlecht herausbringt. Nachbarin Penny (Kaley Cuoco) kann mit den Nerds anfangs wenig anfangen, schließt die Gruppe allerdings schon bald ans Herz. BAZINGA!

 

Ende Teil 4

 

Quellen:www.wikipedia.de

            wwww.imdb.de

            www.fernsehserien.de

Franziska Böhl

,

Irina Sinner


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VERÖFFENTLICHT AM

03. September 2012

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