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IFA-Trends 2012

Auf dem Weg zum Universalgerät

Todgesagte leben länger: Das Ende des Fernsehens wurde schon oft prognostiziert. Dank 3D- und 4K-Technik war das wohl ein Irrtum. Weitere Trends der Internationalen Funkausstellung sind vor allem portable Multimediagadgets.

Foto: Toshiba Europe GmbH/IFA

Foto: Toshiba Europe GmbH/IFA

Youtube-Filmchen, Fernsehsendungen in der Mediathek oder Filme, die sich über Online-Plattformen abrufen lassen: Um sich Videoangebote im Internet anzusehen, nutzen bislang viele den eigenen Laptop. Der Anschluss an den Fernseher war je nach Gerät nur umständlich mit Adaptern oder gar nicht möglich. Auch der Bedienung waren Grenzen gesetzt, so musste man zum Ein-, Aus- und Umschalten aufstehen und den Laptop bedienen. Google hat diese Marktlücke erkannt, und versucht diese nun als erstes Unternehmen flächendeckend zu füllen - „Google TV" ist das Stichwort. Ob als extra Set-Top-Box zum Anschließen an den normalen Fernseher oder als integriertes System in neuen TV-Geräten. Der Zugang zum Internet via TV soll künftig einfacher werden. Auch die klassische Fernbedienung wird überholt: Künftig soll sie über ein benutzerfreundliches Touchpad verfügen.

Noch mehr Detailreichtum

Keine störende schwere Brille auf der Nase und keine Kopfschmerzen, dafür detailreicher 3D-Genuss: Das versprechen die neuen Fernsehgeräte mit integrierter 3D-Technik ohne Brille. „Interactive Multi-View" heißt die neue Technologie. Was der Spaß kosten soll, ist aber noch nicht bekannt. Experten vermuten einen Betrag im oberen vierstelligen Bereich.

Glaubt man den Techniktrends der IFA-Aussteller, könnte HD in Zukunft von der neuen Auflösung 4K abgelöst werden. Während Full-HD über 1920 x 1080 Bildpunkte verfügt, kommt ein 4K-Bild mit 3840 x 2160 Pixel auf exakt viermal so viele. Das schlägt sich aktuell aber auch im Preis nieder. Viermal so teuer sollen diese TV-Geräte mit entsprechender Technologie sein. Wirklich sinnvoll ist eine Anschaffung im Moment aber noch nicht, da noch keine Filme beziehungsweise Abspielgeräte in dieser hohen Auflösung auf dem Markt sind.

Flacher, schneller, Tablet

Die Grenzen zwischen Laptop und Tablet verschwimmen. Immer mehr Tablets verfügen über eine ansteckbare Tastatur. So wird aus dem eher für Unterhaltungszwecke gedachten Multimediagerät mit einem Handgriff ein Arbeitsplatz. Durch die verbesserte Rechenleistung und Akkulaufzeit macht die neue Tablet-Generation vor allem den bisher beliebten Netbooks Konkurrenz. Im Smartphone-Bereich überbieten sich die Hersteller vor allem in der technischen Ausstattung der Geräte, vorgestellt wurde unter anderem ein Gerät mit einer integrierten 13-Megapixel-Kamera.

Betrachtet man die Entwicklungen der diesjährigen IFA, ist eine immer stärker werdende technische Integration erkennbar. Die früher scharf abgegrenzten Medienformen wie Fernsehen, Internet oder Telefon existieren nicht mehr für sich alleine, die Grenzen verschwimmen.

Christina Walzner

Quellen: IFA-Trends 2012

www.it-business.de
www.meedia.de
www.stern.de

VERÖFFENTLICHT AM

04. September 2012

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