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Hochschule der Medien

Bitkom-Studie

PC-Kenntnisse bei deutschen Frauen mangelhaft

Laut einer Bitkom-Umfrage stehen Frauen im Umgang mit Computern und Zubehör eher schlecht da. In der vermeintlichen Männerdomäne sind Frauen kaum vertreten. Kein Wunder, wenn es an Grundlagen hapert.

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Fast jede zweite Frau in Deutschland verfügt laut der Studie über einigermaßen gute Computerkenntnisse und knapp die Hälfte der weiblichen deutschen Bevölkerung verfügt über mittlere bis gute Kenntnisse im Umgang mit Computern. Von 29 zu vergebenen Plätzen im europaweiten Vergleich hat es Deutschland damit auf Platz 19 geschafft. Die Erhebung des Technologieverbands Bitkom ist repräsentativ, wie der Verband mitteilte.

Umgang mit Internet besonders für junge Frauen schwierig

Besonders schlecht schneiden junge Frauen ab. Dreiviertel der Deutschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren haben zwar mittlere bis gute Computerkenntnisse, im europäischen Vergleich bringt das Deutschland jedoch nur Platz 21 ein. Dateien kopieren, Drucker anschließen, Programme erstellen - Frauen sollten in der Umfrage selbst angeben, ob sie diesen Aufgaben gewachsen sind. Isländerinnen können demnach am besten mit dem PC umgehen. Knapp 75 Prozent verfügen hier über mittlere bis gute Kenntnisse. Geht es um die Internetkenntnisse, schneidet Deutschland nicht besser ab: Das Versenden von E-Mails mit Anhang oder die Suche im Internet scheint deutschen Frauen einiges abzuverlangen, denn lediglich 35 Prozent der Teilnehmerinnen verfügen über gute Internetkenntnisse.

Früh übt sich

„IT-Kompetenz ist Teil der Allgemeinbildung und muss als solche schon in der Schule vermittelt werden", äußerte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf (http://www.bitkom.org/73407_73403.aspx). Bitkom fordert daher die Einführung von Informatik als Pflichtfach in der Sekundarstufe I. Mit der Initiative „erlebe it" stellt Bitkom den Schulen IT-Experten für Informationsveranstaltungen zur Verfügung.

 

Quellen: welt.de, bitkom.org

Carolin Stäblein

VERÖFFENTLICHT AM

19. September 2012

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Medienwelt
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Gottfried Ohnmacht-Neugebauer

am 24.09.2012 um 10:53 Uhr

Zur Bitkom-Studie: vielleicht wäre auch eine andere Sichtweise möglich: vielleicht könnte man fragen, ob es handfeste Gründe dafür gibt, dass Frauen in dieser "Männerdomäne" nicht so stark vertreten sind? Hat die Computer- und Softwareindustrie es versäumt, dieses Gebiet für Frauen attraktiv zu machen? Und könnte es sein, dass es nicht bei den Frauen an Grundlagenwissen, sondern bei der Hard- und Software an Benutzerfreundlichkeit fehlt? In meinem Umfeld erlebe ich Lehrerinnen, Schülerinnen, Studentinnen und Expertinnen, die sehr souverän mit Informationstechnologie umgehen. Könnte man nicht, statt nach geschlechtsspezifischen Defiziten zu suchen, Bedürfnisse und Wünsche von Nutzern der Technologie abfragen?

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