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Hochschule der Medien

Medientage München

Umbruch in der Medienbranche

Rund 6.000 Interessierte nutzten vom 24. bis 26. Oktober 2012 die Gelegenheit, sich bei den 26. Medientagen in München über Entwicklungen und Trends am Medienmarkt auszutauschen. Unter dem Motto "Weichen stellen. Die neuen Gesetze der Medienwelt" diskutierten Experten aus Medien und Politik wichtige Veränderungen.

Auf 90 Einzelveranstaltungen wurde informiert und diskutiert, Fotos: medientage.de

Auf 90 Einzelveranstaltungen wurde informiert und diskutiert, Fotos: medientage.de

Die 27. Medientage finden vom 16. bis 18. Oktober 2013 statt.

Die 27. Medientage finden vom 16. bis 18. Oktober 2013 statt.

Als wesentlichen Faktor der Medienwirtschaft wurden Distribution und Monetarisierung von Internetinhalten herausgestellt. So geht der Trend im digitalen Zeitalter vermehrt in Richtung mobiler, interaktiver und messbarer Werbung. Online-Angebote im Bereich der Bewegtbilder sollten stärker auf hybride TV-Flachbildschirme gelangen. Problematisch an der zunehmenden Konvergenz von Fernsehen und Internet sind die damit einhergehenden Verteilungskämpfe zwischen den traditionellen Anbietern und Online-Wettbewerbern.

Digitalstrategie für Print-Branche fehlt

Desweiteren kamen Spitzenvertreter aus Medien und Politik zu dem Ergebnis, dass sich das bisherige Online-Geschäftsmodell zu stark auf die Finanzierung durch Werbung fokussiert. Um digitale Inhalte längerfristig finanzieren zu können, setzen zwar immer mehr Zeitungsverlage auf Online-Bezahlinhalte, jedoch fehlt eine erfolgreiche Gesamtstrategie. Die wachsende Bedeutung des Online-Bereichs hat auch Konsequenzen für die Redaktionen der Verlage: Viele Zeitungen orientieren sich zu stark an ihren Printausgaben und sollten gerade im Online-Journalismus nachrüsten.

Veränderungen durch Digitalisierung und Regulierung

Gerade jüngeren Zielgruppen ist eine flexible, selbstbestimmte Nutzung von Bewegtbild-Angeboten wichtig. Daher steigt die Relevanz von "on Demand"-Angeboten für den TV-Markt. Genauso gilt es für die TV-Branche Lücken an neuen Inhalten, die im Internet bereits verfügbar sind, zu schließen. Neben den Veränderungen durch die Digitalisierung steigt auch der Einfluss transnational agierender Online-Konzerne aus den USA. Aufgrund einer zu großen Regulierungsdichte und Wettbewerbsvorteilen von globalen, ausländischen Konkurrenten, fordern Vertreter des dualen Rundfunksystems in Deutschland diese Ungleichgewichte zu beseitigen. So wehren sich Rundfunkanbieter und Verlage vor allem gegen die Marktdominanz von Google. Demnach müsse das US-Unternehmen transparenter und von staatlichen Behörden stärker kontrolliert werden.

Quelle:
www.medientage.de

Lisa Messer

VERÖFFENTLICHT AM

06. November 2012

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