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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 1

Art Director, Texter, Vertoner, Cutter, Buchhalter,... Chef

In einer neuen Reihe stellt die HdM Alumni vor, die im Arbeitsleben angekommen sind. Wir möchten wissen: Wie war es damals, das Studentenleben? Und wie sieht der Arbeitsalltag heute aus? Den Beginn machen Moritz Rudolph und Jens Kilian. Gemeinsam gründeten sie die Agentur "Kniff".

HdM-Alumni Moritz Rudolph (links) und Jens Kilian (rechts) sind erfolgreiche Gründer und Geschäftsführer der "Kniff"-Projektagentur in Stuttgart.

HdM-Alumni Moritz Rudolph (links) und Jens Kilian (rechts) sind erfolgreiche Gründer und Geschäftsführer der "Kniff"-Projektagentur in Stuttgart.

Moritz Rudolph und Jens Kilian lernten sich während ihrer Vorlesungen an der HdM kennen. Beide studierten Medienwirtschaft und beiden war schnell klar, dass sie einmal selbstständig und mit bewegten Bildern ihr Geld verdienen wollten. Der Plan ging auf. 2009 gründeten sie die Agentur „Kniff". Mit 3 festen und 26 freien Mitarbeitern stellen sie Imagefilme, Reportagen Berichterstattungen, Live-Reportagen und Werbespots her. In ihrem Büro in Stuttgart arbeiten sie konzeptionell, sind Texter, Vertoner, Cutter, Buchhalter, Personalmanager und Geschäftsführer. Als Kameramänner sind sie weltweit unterwegs.

Alumni-Sprechstunde mit...

Namen: Moritz Rudolph und Jens Kilian
Alter:
26 und 27
Studiengänge an der HdM:
Medienwirtschaft/Electronic Media (bis 2009/2012)
Thema der Abschlussarbeiten:
"Analyse der Bewegtbildangebote regionaler Tageszeitungen" (Rudolph), "Entwicklung von Strategieparametern für die Bewegtbildkommunikation von Unternehmen" (Kilian)
Stationen nach der HdM:
Selbstständig mit der "Kniff"-Projektagentur
Heutige Berufsbezeichnung: Geschäftsführer, Bewegtbildredakteur, Videojournalist, Art Director

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Studenten?
Moritz Rudolph: Das ist doch de facto ein Tag, den es gar nicht gibt. Erst kommt die letzte Klausur, dann die letzte Hausarbeit, die letzte Präsentation und irgendwann die vielleicht letzte Abschlussarbeit und der letzte Tag in der Bib, die letzte durchgemachte Nacht mit einem Schreibtisch voller Bücher, der letzte Tag vor der Abgabe, der letzte offizielle Tag als Student und - ja - dann kommt sicher bald die Exmatrikulation noch lange vor dem Abschlusszeugnis. Wenn nicht schon geschehen, gibt es dann noch die offizielle Verabschiedung. Zurück bleibt die Frage: Wann hört man auf, ein HdM-Student zu sein?
Jens Kilian: An einen letzten Tag kann ich mich nicht richtig erinnern. Es war eher ein schleichender Prozess im letzen Jahr an der HdM.

HdM: Und wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Moritz Rudolph: Verschlafen.
Jens Kilian: Nach der Abgabe ist vor der Abgabe. Es folgt ja immer irgendetwas. Allerdings ist es natürlich auch sehr befreiend.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Moritz Rudolph: Beim studentischen Fernsehen "stufe" (www.stufe-tv.de) - damals noch als studentisches Projekt.
Jens Kilian: Ich habe sehr oft das Labor der Medienwirtschafter aufgesucht, auch wenn es nicht der schönste Raum ist.

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus?
Jens Kilian: Ein schönes Büro mit Garten ist unsere Basis. Sonst überall dort, wo unsere Kunden und Projekte sind.
Moritz Rudolph: Wie sind mobil und können eigentlich fast überall arbeiten.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Moritz Rudolph:
Aufwachen, auf den Wecker schauen ("Shit, verpennt"), duschen, los...
Jens Kilian: Und danach irgendwie über die erste Stunde kommen. Ich muss gestehen, dass da der Laptop in der Vorlesung helfen kann.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Moritz Rudolph: Aufstehen, E-Mails checken, Kaffee trinken - wenn genug Zeit ist.

HdM: Wer waren Ihre Lieblingsprofs an der HdM und warum?
Moritz Rudolph:
Prof. Dr. Lutz Lichtenau, weil der selbst Menschen mit wenig Liebe zur Mathematik dazu bringen konnte, gern in die Vorlesung zu gehen, inklusive Lerneffekt und Unterhaltung.
Jens Kilian: Ich würde nur ungern einen herauspicken. Einige, die mir besonders in Erinnerung bleiben werden, sind Prof. Eckhard Wendling, Prof. Harald Eichsteller, Prof. Dr. Michael Weißhaupt und Prof. Dr. Boris Kühnle.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Moritz Rudolph: Neben Lutz Lichtenau? So einige denkwürdige Vorlesungen, auf verschiedenste Art und Weise....
Jens Kilian:
Die Vorlesungen von Herrn Prof. Dr. Lichtenau sind legendär und die von Herrn Prof. Wendling sind auf einem guten Weg dorthin. Vor allem, wenn er aus dem Nähkästchen über Filmproduktionen erzählt.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Moritz Rudolph: Das Thema der Abschlussarbeit besser eingrenzen.
Jens Kilian: Eigentlich war es ganz in Ordnung, wie ich es gemacht habe. Vielleicht würde ich noch in einem Gremium mitarbeiten, um mitzuentscheiden, wie die HdM sich entwickelt.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Moritz Rudolph:
Immer an mehr als einem Projekt. Zurzeit sind das zum einen ein Produktvideo über den Serviceroboter Care-O-bot und zum anderen ein Video für die Hilfsorganisation „Care", worin diese für ihr Bildungsprojekt in Sambia wirbt.
Jens Kilian: Meine Arbeitsschwerpunkte liegen gerade auf zwei größeren Projekten: Einem umfangreichen Videoprojekt für die Südwestdeutsche Medien Holding, das über die Zukunft der Verlagshäuser berichten soll und einem Buchprojekt über die Genussregion Stuttgart.

 

Katharina Großwendt

VERÖFFENTLICHT AM

21. November 2012

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