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Karrierenetzwerke

Warum Whisky kein Vorzeigehobby ist

Karrierenetzwerke können bei der Suche nach einem neuen Job oder neuen Geschäftspartnern hilfreich sein, doch bergen sie auch Gefahren. Wir stellen euch heute die Netzwerke LinkedIn und XING vor und geben Tipps, damit die Karriere keinen virtuellen Beinbruch erleidet.

Zur Detailansicht Karrierenetzwerke können der Karriere helfen, Foto: Gerd Altmann / Pixelio.de

Karrierenetzwerke können der Karriere helfen, Foto: Gerd Altmann / Pixelio.de

Mit Karrierenetzwerken können Mitglieder leichter neue Geschäftskontakte knüpfen oder bestehende pflegen. Arbeitslose und Angestellte können nach neuen Jobs oder Möglichkeiten und umgekehrt können Unternehmen nach neuen Arbeitnehmern oder Geschäftspartnern suchen. Für Freiberufler und Selbstständige eignen sich solche Portale, um schneller neue Aufträge zu akquirieren. Auch helfen sie, Gleichgesinnte und Experten zusammenzubringen und deren Austausch untereinander zu vereinfachen.

Die beiden führenden Karrierenetzwerke sind LinkedIn und XING. LinkedIn wurde 2003 in Kalifornien gegründet und hat weltweit über 175 Millionen Mitglieder. Bekannter in Deutschland ist aber XING, das im gleichen Jahr in Hamburg gegründet wurde und über zwölf Millionen Nutzer hat. Davon kommen über 5,5 Millionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer gerne im Ausland arbeiten will oder bevorzugt nach Kontakten in die USA sucht, sollte sich bei LinkedIn anmelden, denn das Netzwerk ist internationaler.

Basis-Mitgliedschaft reicht aus

Auf einem Karrierenetzwerk können Mitglieder in ihrem Profil angeben, was sie für potentielle Arbeitgeber zu bieten haben und wonach sie suchen. Dazu können sie auch ihren Lebenslauf mit Angaben zur Ausbildung, zum beruflichen Werdegang und zu den Qualifikationen hinterlegen. Persönliche Angaben und ein Foto runden das Profil ab.

Die Basis-Mitgliedschaft ist bei beiden Netzwerken kostenlos. Mit einer Premium-Mitgliedschaft bei XING ab 5,55 Euro im Monat kann der Nutzer sehen, wer sein Profil angesehen hat und andere Profile umfassend durchsuchen. Bei LinkedIn kostet eine erweiterte Mitgliedschaft zwischen 14 und 53 Euro im Monat, je nach Modell. Die Basismitgliedschaft reicht in der Regel für den Einstieg aus, eine erweiterte Mitgliedschaft ist eher bei einer zunehmenden Nutzung zu empfehlen.

Vorsicht vor Stolperfallen

Damit die Jobsuche über Karrierenetzwerke erfolgreich verläuft, sollten mögliche Stolperfallen vermieden werden: Zu viel Privates und die Angaben von manchen Hobbies wie zum Beispiel "Whisky" können schnell negativ ausgelegt werden. Auch sollten sich Nutzer mit seriösen Profilfotos und nicht mit Partyfotos präsentieren. Zudem sind Stichpunkte einprägsamer als lange Selbstbeschreibungen. Vorsicht ist auch bei der Beteiligung in Gruppen oder Foren geboten, damit der zukünftige Chef nicht denkt, dass ein Nutzer zu viel Arbeitszeit mit dem Surfen auf Netzwerken verschwendet.

Wichtig ist ebenfalls, die Profileinstellungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Bei XING kann beispielsweise die Kontaktliste für Profilbesucher unzugänglich gemacht werden. Dadurch können potentielle Arbeitergeber nicht sehen, mit wie vielen Unternehmen ein Nutzer in Verbindung steht. Hat ein Mitglied ein ansprechendes Unternehmen gefunden, sollte es aktiv werden: Weil E-Mails schnell untergehen, ist es besser, anzurufen oder Termine auszumachen. Im Idealfall überzeugt das eigene Nutzerprofil aber auch so und wird von einer Führungskraft einem Unternehmen empfohlen.

Quellen:
http://www.fr-online.de
http://www.news.de

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

03. Dezember 2012

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