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Nachruf

Good Bye J.R.

Ein Weltstar ist tot: Larry Hagman ist am Freitag im Alter von 81 Jahren nach jahrelanger Krebserkrankung verstorben. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine Rollen als Major Anthony Nelson in „Bezaubernde Jeannie“ und als Fiesling J.R. Ewing in der Kult-Serie „Dallas“.

Dallas-Kultstar Larry Hagman, Foto: dpa

Dallas-Kultstar Larry Hagman, Foto: dpa

Hagman wurde am 21.September 1931 in Fort Worth (Texas) geboren. Als Sohn einer Schauspielerin, wurde ihm sein Talent geradezu mit in die Wiege gelegt. Nachdem er einige Zeit in London verbrachte, kehrte er Mitte der 50er Jahre nach Amerika zurück.

Erst Hollywood und dann die Welt

Mit seiner Rolle als Astronaut Nelson in der Serie „Bezaubernde Jeannie" gelang Hagman in den 60er Jahren der Durchbruch in Hollywood. Weltweite Bekanntheit erreichte er dann 1978 als Ölbaron J.R. Ewing in „Dallas". Er verkörperte einen der größten Bösewichte in der Geschichte des Fernsehens und lebte die Serie von der ersten bis zur letzten Folge. 2012 wurde die Serie fortgesetzt, dieses Mal mit Fokus auf die Nachkommen des Ewing-Clans. Hagman erhielt zahlreiche Gastauftritte. Ihm zu Ehren pausierten am Montag die Dreharbeiten zu den aktuellen Folgen.

In den letzten Jahren spielte er unter anderem in „Desperate Houswives" mit, nahm in einem Werbespot eines Herstellers für Solaranlagen seine Dallas-Serienfigur J.R. und die Ölwirtschaft auf den Arm und spielte in zwei Kinofilmen mit. In einem davon („Nixon" von Oliver Stone 1995) stellte er einen Ölmulti dar.

Ein Exzentriker, wie er im Buche steht

Einige Charakterzüge seiner Serienfigur konnte Hagman auch im realen Leben nicht ganz ablegen. Sein jahrelanger, enormer Alkoholkonsum führte 1995 zu der Diagnose Leberkrebs. Fortan ließ er das Trinken und Rauchen bleiben, bekam sogar eine neue Leber. Schauspiel-Kollegin Linda Grey (die Sue Ellen in Dallas) beschreibt ihn als kreativ, liebevoll, lustig und begabt. In seiner Heimat Malibu war er dafür bekannt, Polonaisen am Strand anzuführen und in einem Gorilla-Kostüm im Supermarkt einkaufen zu gehen. Sein Haus schmückte eine Flagge mit der Aufschrift: „Das Leben ist ein Fest." Getreu seinem letzten Willen wird seine Asche an verschiedenen Orten verstreut.

 

Quellen: www.spiegel.de, www.bild.de

Carolin Stäblein

VERÖFFENTLICHT AM

27. November 2012

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