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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Lern- und Arbeitsorte vorgestellt

Hier büffelt es sich am besten

Die Prüfungen sind nah und Studenten der Hochschule der Medien (HdM) büffeln. Der eine lieber am Schreibtisch zu Hause, der andere geht bevorzugt an einen neutralen und aufgeräumten Ort auswärts. Wir wollen wissen: Wo lernt die HdM und wo lernt es sich am besten? Dafür haben wir elf Lernorte in Stuttgart genauer betrachtet.

1. In einer WG

Wer zu Hause lernt, muss ein Genie in Selbstorganisation sein. Er muss die zwei schmutzigen Teller im Spülbecken genauso vergessen können wie den Kleiderschrank, den man dringend einmal wieder ausmisten müsste. Und dann sind da noch die Mitbewohner. Gemeinsam Kaffeetrinken und sich dabei Verquatschen? Hat man es sich dann einmal am eigenen Schreibtisch mit Literatur, Karteikärtchen und Laptop gemütlich gemacht, spricht viel für das Lernen zu Hause: Das Outfit ist egal, gelernt werden kann auch in Schlafanzughose und mit ungekämmten Haaren. Mitbewohner, die auch lernen müssen, können ungemein motivierend sein. Und wenn der Zimmernachbar seine Boxen aufdreht, gibt es immernoch Ohrstöpsel aus dem eigenen Badezimmerschrank.

2. Zu Hause alleine

Wer alleine wohnt, muss ähnlich wie in einer WG diszipliniert sein und darf sich nicht leicht ablenken lassen. Viele Alleinwohner sagen, dass ihre Wohnung noch nie so ordentlich und geputzt war, wie während der Prüfungszeit. Gerade diese Ordnung und Ruhe sind die großen Pluspunkte des Lernens in den eigenen vier Wänden. Wer sich nicht leicht von sich selbst ablenken lässt, der kann zu Hause in seinem eigenen Rhythmus lernen und Störfaktoren ausschließen.

3. Die Bibliothek in der Nobelstraße

Wer absolute Ruhe beim Lernen sucht, der ist hier falsch. Die Bibliothek ist zu klein, um die Gespräche am Service nicht mit zu verfolgen. Die Bibliothek ist laut. Denn ihre Besucher unterhalten sich in voller Lautstärke. Pluspunkt der Bibliothek sind die großen Fenster. Dadurch wirkt sie hell und freundlich. Ergattert man einen Platz direkt am Fenster, fühlt man sich beim Lernen fast ein bisschen wie mitten in der Natur und kann sich von den Vorbeigehenden ablenken lassen. Weiterer Pluspunkt sind die verlängerten Öffnungszeiten. Die Bibliothek ist seit Kurzem montags bis freitags von 9 bis 20.30 Uhr geöffnet.

4. Tische vor der S-Bar (HdM, Nobelstraße)

Hier ist es bunt, der Kaffeeautomat liegt in der Nähe, die Kommilitonen laufen vorbei, aus der S-Bar schallt Musik und ab und zu spielt auf der Treppe über den Tischen jemand am Klavier. Konzentration: Fehlanzeige. Für Gruppenarbeiten, in denen es quirlig zugehen und die Ideen sprudeln sollen oder aber für einen letzten Blick in die Aufschriebe, kurz vor der Klausur, ist der Ort trotzdem gut gewählt.

5. Tische vor dem Convergent Media Center (HdM, Nobelstraße)

Zu manchen Zeiten lernt man hier ganz alleine. Ab und zu sitzen andere, manchmal auch Kleinstgruppen im ersten Stock der HdM vor den Räumen des Convergent Media Centers. Der Raum ist durch eine Glastür vom Trubel im Foyer abgeschirmt. Damit werden die Tische zu einer kleinen Oase im HdM-Trubel. Nachteil sind die harten Stühle, auf denen man nicht lange sitzen kann. Außerdem gibt es nur etwa sechs Stühle, was den Lernort zwar ruhig macht, aber man Glück braucht, einen Platz zu bekommen.

6. Das Learner Lab (HdM, Wolframstraße)

Das Learner Lab in der Wolframstraße ist ein Teilbereich der Bibliothek im zweiten Stock des Hauptgebäudes. In dem sehr hellen Raum können dank Stellwänden Arbeitsbereiche individuell eingerichtet werden. Pluspunkte sind die technische Ausstattung wie Monitore und Flipcharts sowie die bequemen Sitzmöglichkeiten. Ein Nachteil ist die oft hohe Lautstärke im Raum. Deshalb eignet sich das Lerner Lab vor allem für Gruppenarbeiten.

7. Der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss (HdM, Wolframstraße)

Im Aufenthaltsraum im Erdgeschoss herrscht vor allem in den Pausen ein enormer Geräuschpegel. In den Semesterferien oder aber während den Vorlesungen eignet sich der Aufenthaltsraum gut für Gruppenarbeiten. Der Vorteil ist die Gemütlichkeit des Raumes, die auch durch das Sofa entsteht. Für ein konzentriertes Dauerlernen ist der Raum nicht geeignet. Wer sich in der Gruppe oder alleine neue Ideen holen will, auf den wirkt der Raum inspirierend. Auch durch die Kommilitonen, die man hier auf alle Fälle wieder trifft.

8. Die Bibliothek in der Wolframstraße

Die Bibliothek befindet sich auf der anderen Seite des Learner Labs und ist einer der ruhigsten Plätze am Standort der HdM in der Wolframstraße. Sie ist hell und man sitzt in der Nähe der Literatur. Nachteil sind die Lüftungsgeräusche, die sensible Lerner stören könnten. In der Bibliothek gibt es ein sehr bequemes rotes Sofas für kleine Denkpausen zwischendurch und einen modernen Glastisch. Ein weiterer Nachteil: Im digitalen Zeitalter könnten etwas mehr Steckdosen vorhanden sein. Durch seine Ruhe ist ein Arbeitsplatz in der Bibliothek gut für Einzelarbeiter geeignet.

9. Bibliothek des Instituts für Auslandsbeziehungen (Charlottenplatz 17)

Ein Geheimtipp ist die Bibliothek des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) zwischen Charlotten- und Karlsplatz, mitten in der Stuttgarter Innenstadt. Sie ist wahrscheinlich die ruhigste Bibliothek in Stuttgart. Computerarbeitsplätze und ein heller Lesesaal sind ideal für konzentriertes Arbeiten. Zusätzlicher Pluspunkt: Inspirationsquellen sind 1.100 Zeitschriften aus der ganzen Welt und 427.000 Bände zu den Themen Auswärtige Kulturpolitik, Internationale Kulturbeziehungen, Interkulturelle Kommunikation, Nationale Stereotypen, Austauschforschung, Migrationsforschung und Deutschsprachige Bevölkerungsgruppen im Ausland. Aufmerksame Bibliothekarinnen helfen bei der Literaturrecherche. Nachteil der kleinen Bibliothek sind die kurzen Öffnungszeiten (montags geschlossen, dienstags, donnerstags und freitags von 13 bis 18 Uhr und mittwochs von 10 bis 19 Uhr).

10. Design Center Stuttgart (Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19)

Im Haus der Wirtschaft, ganz in der Nähe der Theodor-Heuss-Straße, befindet sich das Design Center und die daran angeschlossene Design Bibliothek. In ihr gibt es Buchbestände rund um das Thema Design und Arbeitsplätze. Diese sind ein guter Tipp für alle Designliebhaber. Denn nicht nur die Literatur beschäftigt sich mit Design. Die Tische, Stühle, Lampen und natürlich die mit Designklassikern gefüllten Bücherregale schaffen ein Wohlfühlklima. Wer sich nicht von Michael Thonet, Philippe Starck und Co ablenken lässt, für den bietet die Design Bibliothek garantiert Lernabwechslung.

11. Bibliothek am Mailänder Platz

Die Bibliothek am Mailänder Platz ist groß und wahrscheinlich der aufregendste Lernort. Hier findet man alles, ihre Architektur ist spannend und Kaffee und Aussicht im obersten Stock sind großartig. Eines sind die Arbeitsplätze am Mailänder Platz leider nicht: ruhig. Die Tische und Stühle stehen alle umringt von Bücherregalen. Kein Wunder, dass sich ständig Besucher hinter oder vor dem Lernenden vorbeidrängen. Dabei zu einer konzentrierten Ruhe zu kommen, fällt schwer.

Katharina Großwendt

VERÖFFENTLICHT AM

21. Januar 2013

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