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Hochschule der Medien

Engagement bei Jugendlichen

Generation "Who cares?"

Obwohl das freiwillige Engagement unter Jugendlichen rückläufig ist, können sich viele vorstellen, sich stärker einzubringen. Die Kluft zwischen Bereitschaft und tatsächlichem Engagement ist groß. Darüber, wie es um das Engagement von Jugendlichen in Deutschland bestellt ist, haben prominente Gäste und jugendliche Teilnehmer bei der Veranstaltung CONMEDIA an der Hochschule der Medien in Stuttgart diskutiert.

CONMEDIA 2013
(Fotos: Hannes Buchwald, HdM)

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Zur Detailansicht Moderatorin Franziska Kühnert befragt das Publikum (Fotos: Hannes Buchwald, HdM)

Moderatorin Franziska Kühnert befragt das Publikum (Fotos: Hannes Buchwald, HdM)

Zur Detailansicht Besucher der CONMEDIA 2013

Besucher der CONMEDIA 2013

Zur Detailansicht Dr. Florian Langenscheidt im Gespräch

Dr. Florian Langenscheidt im Gespräch

Zur Detailansicht Titus Dittmann mit Moderatorin Franziska Kühnert

Titus Dittmann mit Moderatorin Franziska Kühnert

Zur Detailansicht Gäste und Organisationsteam der CONMEDIA 2013

Gäste und Organisationsteam der CONMEDIA 2013

Verleger Dr. Florian Langenscheidt, die Skateboard-Legende Titus Dittmann, der Soziologe Dr. Marc Calmbach und der Comedian Özcan Cosar zählten zu den Gesprächspartnern von Moderatorin Franziska Kühnert vom Institut für Moderation der HdM. Kernfragen auf der Bühne, als Jugendzimmer inszeniert, waren etwa, ob es die „Null-Bock-Generation" gibt, ob eine Gesellschaft ohne jugendliches Engagement bestehen kann und was Menschen motiviert, sich freiwillig zu engagieren

Streben nach Glück

Für Dr. Florian Langenscheidt, Initiator des gemeinnützigen Vereins Children for a better world, ist die Motivation das Streben nach Glück. Eine Gesellschaft ohne Engagement sei unvorstellbar. Mit seiner Stiftung unterstützt Langenscheidt das Engagement von Kindern und Jugendlichen und ist überzeugt, dass man mehr fürs eigene Glück tut, wenn man anderen hilft. Dennoch könne man nicht pauschal sagen, dass Helfen nur Glückshormone freisetzt.

Ein von Children for a better world e.V. subventioniertes Projekt ist der von der Sindelfinger Gottlieb-Daimler-Schule 1 gegründete Verein futuRoma. Der Vorstand, David Armbruster, leistet Roma-Familien in Mazedonien Hilfe, obwohl sich dadurch sein Studium in die Länge zieht. Auch ihn macht sein Engagement glücklicher als „Geld und Zeit".

Die Skateboard-Legende Titus Dittmann versucht mit dem Projekt Skate-aid nationale und internationale humanitäre Kinder- und Jugendprojekte zu fördern. Dass er dabei nicht nur selbstlos handelt, gibt er offen zu. Dittmann ist überzeugt, dass die große Kluft zwischen denen, die sich gerne engagieren, und denen, die es tatsächlich tun, verkleinern kann, indem man den Menschen klarmacht, was sie davon haben.

Generation „WHO Cares?"

Dass man auch ohne viel Geld helfen kann, weiß die Schülerin Annaick Geissel von den Jusos Stuttgart. Sie versucht etwas gegen die Politikverdrossenheit der Jugend zu unternehmen und will junge Leute parteiunabhängig an die Wahlurnen bringen. Beim sozialen Arbeitskreis (SAK) Vaihingen kommen Jung und Alt zusammen: Schüler unterrichten Senioren in Schulfächern und anderen Bereichen. Für die Senioren der SAK ist das „Null-Bock-Gerede" Quatsch. Das Gegenteil sei der Fall.

Für Dr. Marc Calmbach, Soziologe am Sinus Institut und Absolvent der HdM, bleibt in Zeiten von G8, Ganztagsschule und Bachelor-Studium selten Zeit für freiwilliges Engagement. Man müsse verstärkt auf die jungen Menschen eingehen: „Wenn man Jugendliche bewegen will, muss man wissen was die Jugend bewegt."

Soziale Ungleichheit

Unter sozial- und bildungsbenachteiligten Jugendlichen ist Engagement eher gering. Comedian Özkan Cosar, selbst in einem sozialen Brennpunkt aufgewachsen, findet dass viele Jugendliche dort nicht wissen, wie sie helfen können, da sie keine Anlaufstelle haben. Breakdance ermöglichte ihm eine neue Perspektive. Deshalb gibt der ehemalige deutsche Meister Jugendlichen heute kostenlosen Tanzunterricht.

Von Studenten auf die Beine gestellt

Konzipiert und umgesetzt wurde die Veranstaltung CONMEDIA von Studenten des Bachelor-Studiengangs Medienwirtschaft und des Master-Studiengangs Elektronische Medien der HdM. Neben den rund 250 anwesenden Gästen verfolgten zahlreiche Zuschauer die Veranstaltung live auf der CONMEDIA-Webseite. Die Fortsetzung folgt im Januar 2014.

VERÖFFENTLICHT AM

17. Januar 2013

KONTAKT

Prof. Stephan Ferdinand

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2256

E-Mail: ferdinand@hdm-stuttgart.de

Mario Essl
E-Mailme052@hdm-stuttgart.de

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