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Filmautos

"Paw! Bam! Boom! Zoom!"

Sie schrieben Geschichte: Das Batmobil, der DeLorean und K.I.T.T. Jetzt noch faszinieren die Zuschauer die berühmtesten Autos aus der Film- und Fernsehgeschichte. Erst kürzlich wurde das Batmobil von 1966 für 4,2 Millionen US-Dollar verkauf. Was ist so besonders an diesen Autos?

Zur Detailansicht Das Batmobil, Foto: © Jennifer Graylock/Ford Motor Company (Wikimedia.org)

Das Batmobil, Foto: © Jennifer Graylock/Ford Motor Company (Wikimedia.org)

Zur Detailansicht Ein Nachbau vom sprechenden K.I.T.T., Foto: © Sippel2707/de.wikipedia.de (Wikimedia.org)

Ein Nachbau vom sprechenden K.I.T.T., Foto: © Sippel2707/de.wikipedia.de (Wikimedia.org)

Das Original-Batmobil von Superheld Batman ist das älteste und berühmteste Filmauto. Der fast sechs Meter lange Cabrioschlitten ist überzogen mit schwarz-glänzendem Lack und besticht durch die großen Fledermausflügel. Wer die Comics und Filme kennt, weiß was das Batmobilkann: Ein Helikopter im Kofferraum, Düsenantrieb, Bremsfallschirme oder die Fernsteuerung für das Superhelden-Fahrzeug machen es einzigartig. In nicht einmal drei Wochen baute George Barris 1966 das Auto: "In der Comic-Vorlage stand, dass dieses Auto Paw!, Bam!, Boom! und Zoom! machen soll und daran haben wir uns gehalten."

George Barris, der "King of Kustom", wie er sich selbst nennt, hat in seinen fast 90 Lebensjahren zahlreiche berühmte Autos geschaffen. Dazu zählen zum Beispiel "The Koach" aus der Serie "The Munsters", ein etwa 5,5 Meter langer Wagen, der durch die vier Sitzbänke und die aufwendige Motorkonstruktion auffällt. Oder "The Golden Sahara", ein Hightech-Wagen, der unter anderem 1959 beim Dreh der Cinderella-Verfilmung war. Er hatte allein fünf Wege der elektronischen Lenkung wie Taster, Fernbedienung oder Sprachsteuerung und Zusatzgeräte wie Stereoanlage, Plattenspieler oder TV. Verziert wurde das Gefährt mit 24 karätigem Gold.

"Ein Auto, ein Computer, ein Mann"

Auch eine Erfindung von Barris war K.I.T.T., das durch die US-Actionserie Knight Rider der 1980er Jahre zum Kult wurde. Bereits im Intro der Serie wurde die Dimension des Wagens klar: "Er kommt - Knight Rider - Ein Auto, ein Computer, ein Mann." Zusammen mit Fahrer Michael Knight kämpfte K.I.T.T. gegen das Unrecht und konnte durch seine Fähigkeiten immer wieder als Held an Knights Seite wirken. Der schnittige Sportwagen konnte denken, sprechen, selbst fahren. Er verfügte über zahlreiche weitere Funktionen mit denen er zum Beispiel bis zu 480 Kilometern pro Stunde fahren oder andere elektronische Geräte kontrollieren und steuern, Geräusche nachahmen oder Gespräche abhören konnte.

Ähnlich futuristisch ist der DeLorean aus der Science-Fiction-Triologie "Zurück in die Zukunft", die ab Mitte der 1980er Jahre gedreht wurde. Der matt-glänzende und kantige Sportwagen wurde durch seine Flügeltüren zu einem Blickfang. Dr. Emmett L. Brown verwandelte die rostfreie Karosse in eine Zeitmaschine. Damit Zeitreisen möglich wurde, baute er den kastenförmigen Fluxkompensator an die Rückwand der Sitzbank. Im Dezember 2011 wurde der Wagen verkauft und brachte über eine halbe Million US-Dollar.

Von "Herbie" zu "Manta Manta"

Neben diesen drei Kult-Fahrzeugen haben es aber nicht nur Sportflitzer zu großer Bekanntheit geschafft. Mit viel Charme rollte sich der schnuckelige, perlweiße VW-Käfer namens Herbie in die Herzen der Zuschauer. Herbie war ein Auto mit einer eigenen Persönlichkeit samt menschlichen Zügen und wurde zum Hauptdarsteller vieler Filme, wie zum Beispiel "Ein toller Käfer" von 1968, "Herbie groß in Fahrt" von 1974, "Herbie dreht durch" von 1980 oder "Ein toller Käfer kehrt zurück" von 1997.

Nicht zu vergessen sind die vielen Autos, die erst durch Filme berühmt geworden sind. Dazu gehören der rote und schnittige Ferrari 308 GTS, den Privatdetektiv Thomas Magnum in der Kult-Krimi-Serie "Magnum" in den 1980er Jahren fuhr oder der Aston Martin, mit dem Geheimagent James Bond in den Filmen "Goldfinger", "Feuerball", "Golden Eye" und "Casino Royale" zu sehen war. Fehlen darf auch nicht der Opel Manta, der getunet, tiefergelegt und mit Fuchsschwanz an der Antenne von seinen Macho-Fahrern in Cowboystiefeln in den 1991 erschienenen Filmen "Manta Manta" und "Manta - Der Film" durch die Gegend gefahren wurde. Egal ob protzig, cool, süss oder zukunftsweisend - die Variationen der Filmautos kannten und kennen kein Ende.

Quellen:
www.faz.net
www.barris.com
www.autobild.de
www.wikipedia.de

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

04. Februar 2013

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