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Hochschule der Medien

Fernsehstars über 65

Besser als nix tun

Dank dem Fernsehen haben sie es zum Kultstatus geschafft: Frank Elstner, Dieter Hildebrandt, Guido Knopp und viele mehr. Doch was macht die Ü-65-Generation heute? Eine Auswahl an bekannten TV-Gesichtern aus dem deutschen Funk und Fernsehen zeigt, dass die Rentner noch ziemlich rüstig sind.

Guido Knopp, Foto: Richardfabi / Wikimedia.org

Guido Knopp, Foto: Richardfabi / Wikimedia.org

Dieter Hildebrandt, Foto: Elke Wetzig / Wikimedia.org

Dieter Hildebrandt, Foto: Elke Wetzig / Wikimedia.org

Frank Elstner, Foto: Thomas Richter / Wikimedia.org

Frank Elstner, Foto: Thomas Richter / Wikimedia.org

Ulrich Wickert, Foto: Ralf Roletschek / Wikimedia.org

Ulrich Wickert, Foto: Ralf Roletschek / Wikimedia.org

Dieter Thomas Heck, Foto:Das blaue Sofa / Club Bertelsmann / Wikimedia.org

Dieter Thomas Heck, Foto:Das blaue Sofa / Club Bertelsmann / Wikimedia.org

Armin Mueller-Stahl, Foto: Mathias Schindler / Wikimedia.org

Armin Mueller-Stahl, Foto: Mathias Schindler / Wikimedia.org

Hannelore Elsner, Foto: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann / Wikimedia.org

Hannelore Elsner, Foto: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann / Wikimedia.org

Christiane Hörbiger, Foto: Tsui / Wikimedia.org

Christiane Hörbiger, Foto: Tsui / Wikimedia.org

Fernsehhistoriker Guido Knopp: Der Umstrittene

Erst seit Anfang Februar 2013 ist Fernsehhistoriker Guido Knopp im Ruhestand. Nicht unbedingt freiwillig hörte der Publizist auf, aber nach dem 65. Geburtstag ist beim ZDF offiziell Schluss. Knopp wurde durch die ZDF-Sendung "Zeitgeschichte" bekannt, die er 1984 begründet hat. Zahlreiche zeitgeschichtliche Fernsehreihen und Dokumentationen, vor allem über den Nationalsozialismus, entstanden daraus. Doch für seine emotionalisierenden und verharmlosenden Zeitzeugeninterviews wird er von Kollegen oft kritisch beäugt. Kein Grund für ihn sein Hobby zu beenden, eher im Gegenteil: Jetzt will er seine Autobiographie mit dem vorläufigen Arbeitstitel "Meine Geschichte" schreiben.

Kabarettist Dieter Hildebrandt: Der Störenfried

Eine Kult-Figur im deutschen Fernsehen ist auch Dieter Hildebrandt: Der 1927 geborene Kabarettist, Schauspieler und Buchautor etablierte zum Beispiel die ARD-Kabarettsendung "Scheibenwischer", die zwischen 1980 und 2008 ausgestrahlt wurde. Seit 2010 ist er bundesweit mit seinem Solo-Programm "Ich kann doch auch nichts dafür" unterwegs. 2012 spielte er in der Komödie „Zettle“ mit und Ende März 2013 soll die erste Sendung seines neuen Internet-TV-Projekts "stoersender.tv" über das Finanzsystem online gehen. Etwa 20 Sendungen will er pro Jahr produzieren. "Gestört wird durch diese Kampagnenplattform jeder, der sich dafür aufdrängt." Ans Aufhören denkt Hildebrandt also noch lange nicht.

Entertainer Frank Elstner: Der Lustige

Ebenfalls unvergessen ist und bleibt Frank Elstner: Der 80-jährigeFernsehmoderator startete seine Karriere mit 26 Jahren als er Co-Moderator der Spielshow "Spiel ohne Grenzen" wurde. Berühmte wurde er durch die Erfindung und Moderation der erfolgreichsten europäischen Show "Wetten, dass..?". In den 1990ern moderierte er sich mit der Quizsendung "Jeopardy!" und der Spielshow "Aber Hallo" fleißig weiter in die Herzen der Zuschauer. Mittlerweile ist es sehr ruhig um ihn geworden, allerdings sieht und hört man ihn noch jeden Samstagabend in der SWR-Talkshow „Menschen der Woche“.

Fernsehjournalist Ulrich Wickert: Der Charmante

Der 1942 geborene Uli Wickert entdeckte bereits als 14-Jähriger seine Begeisterung für den Journalismus. Nach seinem Politik-Studium in Bonn arbeitete in den 1970ern als Außenkorrespondent in Washington und New York, ab 1984 leitete er das ARD-Studio in Paris. Dem breiten Publikum wurde er als "Erster Moderator" der ARD-Nachrichtensendung "tagesthemen" bekannt. Zwischen 1991 und 2006 brannte sich bei den Zuschauern neben seinem Gesicht sein Abschiedsgruß  "und eine geruhsame Nacht" ein. Mittlerweile moderiert er nur noch jeden ersten Sonntag im Monat die NDR-Sendung "Wickerts Bücher".

Schlagerstar Dieter Thomas Heck: Der Vielseitige

"Mister Hitparade" wird der 1937 geborene Dieter Thomas Heck auch genannt: Von 1969 bis 1984 moderierte er die ZDF-Hitparade, die in den 1970er und 1980er Jahren eine der wichtigsten Musiksendungen war. Singen kann Heck auch selbst, bereits 1961 zeigte er beim Vorentscheid des heutigen Eurovision Song Contests sein Können. Daneben betätigte sich der Moderator als Schauspieler, zuletzt war er 2010 in dem Film "C.I.S. – Chaoten im Sondereinsatz" zu sehen und im Januar 2013 wurde der Kurzfilm "Drang nach" präsentiert, in dem er den alten Mann spielt. Auch als Werbefigur probierte er sich schon: 2012 warb er zusammen mit dem PETA Deutschland-Verein für die Adoption von Haustieren.

Schauspieler Armin Mueller-Stahl 1930: Der Begabte

Er ist ein Weltstar: Armin Mueller-Stahl ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Anerkennung für seine über 120 Filmrollen erhielt der 82-Jährige in der DDR, BRD und in Hollywood. Mit 30 Jahren begann er seine Karriere mit Filmrollen in "Flucht aus der Hölle" und "Fünf Patronenhülsen". Zuletzt spielte er 2009 in "Illuminati" und "Leningrad" mit. Daneben arbeitete er als Musiker, Maler und Schriftsteller. Zum Malen kam er vor allem während der Drehpausen an Filmsets. Seine gegenständlich-expressiv gemalten Kunstwerke zeigen oftmals Menschen in Portraits. Zuletzt konnten 2012 über 140 Zeichnungen, Grafiken und Gemälde im Kunstmuseum in Solingen betrachtet werden. Im gleichen Jahr spielte er sich selbst für die Dokumentationsreihe "Ost-Legenden", die regelmäßig starke Persönlichkeiten vorstellt.

Schauspielerin Hannelore Elsner: Die Unersättliche

International nicht ganz so bekannt, aber mindestens genauso arbeitsam ist Hannelore Elsner. Die 70-Jährige hat seit 1959 in über 130 Filmen mitgewirkt. Eine Biographie hat die Münchnerin auch schon geschrieben: 2011 erschien ihr Werk "Im Überschwang. Aus meinem Leben". Ans Aufhören denkt sie noch lange nicht. Erst vor einem Monat erschien der Film "Gibsy – Rukeli Trollmanns Kampf ums Leben", in dem sie die Mutter Friederike Trollmann spielte. Aktuelle steht sie für die Filme "Besser als nix" und "Hanni & Nanni 3" vor der Kamera, die noch in diesem Jahr in die Kinos kommen sollen.

Schauspielerin Christiane Hörbiger: Die Familiäre

Ebenfalls noch immer im Geschäft ist Christiane Hörbiger. Die 74-Jährige trat bereits mit 17 Jahren in die Fußstapfen ihrer Eltern und wurde gleichsam Schauspielerin. Ihr Debüt hatte sie 1955 in dem Film "Der Major und die Stiere", bei der sie die Marie darstellte, in die sich der Sergeant prompt verliebte. Nach ihrer Schauspielausbildung ging sie zum Theater und entdeckte erst in den 1980er Jahren ihre Freude für Film- und Fernsehrollen wieder. Zuletzt wurde vor wenigen Tagen der ARD-Krimi "Meine Schwester" ausgestrahlt, bei der sie mit ihrer Schwester Maresa ein Geschwisterpaar spielte. Vervollständigt wurde der Familienfilm durch Sohn Sascha Bigler, der Regie führte.


Quellen:
www.imdb.de
www.wikipedia.de
www.welt.de
www.spiegel.de

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

25. Februar 2013

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