DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Internationale Studenten

Die HdM spricht viele Sprachen

Etwa 400 junge Menschen aus der ganzen Welt studieren gerade an der HdM. Haben sie sich gut in Stuttgart eingelebt? Und welche Unterschiede gibt es zwischen ihrer Heimat-Hochschule und dem Studentenleben in Deutschland? Bei vier Studenten aus Singapur, Belgien, China und Mexiko haben wir genauer nachgefragt.

Aus Singapur: Kok Yufeng

Kok Yufeng landete am 15. Februar 2013 aus Singapur im tiefen Stuttgarter Winter. Klar, wie da sein erster Eindruck von Deutschland war: Es ist kalt hier. Trotzdem freut er sich, das erste Mal in Europa zu sein. Die Entscheidung für ein Auslandssemester an der HdM lag durch ein Austauschprogramm mit seiner Heimat-Universität nahe. An der Nanyang Technological University of Singapore studiert er Medien und Kommunikation. Hier belegt er Seminare aus verschiedenen Studiengängen, meist Audiovisuelle Medien. Aufgefallen ist ihm, dass die Dozenten in Deutschland entspannter sind. „An meiner Universität sind die Professoren strenger, hier lassen sie Studenten freiere Hand", meint er. Kok lebt in Singapur zusammen mit seinen Eltern. In Stuttgart wohnt er im Studentenwohnheim. Und noch etwas ist anders: Das Essen. Das gibt es in Singapur überall und für wenig Geld. In der Landeshauptstadt ist es sehr teuer, deshalb kocht Kok viel öfter selbst als zu Hause. Ein seltsames kulinarisches Erlebnis hatte er in Köln. Dort aß er Brot mit rohem Fleisch (Mett). „Asiaten essen auch viele komische Sachen, das Essen vermisse ich trotzdem am meisten", sagt Kok. Stuttgart gefällt ihm gut, auch wenn es manchmal etwas langweilig wirkt. „Sonntags ist alles geschlossen, in Singapur geht man aus." Nach dem Zwischenstopp an der HdM muss Kok noch vier weitere Semester in Singapur studieren. Dort will er dann arbeiten.

Aus Antwerpen/Belgien: Sander Uytterhoeven

Sander Uytterhoeven ist 22 Jahre alt und kommt aus Antwerpen (Belgien). Dort studiert er digitale Medien und Druck. Noch bis Juli 2013 besucht er Lehrveranstaltungen der Verpackungs- und Drucktechnik der HdM. Der Vaihinger Campus, auf dem er auch wohnt, kommt ihm im Vergleich zu seiner Universität in Antwerpen sehr groß vor. An der „Artesis" gibt es nur zwei Studiengänge. Sander genießt es, dass er sich hier in vielen anderen Studiengängen ausprobieren kann. Er belegt unter anderem Marketing-Vorlesungen und Seminare der Informationsdesigner. Ein neues Wort für ihn ist die in Deutschland beliebte „Wohngemeinschaft". „In Antwerpen lebt man meist in Privatzimmern, in größeren Städten auch in Studentenwohnheimen. Wohngemeinschaften gibt es nicht", sagt der Belgier. Was er in Stuttgart vermisst sind belgische Pommes und sein Fahrrad. Das benutzt er in Belgien viel öfter, um zur Universität zu kommen.

Aus Shanghai/China: Shabai Zheng

Shabai Zheng ist 26 Jahre alt und kam 2009 als Au-Pair-Mädchen aus Shanghai (China). Sie fühlte sich in Deutschland so wohl, dass sie blieb. Jetzt macht Shabai ihren Master in Elektronische Medien mit dem Schwerpunkt Unternehmenskommunikation. Zuvor studierte sie Werbung und Ausstellungen an der Shanghai University. Von Anfang an gefiel ihr die deutsche Sprache. „Ich mag am Deutschen, dass alles eine Regel hat und alles so ordentlich ist", sagt Shabai. Dazu kommt, dass Deutschland im Bereich Ausstellungen und Messen weltweit bekannt ist. Hier sieht Shabai, die ihr Studium mit der Arbeit in ihrer Gastfamilie finanziert, ihre berufliche Zukunft. Ihre Familie sieht sie nur einmal pro Jahr. Als größten Unterschied zu ihrem Studium in Shanghai empfindet sie, dass Studenten in Deutschland sehr aktiv in Lehrveranstaltungen eingebunden sind. „Hier ist es erwünscht, seine Meinung in Seminaren zu sagen. In China wollen Studenten nicht auffallen", erzählt Shabai. Wohnraum ist in ihrer Heimat von der Uni organisiert. Studenten der Shanghai University müssen auf dem Campus leben. Dort wohnte Shabai mit drei anderen Studentinnen in einem Zimmer mit Doppelstockbetten in einem Plattenbau. Die Wohnheime von männlichen und weiblichen Studenten lagen sehr weit voneinander entfernt. Eine eigene Küche gab es nicht, gegessen wurde in der Mensa. Geduscht haben Studenten und Professoren auf einem öffentlichen Duschplatz im Innenhof des Wohnheims, erinnert sich Shabai.

Aus Puebla/Mexiko: Victoria Hernandez

Victoria Hernandez kommt aus Puebla, einer 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt im Süden Mexikos. Sie ist bisher die einzige Mexikanerin, die an der HdM studiert. Ihr Interesse für Deutschland hat sie von der Mutter mitbekommen, die ein Jahr lang in Deutschland lebte und damals die Vorliebe ihrer Familie für Senf, Würstchen und Vollkornbrot mit nach Mexiko brachte, berichtet Victoria. Seit Februar 2013 nimmt sie an Lehrveranstaltungen der Studiengänge Audiovisuelle Medien und Werbung und Marktkommunikation teil. In Puebla studiert sie Kommunikation, Radio und TV. Victoria wollte schon immer verreisen und im Ausland leben. Mit einem Stipendium des Landes Baden-Württemberg konnte sie ihren Wunsch dann realisieren. Für das Sommersemester 2013 hat sie fast jedes Wochenende Kurztrips in andere deutsche Städte und in Nachbarländer geplant. Als größten Unterschied zu ihrer Heimat empfindet sie das Wetter. „In Puebla ist es das ganze Jahr großartig. Der Schnee bei meiner Ankunft war erst mal ein großer Schock", erzählt sie.

Katharina Großwendt

Das Akademische Auslandsamt der HdM

Im Sommersemester 2013 studieren etwa 400 Studenten aus der ganzen Welt an der HdM. Umgekehrt gehen circa 300 HdM-Studenten pro Jahr ins Ausland. Die HdM pflegt zu mehr als 80 Hochschulen in fast 40 Ländern Partnerschaften.

Das Akademische Auslandsamt ist die Anlaufstelle für deutsche und ausländische Hochschulangehörige an der HdM. Es kümmert sich um Aufbau, Pflege und Koordination von Auslandskontakten und Hochschulpartnerschaften. Studenten, die einen Teil ihres Studiums im Ausland verbringen wollen, werden im Akademischen Auslandsamt beraten und über Stipendien und Studienmöglichkeiten informiert. Außerdem betreut das Akademische Auslandsamt die ausländischen Studenten der HdM und gibt Hilfestellungen bei Alltagsproblemen sowie bei besonderen fachlichen Schwierigkeiten.

 

VERÖFFENTLICHT AM

11. April 2013

Lesen Sie auch

ARCHIV

Studium
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren