DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

7000 Kilometer-Radtour: 4. Teil

Mission USA completed

Es ist geschafft: Acht Wochen sind Drucktechnik-Student Michael Hering und sein Freund einmal quer durch 19 US-Bundesstaaten von New York bis San Francisco geradelt – vor einer Woche haben sie ihr großes Ziel, die Golden Gate Bridge erreicht. Aber der 25-Jährige steigt noch lange nicht vom Sattel, wie er der HdM-Redaktion im Interview erzählt.

Zur Detailansicht Das große Ziel: Die Golden Gate Bridge.

Das große Ziel: Die Golden Gate Bridge.

Zur Detailansicht Im Südosten Kaliforniens: Der Joshua Tree National Park

Im Südosten Kaliforniens: Der Joshua Tree National Park

Zur Detailansicht Quer durch USA: Zum ersten Mal an der Westküste.

Quer durch USA: Zum ersten Mal an der Westküste.

Zur Detailansicht Der Schlafplatz war nicht immer komfortabel...

Der Schlafplatz war nicht immer komfortabel...

Zur Detailansicht Die Gastfreundschaft der Amerikaner: unbezahlbar.

Die Gastfreundschaft der Amerikaner: unbezahlbar.

Zur Detailansicht Ranger-Leben im Nirgendwo.

Ranger-Leben im Nirgendwo.

Zur Detailansicht Perfektes Timing:  Timing is everything: Monument Valley im Rücken bei Sonnenuntergang.

Perfektes Timing: Timing is everything: Monument Valley im Rücken bei Sonnenuntergang.

Zur Detailansicht Das mobile Schlafzimmer - immer im Gepäck dabei.

Das mobile Schlafzimmer - immer im Gepäck dabei.

HdM-Redaktion: Michael Hering, was war das für ein Gefühl, als Sie nach der 7150 Kilometer langen Abenteuerreise am Ende die Golden Gate Bridge erreicht haben?

Michael Hering: Ich hab mich unglaublich gefreut. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir unser Ziel ein Tag früher als geplant erreicht. Dabei hatten wir zwischendurch immer noch genügend Tage zur Entspannung und um die Gegenden genauer anzusehen. Das zeigt: Der riesige Planungsaufwand im Vorfeld der Reise hat sich definitiv gelohnt.

Was waren die härtesten Momente der Tour?

In der ersten Hälfte der Tour hatten wir häufig mit kalten Temperaturen von bis zu minus 10 Grad Celsius zu kämpfen. Anhalten ist keine Option - um warm zu bleiben, mussten wir weiter fahren. Weiter Richtung Westamerika gab es oft starken Gegenwind. Das war manchmal frustrierend, aber wenn man dementsprechend plant und stoisch weiter strampelt, kann man auch an Tagen mit durchgehend 50 km/h Gegenwind 200 Kilometer schaffen.

Aber es gab sicherlich auch unzählige schöne Erfahrungen...

...definitiv, vor allem natürlich, wenn es um die Gastfreundschaft ging. Wir waren immer wieder überrascht, wie viele Menschen uns bereitwillig helfen wollten. In San Francisco haben wir so viele Stadtführungen und Einladungen angeboten bekommen, dass wir gar nicht alle annehmen konnten. Das tat uns richtig leid. Wenn es in den USA an etwas nicht mangelt, dann ist es Hilfsbereitschaft.

Welche der vielen Begegnungen werden Sie niemals vergessen?

Der interessanteste Gastgeber war die Wedding Cake Ranch zwischen Oklahoma und New Mexico: Mitten im echten Cowboy-Leben. Auf dem Gelände konnten wir viele Wildtiere und Rinder sehen, das war eine irre Erfahrung.

Klingt typisch amerikanisch.

Das kann man so nicht sagen. Die vielen verschiedenen Menschen und Familien, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben, zeigen mir vor allem eines: Den typischen Amerikaner gibt es genau so wenig wie the typical American way of life.

Gab es in Ihrer Erwartung über die amerikanische Lebenskultur auch die ein oder andere Überraschung?

Erstaunlich fand ich, dass die USA nach wie vor in der Welt als eines der mächtigsten Länder überhaupt angesehen werden, was sich aber im Alltag nicht immer bestätigt hat. Die Leute sind sehr ängstlich und vorsichtig. Beispielsweise im Verkehr wird alles doppelt und dreifach markiert - Verkehrsschild, Blinklicht, Fähnchen, Fahrbahnaufdruck und Verkehrslotse. Da fällt mir ein Sprichwort aus der Typografie ein: Wer alles markiert, markiert nichts.

Da spricht der Drucktechniker. Heißt das, Sie haben den Studentenalltag auch hin und wieder vermisst?

Nicht wirklich, weil ich auch während der Tour ab und zu Arbeiten für ein Projekt mit meinen Kommilitonen geliefert habe. Ich hätte gerne mehr geholfen, aber die Möglichkeiten unterwegs waren nicht immer einfach.

Was haben Sie als nächstes vor?

Von San Francisco fahre ich nun mit dem Rad weiter nach Vancouver. Dort nehme ich am Work-and-Travel-Programm teil. In der Zeit werde ich mich weiter auf dem Weg nach Osten machen, weil ich Ende August in Toronto sein möchte. An der Partneruniversität der HdM, der Ryerson University, werde ich dann ein Austauschsemester machen. Ende Dezember komme ich dann wieder nach Deutschland. Übrigens nicht mit dem Fahrrad...

 

Mira Kleine

WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren