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Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 9

Mittagspause an einer Lagune

Thomas Grummt lebt in Los Angeles und ist Animator bei DreamWorks. Der 33-Jährige studierte Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien (HdM). Er arbeitete an den Filmen “Kung Fu Panda 2“, „Puss in Boots“ oder „The Croods“.

Animator Thomas Grummt

Animator Thomas Grummt

Für das VeGA-Camp, das Anfang April 2013 stattfand, kam der Alumni zurück in seine Heimat. Hier erzählte er von seinem Berufsleben im sonnigen Kalifornien und von der Studentenzeit in Stuttgart. Das VeGA-Camp war die erste an der HdM durchgeführte Games-, Visual Effects- und Animation-Konferenz.

Alumni-Sprechstunde mit

Name: Thomas Grummt
Alter: 33
Studiengang an der HdM: Audiovisuelle Medien
Jahr des Studienabschlusses: Hat die HdM 2005 verlassen, seinen Abschluss aber erst 2007, neben dem ersten Job gemacht.
Thema der Abschlussarbeit:
CGI-Integration im Zeichentrickfilm
Stationen nach der HdM:
-
Kurzfilmprojekt bei Studio Filmbilder Stuttgart: "Kein Platz für Gerold"
- Freelance-Animator in München unter anderem für „Scanline", „Lissi und der wilde Kaiser", Claussen&Wöbke&Putz, „Krabat", Hofman&Voges, „John Rabe"
- Diverse andere Projekte wie „U-900" für Scanline, „Jerry Cotton" für Arri und Werbespots für Animoto.
- Onlinestudium bei Animation Mentor und dort weitere Spezialisierung auf Character Animation 
- Seit 11/2010 Animator bei DreamWorks Animation in Glendale, Los Angeles
Heutige Berufsbezeichnung: Animator

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?
Thomas Grummt: Daran kann ich mich kaum erinnern, es war eher ein fliessender Übergang ins Berufsleben. Ich habe auch während des Studiums ab und zu gearbeitet, zum Beispiel für meine vorige Praktikumsfirma (Studio 88 Baden-Baden). Außerdem war es für mich nicht das Ende des Studiums, weil ich meine Diplomarbeit während meines ersten Jobs in München geschrieben habe. Ich war sehr gern an der HdM.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Thomas Grummt: Es wurde auf jeden Fall gefeiert! Der Berufsstart wurde auch dadurch vereinfacht, dass ich insgesamt drei Studioproduktionen machen konnte. Die letzten Semester an der HdM waren dem Arbeitsleben schon recht ähnlich. Ich glaube, nach der Abgabe der Diplomarbeit hatte ich ein wesentlich stärkeres Gefühl der Erleichterung, als beim Verlassen der HdM.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Thomas Grummt: Ich mochte das Aquarium und die Produktionsräume für Computeranimation. Außerdem war das Videostudio interessant vor allem, als wir dort die Kulissen und Technik für den Kurzfilm "realTVty" aufgebaut haben.

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus?
Thomas Grummt: DreamWorks tut viel für eine schöne und angenehme Arbeitsumgebung, das Gelände ist mediterran gestaltet mit einer Lagune und vielen Pflanzen, wo wir normalerweise auch Mittag essen. Mein Arbeitsplatz ist ein sogenanntes Cubicle, also ein halboffenes Büro, welches wir nach Belieben gestalten können (mit Spielzeugfiguren, Zeichnungen, Büchern,...). DreamWorks hat in Glendale etwa 1.600 Leute, über mehrere Gebäude verteilt.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Thomas Grummt: Das hing sehr davon ab, ob es ein Semester mit oder ohne Studioproduktion war. In der Vorlesungszeit war ich meistens zwischen 9 und 10 an der Uni, es gab Automatenkaffee im braunen Plastikbecher und es begann gerade der Trend, dass manche Studenten den Laptop mit in die Vorlesung nahmen.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Thomas Grummt: Ich nehme das Fahrrad zur Arbeit, dann gibt es immer zuerst Kaffee, manchmal auch Frühstück. Ich checke E-Mails und Meetings für den Tag, prüfe meine Szenen, die über Nacht gerendert haben, und arbeite dann an den Szenen weiter.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Thomas Grummt: Das ist schwer zu sagen. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen Uwe Schulz, da er eine sehr gute Balance für einen Prof hatte. Damit meine ich die Mischung aus Vorlesungsstil, Fachwissen, Verständnis, Fairness, Persönlichkeit und dem Talent, Wissen zu vermitteln.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Thomas Grummt: Hier würde ich mich für Visual Effects entscheiden bei Sacha Bertram. Entweder im 2. oder 3. Semester war das eine einzigartige Vorlesung mit vielen aktuellen Beispielen aus Praxis und Filmproduktion.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Thomas Grummt: Ich würde ein Auslandssemester machen. Wahrscheinlich würde ich auch weniger Fertiggerichte essen!

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Thomas Grummt: Seit Dezember an "How To Train Your Dragon 2" ("Drachenzähmen leichtgemacht 2"). Das ist wieder eine neue und sehr interessante Herausforderung. Der Film kommt im Sommer 2014 in die Kinos.

 

Katharina Großwendt

VERÖFFENTLICHT AM

07. Mai 2013

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