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Hochschule der Medien

"Tag der Forschung"

Thema fürs Leben

Professoren der Hochschule der Medien (HdM) zeigten am "Tag der Forschung" am 15. Mai 2013, was sie neben der Lehre für Forschungsgebiete beackern. In 27 Vorträgen stellten sie ihre aktuellen Forschungsthemen und -ergebnisse vor und regten zur Diskussion mit Studenten und Kollegen an.

"Tag der Forschung" am 15. Mai 2013
(Fotos: Kim Kreiser)

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Professor Dr. Wolfgang Faigle bei der Begrüßung zum Tag der Forschung.

Professor Dr. Wolfgang Faigle bei der Begrüßung zum Tag der Forschung.

Professor Stefan Grandinetti bei der Vorstellung seines Forschungsthemas.

Professor Stefan Grandinetti bei der Vorstellung seines Forschungsthemas.

Christiana Rost und Julia Seguine mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Richard Stang, Studiendekan vom Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement, Foto: Franziska Böhl.

Christiana Rost und Julia Seguine mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Richard Stang, Studiendekan vom Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement, Foto: Franziska Böhl.

Julia Möhriger und Carolin Schmitt mit ihrem Betreuer Prof. Ralph Tille vom Studiengang Informationsdesign, Foto: Franziska Böhl.

Julia Möhriger und Carolin Schmitt mit ihrem Betreuer Prof. Ralph Tille vom Studiengang Informationsdesign, Foto: Franziska Böhl.

Poster-Session am "Tag der Forschung".

Poster-Session am "Tag der Forschung".

Professor Dr. Wolfgang Faigle, Prorektor für Forschung der HdM, begrüßte Studenten, Mitarbeiter und Professoren und erklärte die Idee hinter dem "Tag der Forschung": Dieser solle zeigen, was hinter den Kulissen der Hochschule passiert. Und vielleicht, so wünschte er sich, fänden Nachwuchswissenschaftler bei dieser Gelegenheit ja ihr "Forschungsthema fürs Leben".

Storytelling mit HFR

Stefan Grandinetti ist Professor für Kamera für Film, TV und Digitale Kinematographie im Studiengang Audiovisuelle Medien. Dem erfahrenen Kameramann geht es um die Zukunft der Digitalen Kinematografie: Wie muss die Bildgüte der Zukunft definiert sein? Gemeinsam mit Wahrnehmungspsychologen des Max-Planck-Instituts testet er menschliche Sehgewohnheiten im Kino. Zum Beispiel, wie viele Bilder pro Sekunde (fps) das menschliche Auge akzeptiert und wie sich Higher Frame Rates (HFR), also sehr hohe Bildfrequenzen in 3D, auf Bildästhetik und Storytelling im Kino auswirken.

Das Lernen der Zukunft gestalten

Die akademische Mitarbeiterin Waranya Poonawar vom Studiengang Wirtschaftsinformatik und digitale Medien erläuterte ihr angestrebtes Forschungsprojekt "Learning Analytics". Mit dem will sie das Lern- und Lehrverhalten von Studenten und Dozenten messen und bewerten. Zunächst gilt es, Daten über das Wissen, die Fähigkeiten und die Kompetenzen von Studenten zu sammeln, beispielsweise mit der Lernplattform Moodle oder der Methode des Data-Mining, um anschließend die Analyse des Lernverhaltens zu starten. Danach will Poonawar den Lernenden Hinweise und Empfehlungen geben, wie sie ihr Lernverhalten ändern können, um ihr gewünschtes Kursziel zu erreichen.

CO2-Fußabdruck in der Druckbranche

Welche CO2-Emissionen entstehen bei der Herstellung von Druckprodukten und wie können diese verringert werden? Thomas Sprinzing lehrt Tiefdruck und Druckverarbeitung im Studiengang Druck- und Medientechnologie an der HdM und untersucht genau das in seinem Forschungsschwerpunkt. Dafür vergleicht er in Studien das Angebot verschiedener Dienstleister und zeigt die Umwelteinflüsse auf, die bei der Herstellung eines Produktes der Druckbranche entstehen. Außerdem untersucht er die Reduktionsmöglichkeiten von Druckereien auf den CO2-Abdruck.

Eine gute Alternative: Private Heimnetzwerke

Um private Daten und Dokumente ging es bei dem Referat über "Personal Cloud" von Prof. Dr. Wolf-Fritz Riekert vom Studiengang Wirtschaftsinformatik und seinem Studenten Ralph Koyen. Sie zeigten, wie ein Heimnetzwerk für weniger als 100 Euro aufgebaut und installiert wird und boten damit eine Alternative zu kommerziellen Cloud-Diensten wie Dropbox oder Google Drive. Denn die hätten nur begrenzten kostenlosen Speicherplatz und würden die Privatsphäre nur unzureichend schützen. Die Ergebnisse fasste Koyen in seiner Bachelorarbeit zusammen: Das Heimnetzwerk für insgesamt 94 Euro, inklusive aller Kabel und einem Gehäuse, erfüllt alle Anforderungen, die an eine "Personal Cloud" gestellt werden: beispielsweise die Synchronisation der Ordner auf alle Endgeräte, die verschlüsselte Übertragung und die Gruppenordner-Funktion.

Forschen in der Mittagspause

In der Mittagspause stellten weitere Forscher im Foyer der HdM ihre Arbeiten in einer Poster-Session vor. Besucher konnten sich an Hand der Grafiken, Bilder und Tabellen einen optischen Überblick über ihre Forschungsschwerpunkte verschaffen. Zusätzlich standen die Wissenschaftler bei Fragen Rede und Antwort. Beispielsweise erklärte Johannes Lämmerhirt, Akademischer Mitarbeiter am Institut für angewandte Forschung, wie Kreativwirtschaftler im ländlichen Raum arbeiteten. Thomas Fankhauser, Doktorand und Akademischer Mitarbeiter im Studiengang Mobile Medien, informierte die Gäste über Cloud-Computing. Und Maria Bertele, Akademische Mitarbeiterin in der Stabstelle für Hochschulentwicklung und Qualitätsmanagement, berichtete über den aktuellen Stand der abgeschlossenen und laufenden Projekte an Hochschulen und Bibliotheken.

Die Macht der Bilder

Viele Interessierte kamen anschließend zum Vortrag von Prof. Dr. Wibke Weber vom Studiengang Informationsdesign. Sie stellte das Projekt "Comics als Medium für nonfiktionales Erzählen" vor, an dem sie, eine HdM-Studentin und ein ähnlich aufgestelltes Team an der Nanyang Technological University in Singapur mitarbeiten. Die kleinen gezeichneten Bilder und Bildserien tauchen seit einiger Zeit verstärkt in den Medien auf. Sie zeigen in kompakter Form aktuelle Ereignisse. Dabei gehen die Journalisten mit dem künstlerischen Geschick ähnlich wie ihre traditionellen Kollegen vor und sammeln für ihre Zeichnungen Daten und führen Interviews. Comics bilden damit eine neue Form des Journalismus, den "Comic Journalism" oder "Graphic Journalism". An anschaulichen Beispielen verdeutlichte die Dozentin, wie Bilder im Gegensatz zum geschriebenen Wort länger und stärker im Gedächtnis der Leser bleiben.

Anderes Selbstbild nach dem Körperscan

Ergebnisse ihrer Doktorarbeit konnte auch Magdalena Schuler, Akademische Mitarbeiterin am Institut für angewandte Forschung, präsentieren. Sie sprach über "Psychologische Aspekte des Körperscanners", der in den Medien auch als "Nacktscanner" bekannt wurde. Konkret untersuchte sie am Beispiel von 129 Probanden, wie sich deren Körperbild, deren emotionales Befinden und deren Einstellungen zum Körperscanner veränderten, wenn die Personen einen Body-Maß-Index (BMI) unter oder über 25 hatten und wenn sie ausreichende oder keine Informationen zum Scanner erhielten.

Generation Zukunft

Mit der Verleihung des "Best Paper Awards" der Fakultät Information und Kommunikation endete der Tag: Die Studentinnen Christiane Rost und Julia Seguine sowie Julia Möhriger und Carolin Schmitt reichten jeweils ein wissenschaftliches Paper ein, dass den wissenschaftlichen Kriterien entspricht und gut in die Forschung eingebunden wurde.

Franziska Böhl

,

Katharina Großwendt

VERÖFFENTLICHT AM

17. Mai 2013

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