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Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 10

Für den Master in die USA

Bis 2007 studierte er Audiovisuelle Medien in den Studios und Hörsälen in der Nobelstraße. Mittlerweile ist er Freiberufler. Sven Latzke ist ein weiterer Alumnus der HdM, den wir in unserer Reihe vorstellen.

HdM-Alumnus Sven Latzke

HdM-Alumnus Sven Latzke

Sven Latzke hat 2007 sein Diplom gemacht. Hinterher ging er im Rahmen eines Fulbright Stipendiums in die USA um auch noch einen Master zu machen. Heute ist der 35-Jährige zurück in Stuttgart und arbeitet als freier Kameramann und Cutter.

Alumni-Sprechstunde mit
Name:
Sven Latzke
Alter:
35
Studiengang an der HdM: Audiovisuelle Medien (Diplom)
Jahr des Studienabschlusses: 2007
Thema der Abschlussarbeit:
Der entscheidende Moment - Theorie und Praxis der Filmmontage anhand des Kurzspielfilms "Aufwärmphase"

Stationen nach der HdM
- 2007 Fulbright Stipendium zum Studium in den USA. Aufnahme des Master-Studiums "Film MFA" mit Schwerpunkt Cinematography (Kamera), an der Ohio University School of Film, Athens, Ohio, USA.
- 2009 Abschluss "Master of Fine Arts" an der Ohio University School of Film, Athens, Ohio, USA; Praktikum beim Kameraverleih ARRI CSC, New York City, New York, USA.
- Seit 2009 freier Kameramann und Cutter mit Basis in Stuttgart; seit 2011 auch freier Mitarbeiter SWR Fernsehen, Stuttgart.
- 2013 Kinodebüt als lichtsetzender Kameramann mit dem Spielfilm BELA KISS: PROLOGUE.
Heutige Berufsbezeichnung:
Director of Photography (lichtsetzender Kameramann); Cutter/Editor

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?
Sven Latzke:
An den letzten Tag als Student erinnere ich mich ehrlich gesagt gar nicht richtig. Zum Zeitpunkt der Diplomarbeit war ich schon nicht mehr eingeschrieben und davor hatte ich nur noch vereinzelt Seminare besucht. Mein Abschied von der HdM war deshalb ein kontinuierlicher Prozess und das Ende des Studiums letztlich die Abgabe der Diplomarbeit. Ein Moment, der mich etwas wehmütig auf eine tolle Zeit zurückblicken ließ.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Sven Latzke:
Es war ein sehr schöner Tag. Ich war Stolz darauf ein wichtiges Ziel erreicht zu haben und bereit, den nächsten Schritt zu gehen.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Sven Latzke:
Die schönste und sicherlich produktivste Zeit habe ich in der Teeküche des Video- bzw. Fernsehstudios und auf der Wiese davor verbracht.

HdM: Wie sieht Ihr heutiger Arbeitsplatz aus?
Sven Latzke:
Das hängt sehr stark davon ab in welcher Phase eines Projekts ich mich befinde und welche Tätigkeit ich übernommen habe. Als Cutter sitze ich in einem modernen, gar nicht so dunklen, Schneideraum vor mehreren Bildschirmen an einer bunten AVID-Tastatur. Arbeite ich als Kameramann, finden die Vorbesprechungen meist in einem Produktionsbüro, manchmal aber auch in einem Cafe oder bei mir zu Hause statt.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Sven Latzke:
Ich ging meist direkt in die Vorlesung oder das jeweilige Seminar. Das war nicht selten nach Beginn der Veranstaltung.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Sven Latzke
: Wenn ich im Schneideraum ankomme fahre ich die Rechner hoch, sehe mir die Sequenz des Vortags an, dupliziere sie und lege direkt los. Am Set bespreche ich mich mit dem Regisseur, Kameraassistenten und Oberbeleuchter.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Sven Latzke:
Ich ging sehr gerne in die Vorlesungen von Prof. Axel Hartz. Sie hatten einen hohen Unterhaltungswert und ich mochte seine Art, Inhalte zu vermitteln. Meine videotechnischen Kenntnisse basieren auf den Grundlagen, die ich bei ihm gelernt habe und stellen eine sehr wichtige Basis meiner Arbeit dar. Daneben mochte ich die Seminare von Prof. Dr. Steven Lowry, der mich sehr in meiner Fulbright-Bewerbung unterstützt und ermutigt hat, sowie die Veranstaltungen von Prof. Rolf Coulanges oder Professorin Susanne Mayer.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Sven Latzke:
Aus heutiger Sicht wäre es einfach zu sagen, ich würde versuchen schneller herauszufinden, was ich beruflich machen will um dann konkreter darauf hinzuarbeiten und die Zeit mit den Kommilitonen bewusster verbringen, da man sich danach in alle Winde verstreut und der Kontakt teilweise nur schwer aufrecht zu erhalten ist. Eigentlich war die Zeit an der HdM jedoch schön, genauso wie sie war.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Sven Latzke:
Nachdem die Kameraarbeit in BELA KISS: PROLOGUE, meinem Kinospielfilmdebüt, sehr gelobt wurde und etwas Aufmerksamkeit auf mich gelenkt hat, befinde ich mich in Gesprächen mit verschiedenen Regisseuren und Produzenten. Konkret bereite ich zusammen mit meinem ehemaligen Kommilitonen der Ohio University School of Film, Regisseur Thomas Bangert, dessen Debütfilm vor. Dieser soll im Spätsommer in Los Angeles gedreht werden.

 

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

18. Juni 2013

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