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Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 12

Mit dem Skateboard zur Arbeit

Michael Ralla arbeitet in Los Angeles an den digitalen Effekten großer Hollywood-Blockbuster. 2006 hat der 33-Jährige seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH) Audiovisuelle Medien an der HdM gemacht.

HdM-Alumnus Michael Ralla

HdM-Alumnus Michael Ralla

Seither ist Michael Ralla mit seinem Beruf um die Welt gereist: Der Weg ging von Stuttgart über Australien nach Los Angeles. Er hat an Filmen wie "Avatar - Aufbruch nach Pandora", "Transformers 3" und "Marvel's The Avengers" mitgearbeitet - dabei wollte der Badener nur surfen...


Alumni-Sprechstunde mit

Name: Michael Ralla
Alter: 33
Studiengang an der HdM: Audiovisuelle Medien (Diplom)
Jahr des Studienabschlusses: 2006
Thema der Abschlussarbeit:
"Der Kurzfilm Ultima Ratio - von der Aufnahme bis zum finalen Master" (mit praktischem Teil; "Ultima Ratio" (21min), zusammen mit Joerg Baier, Georg Wieland und Marc Schleiss)

Stationen nach der HdM:

Angefangen hat alles als Praktikant bei Scanline in München. Danach ging es über weitere Firmen weltweit schliesslich zu Digital Domain und Industrial Light and Magic in Los Angeles, Kalifornien, wo bei Filmen wie beispielsweise "Iron Man 3", "Marvel's Avengers" und "Avatar" gearbeitet hat.

Heutige Berufsbezeichnung: Auf dem Papier: Dipl. Ing (FH) Audiovisuelle Medien, In der VFX-Industrie: Lead Compositor

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?
Michael Ralla
: Einen definitiven "letzten Tag" gab es nicht. Ich habe bereits parallel zu meinem Studium bei einer VFX-Firma in München gearbeitet und "nebenher" den theoretischen Teil meiner Diplomarbeit geschrieben, während wir noch eine ganze Weile mit dem praktischen Teil beschäftigt waren. Studium, Job und Abschluss sind miteinander verwachsen, auch aus dem Grund, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht hatte.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Michael Ralla
: Ich bin relativ bald nach Abgabe der Diplomarbeit nach Australien geflogen, da ich zu dem Zeitpunkt mehr daran interessiert war, surfen zu gehen, statt Pixel zu bewegen - irgendwann ist jedoch die Diplomurkunde durch den Briefeinwurf meines Apartments in Sydney geflattert und das war dann der Zeitpunkt an dem ich dachte "Okay, das war's."

HdM: Wo haben sie in der HdM am liebsten studiert?
Michael Ralla
: Am liebsten habe ich damals Zeit auf der Dachterrasse verbracht, am besten bei einer der unzähligen Grillpartys in den Sommersemestern. Ansonsten fand ich es immer super, dort zu sein, wo richtig schwäbisch "g'schafft" wurde, also in meinem Fall in den Studios der AM'ler, vor allem im CA und VFX/Video Studio. Die Couch in der Regie A des Tonstudios ist mir auch noch in bester Erinnerung, dort ließ es sich wunderbar nach einer langen Nacht vor dem Rechner ungestört schlafen. Vermutlich war es nirgendwo an der HdM so still, wie dort.

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus?
Michael Ralla
: Zwei kalibrierte Bildschirme, ein Grafiktablett, ein Hochleistungs-Rechner und ein gutes Paar Kopfhörer. Das alles in einem lichtkontrollierten Raum, ohne Tageslicht. Irgendwie hätte man sich "Hollywood" etwas anders vorgestellt...

HdM
: Wie fing ein typischer HdM- Tag bei Ihnen an?
Michael Ralla
: Im Sommer bin ich aus dem Stuttgarter Westen mit dem Mountainbike angeradelt, an der HdM direkt erst mal unter die Dusche und dann tropfnass in die erste Vorlesung oder ins Studio - Kaffee brauchte ich danach eher keinen mehr. Im Winter ging's zur S-Bahn in der Schwabstraße, ein großer Fan des öffentlichen Nahverkehrs in Stuttgart war ich jedoch nie.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Michael Ralla
: Mein Tag geht ziemlich früh los, auch hier sind nach wie vor relativ viele Dinge miteinander verschachtelt. Ich stehe bei Sonnenaufgang auf, laufe kurz zum Strand, checke die Wellen und gehe entweder surfen oder joggen. Danach kurz Duschen, auf dem Skateboard zur Arbeit die Straße runter, einen Espresso im Vorbeigehen, während ich auf dem Telefon meine Work-Emails checke.

HdM: Wer war ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Michael Ralla
: Professor Hartz war einer meiner Favoriten, bereits ab dem ersten Semester. Charismatisch, aber auch polarisierend. Er war recht fordernd, hatte aber immer eine helfende Hand für ungewöhnliche Ideen seiner Studenten und hat dadurch enorm viele Türen geöffnet.

HdM
: Welche Vorlesung ist bei Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Michael Ralla
:Grundsätzlich ist aus den meisten Vorlesungen "etwas" hängengeblieben. Eine illustre Vorlesung war mit Sicherheit "Mediengestaltung" bei Professor Roesner im ersten Semester.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn sie noch einmal Student wären?
Michael Ralla
: Grundsätzlich etwas anders machen würde ich nicht. Ich habe jede Menge Fehler gemacht, habe jedoch aus diesen gelernt. Ich denke, das sind die besten Dinge, die einem das Studium geben kann: Ein Sandkasten, um Sachen auszuprobieren und einfach Fehler machen zu können ohne ernsthaftere Konsequenzen.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Michael Ralla
: Ich hab vor ein paar Monaten die Arbeit an "Iron Man 3" und "Pacific Rim" abgeschlossen, ersterer gehört bereits zu den fünf kommerziell erfolgreichsten Filmen weltweit. "Pacific Rim" war eines der interessantesten Projekte meiner bisherigen Karriere, bei dem ich direkt unter der Supervision von Photoshop-Co-Inventor John Knoll gearbeitet habe. Im Moment arbeite ich an der Postproduktion des Films "Ender's Game", mit Harrison Ford und Ben Kingsley bei Digital Domain in Venice, CA / Los Angeles.

 

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

22. Juli 2013

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Kerstin Lauer

am 13.03.2017 um 11:41 Uhr

Audiovisuelle Medien (Diplom) bezeichnet den Studiengang, nicht den Abschlussgrad. Der Zusatz "Diplom" dient der Differenzierung, da Audiovisuelle Medien auch als Bachelor-Studiengang angeboten wird: Audiovisuelle Medien (Bachelor), und auch als Master: Audiovisuelle Medien (Master). Die Hochschule heißt seit 2001 Hochschule der Medien.

Udp

am 04.03.2017 um 20:35 Uhr

Studiengang an der HdM: Audiovisuelle Medien (Diplom) Zumindest an der HdM sollte man wissen das es DIESEN Abschluss niemals gab. Er hat wohl einen Dipl. Ing. (FH) gemacht, vermutlich an der Fachhochschule für Druck und Medien Durch das umbennen des Abschluß begeht man eine Straftat. Auch wenn ein Diplom an einer Hochschule sooo schön nach Uni klingt

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