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Hochschule der Medien

Kinderforschertage

Nachwuchsstudenten an der HdM

Fast wie richtige Studenten konnten sich die Zweit- bis Sechstklässler während der Kinderforschertage an der Hochschule der Medien (HdM) fühlen. Ob sie sich fürs Programmieren, den Datenschutz oder die Fernsehtricks angemeldet hatten – die Kinder waren begeistert.

Kinderforschertage 2013
(Fotos: Franziska Böhl)

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Aus der Trickkiste der Fernsehmacher - wie die Zuschauer an der Nase herum geführt werden.

Aus der Trickkiste der Fernsehmacher - wie die Zuschauer an der Nase herum geführt werden.

Zum ersten Mal veranstaltete die HdM vom 29. bis 31. Juli 2013 die Kinderforschertage. Rund 80 Anmeldungen gab es für die dreitägige Veranstaltung. Professoren, Dozenten und Mitarbeiter bereiteten sich gut auf die Workshops, Vorlesungen und Übungen vor und boten den Kindern ein buntes Programm.

Das Wissen abends schon umgesetzt

So erklärte Professor Stephan Ferdinand vom Studiengang Medienwirtschaft, "warum man im Fernsehen nicht alles sieht" und erzählte "aus der Trickkiste der Fernsehmacher".  Den 10-jährigen Max beeindruckte die Fernsehvorlesung so sehr, dass er abends die Cartoons im Fernsehen kommentierte", wie sein Vater Harald am nächsten Tag berichtete. "Wir haben uns zum Beispiel ein Auto angesehen, wie es durch die Luft geflogen ist. Der Trick daran war die Schnittführung", sagte Max. Aber auch in anderen Workshops hat er aufmerksam zugehört. Im Kurs "Wie sage ich meinem Computer, was er machen soll" von Professor Dr. Barbara Dörsam vom Studiengang Druck- und Medientechnologie erfuhr Max, wie Kinder ihr eigenes Programm schreiben können. Um sich alles zu merken, hat er sich Notizen gemacht.

Mitgeschrieben haben auch die Kinder in der Vorlesung "Voll krass, die da im Fernsehen!". Stefanie Fächner, Clarissa Henning und Karla Neef vom Studiengang Medienwirtschaft wollten die Medienkompetenz der Kinder schulen und ihnen zeigen, was in den TV-Sendungen echt und was unecht ist. Ähnlich spannend war die Vorlesung "Das Geheimnis erfolgreicher Film-Storys", bei der Professor Jörn Precht vom Studiengang Audiovisuelle Medien Tricks der Hollywood-Autoren verriet.

"Das Internet ist gefährlich"

Ebenfalls großen Zulauf hatte der technische Kurs von Professor Dr. Johannes Maucher vom Studiengang Medieninformatik. Er zeigte den Kindern, wie sie einen Roboter programmieren. Der elfjährige Nils hat bereits erste Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt. Zu Hause spielt er seit einigen Jahren mit Lego Technic und baute schon einen Roboter. "Der sah nur nicht so gut aus, wie der in der HdM", bedauerte Nils.

Mit ihm im Kurs saß die siebenjährige Christine. Sie war auch in der Vorlesung über "Datenschutz und Recht für Kids" von Professor Dr. Tobias Keber vom Studiengang Medienwirtschaft. "Wir haben gelernt, dass Smartphones und das Internet gefährlich sind, weil andere die Daten klauen können. Es gibt auch Regeln, zum Beispiel darf ich mein Foto nicht online stellen, weil es sonst nie mehr aus dem Internet rauskommt", so Christine. Keber findet es richtig, die Kinder frühestmöglich an das Thema heranzuführen. In einem kleinen Spiel konnten die Kinder bei ihm einen "Surfschein" machen, der bescheinigt, dass sie bereits gut mit dem Internet und ihren Daten umgehen können.

Ideen für die nächsten Kinderforschertage

Eine kleine Erinnerung für zu Hause konnten ebenfalls die Kinder in der Vorlesung "Wie arbeiten Journalisten" mitnehmen. Marcella Rosenberger vom Studiengang Crossmedia-Redaktion entwarf mit ihnen ein eigenes Titelblatt für eine Zeitung. Die siebenjährige Maja hat zum Beispiel eine "lustige Zeitung" gemacht. Spannend fand sie auch den Fotografie-Workshop von Jörg Rohrbacher vom Studiengang Werbung und Marktkommunikation: "Ich habe gelernt, dass man auf einem Foto verschwindet, wenn man die Sekunden anders einstellt." Das will sie testen, denn sie hat seit kurzem eine Kamera mit der sie am liebsten ihren Bruder oder ihre Puppenstube fotografiert.

Der Fotografie-Workshop begeisterte auch die elfjährigen Zwillingsschwestern Leonie und Fabienne. Besonders angetan waren sie von der Nebelmaschine. "Der Nebel sah total cool aus auf dem Bild", sagte Fabienne. Beide wollen im nächsten Jahr wiederkommen und haben schon Ideen für weitere Workshops: "Einen Mal-Kurs fände ich toll, bei dem ein Profi zeigt, wie Schattierungen gehen, oder ein Kurs, in dem Modelle hergestellt werden", so Fabienne.

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

31. Juli 2013

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