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Hochschule der Medien

Personalisierte Markenkampagne

XXL-Druckauftrag für ehemaligen HdM-Studenten

Seit einigen Wochen können die Etiketten von Coca Cola Flaschen individuell mit Namen versehen und verschenkt werden - die Kampagne läuft mit gigantischem Erfolg. Doch wie wird „Lieschen Müller", „Schatzi" oder jeder andere Name auf die Glasflasche gedruckt? Christian Scherschel, ehemaliger Student der Hochschule der Medien (HdM), ist Geschäftsführer der Firma, die zurzeit die Etiketten für den Getränkekonzern produziert.

Christian Scherschel

Christian Scherschel

Die Druckmaschinen der Teamwork Printmanagement GmbH in Essen laufen auf Hochtouren: Täglich drucken sie unzählige Etiketten für die personalisierte Markenkampagne „Share a coke!" von Coca Cola. Christian Scherschel hat an der HdM im Studiengang Print-Media-Management studiert und ist heute Geschäftsführer im Marketing und Vertrieb des Unternehmens.

Moderne Technologien im Produktionsprozess

„Teil einer so bekannten Kampagne zu sein, ist schon etwas Besonderes", freut sich Scherschel. „Für jeden eine individuelle Flasche zu produzieren, ist sehr spannend, weil im Produktionsprozess viele moderne Technologien miteinander verknüpft werden", erzählt der bekennende Print-Fan, der vor seinem Studium an der HdM den Meister als Drucker gemacht hat.

Etiketten als Herzstück der viralen Kampagne

Ob Kosename, Vorname, für sich selbst oder als Geschenk für andere - das persönliche Etikett wird zum Herzstück der Aktion „Share a coke". Bestellt werden können die individualisierten Glasflaschen im Internet auf der offiziellen Website der Kampagne. „Die funktioniert deshalb so erfolgreich, weil der eigene Name auf einer Flasche sofort ins Auge fällt und Identifikation mit der Marke schafft", findet Scherschel.

Individueller Druck

Dafür ist ab dem Moment der Bestellung ein perfekt funktionierendes System notwendig. Es muss die hohen Datenmengen mit dem jeweiligen Etikett-Wunsch und den Kundeninformationen logisch korrekt verknüpfen. Jeden Tag wird aus der Plattform eine CSV-Datei, ein spezielles Tabellenformat für die Produktion, exportiert. In einer Spalte steht der Name, der das Etikett schmücken soll, in der anderen eine vom System automatisch erstellte Nummer.

Dank Strichcode der richtige Name

„Diese Nummer wird dann in einen EAN-Code, einem Strichcode, umgewandelt und auf einem Druckbogen ausgeschossen", erläutert Scherschel. Später wird dieser Code dann in der Logistik bei der Beklebung der Glasflaschen ausgelesen. Die Nummer aus dem Code ist wiederum mit den Adressen der Kunden verknüpft, die die Flaschen bestellt haben.

Perfektion gefragt

Der DIN A4-Bogen, auf dem mehrere Etiketten platziert sind, wird in Form von Druck-PDFs auf den so genannten Raster Image Processor (RIP) der Digitaldruckmaschine HP-Indigo geschickt und abschließend sauber ausgestanzt. Schließlich kann die Flasche mit dem persönlichen Etikett flankiert und abgeschickt werden. „Im gesamten Produktionsprozess finden ständig Qualitätsprüfungen statt", berichtet Scherschel. Das Rot, die Kernfarbe der Marke, muss hundertprozentig stimmen.

Nur freigegebene Wörter zugelassen

Dass Kunden bei der Kampagne keine Schimpfwörter oder andere verbotene Betitelungen wählen können, ist durch eine Datenbank abgesichert. Nur vom Konzern freigegebene Wörter werden produziert. Social Media Kanäle werden ebenfalls genutzt, um die Kampagne viral zu verbreiten.

 

Mira Kleine

VERÖFFENTLICHT AM

22. August 2013

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