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Hochschule der Medien

Masterstudiengang Elektronische Medien

Ein "Paradiesvogel" in Taiwan

Hendrik Niedenthal studiert im 4. Semester Elektronische Medien an der Hochschule der Medien (HdM). Momentan macht er ein dreimonatiges Praktikum am Goethe-Institut in Taipeh. Er schildert uns seine ersten Eindrücke und erzählt von seinem Leben in Taiwan.

Zur Detailansicht Hendrik Niedenthal im Goethe-Institut in Taipeh

Hendrik Niedenthal im Goethe-Institut in Taipeh

Zur Detailansicht Die nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle in Taipeh

Die nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle in Taipeh

Zur Detailansicht Buntes Treiben vor dem Longshan-Tempel

Buntes Treiben vor dem Longshan-Tempel

Zur Detailansicht So sieht U-Bahn fahren in Taipeh aus...

So sieht U-Bahn fahren in Taipeh aus...

Zur Detailansicht In der Sun Yat Sen Memorial Hall in Taipeh

In der Sun Yat Sen Memorial Hall in Taipeh

Zur Detailansicht Kerzen und Blumen vor einem Tempel

Kerzen und Blumen vor einem Tempel

Zur Detailansicht Der Wolkenkratzer "Taipei 101" war lange das höchste Gebäude der Welt

Der Wolkenkratzer "Taipei 101" war lange das höchste Gebäude der Welt

Bereits 2012 reiste der HdM-Student zwei Mal nach Asien: Im Frühjahr besuchte er Peking und war gebannt von dieser ganz anderen Welt. Im Herbst machte er dann eine dreiwöchige Entdeckungsreise auf Taiwan. Da diese viel zu schnell zu Ende ging, und der 26-Jährige die taiwanische Kultur, das Land und das Arbeitsleben weiter kennenlernen wollte, entschloss er sich, für ein Praktikum nach Taipeh zurückzukehren. Seit dem 1. August 2013 arbeitet er nun am Goethe-Institut.

Was genau machen Sie am Goethe-Institut?
Zurzeit organisieren wir in Zusammenarbeit mit dem Museum of Contemporary Art Taipeh die Ausstellung "Risk Society - Individualization in Young Contemporary Art from Germany". Darin stellen 22 deutsche Künstler ihre Arbeiten vor. Rund um diesen Event gibt es zahlreiche Aufgaben, die in meinen Arbeitsbereich fallen. Darüber hinaus unterrichte ich taiwanische Studenten in der deutschen Sprache und Kultur.

Wann haben Sie sich dort beworben?
Das war im Februar 2013. Grundsätzlich wird vom Goethe-Institut empfohlen, sich sechs bis zwölf Monate vorher zu bewerben. Denn je nach Einsatzort müssen noch Visum, Arbeitserlaubnis, Wohnung und so fort organisiert werden. Außerdem sind die Praktikumsplätze sehr begehrt.

Wie lange vorher haben Sie angefangen, Ihren Auslandsaufenthalt vorzubereiten?
Das kann ich nicht genau sagen, da die Planung etappenweise in kleinen Schritten verlief. Nach der Zusage des Goethe-Instituts hat man vor Ort eine Arbeitserlaubnis für mich beantragt und mit dieser konnte ich mich dann um ein Visum kümmern. Den Flug gebucht und ein Zimmer in einer WG gefunden - schon war ich startklar. Zur finanziellen Unterstützung habe ich mich um ein Kurzzeitstipendium vom DAAD beworben und bekommen. Dabei ist es wichtig, die Bewerbung vollständig (sprich mit allen geforderten Unterlagen) und fristgerecht einzureichen. Dazu noch ein überzeugendes Motivationsschreiben - dann sollte einem Stipendium nichts im Wege stehen.

Was müssen Studenten beachten, wenn sie einen solchen Auslandsaufenthalt planen?
Um nicht ganz "lost in translation" zu sein, wäre eine kleine kulturelle Vorbereitung ratsam. Auch muss man die asiatische Kultur mögen, da der Zugang zu dieser manchmal ein bisschen schwerer fällt. Darüber hinaus sollte man offen, neugierig und mutig sein, um viel "Neues" auszuprobieren.

Wie wohnen Sie in Taipeh?
Ich wohne in einer WG mit einer Studentin aus El Salvador. Über eine Freundin, die ich vergangenes Jahr bei meiner Taiwan Rundreise kennenlernte, habe ich das Zimmer vermittelt bekommen. Die Wohnung ist relativ groß, landestypisch und liegt im Stadtteil Zhongzhang, im Südosten von Taipeh. Zwei der größten Universitäten Taiwans befinden sich in diesem Stadtteil, deswegen ist hier sehr viel auf das studentische Leben ausgerichtet. Zwei schöne Nachtmärkte, das Chang-Kai Shek Denkmal und viele Regierungsgebäude sind ebenfalls in Zhongzhang zu finden.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
Jeder Tag ist anders. Es gibt verschiedenste Aufgaben, bei denen ich sehr viel dazu lerne. Die Gestaltung der Ausstellung am Museum of Contemporary Art Taipeh, die Organisation von internationalen Kunsttransporten, der Einblick in Taiwans PR oder auch die Tutorenarbeit für taiwanische Studenten stellen mich jeden Tag vor neue Herausforderungen.  

Woran haben sie sich nach den ersten Wochen am schnellsten gewöhnt?
Ganz klar an das Essen! Die asiatische Küche ist einfach großartig und so abwechslungsreich wie nirgendwo anders. Dazu ist es noch super günstig. Auch die Mobilität in der Stadt und in Asien ist toll. Mit der U-Bahn (MRT) erreicht man sehr schnell fast jeden Ort in Taipeh. Mit AirAsia (Asiatische Version von RyanAir und EasyJet) kann man sehr günstig Südost-Asien entdecken. Da lohnt sich auch schon ein Trip an einem verlängerten Wochenende.

Hatten Sie einen "Kulturschock"?
Bei meinem mittlerweile dritten Aufenthalt in Ost-Asien habe ich keinen Kulturschock mehr erlitten. Natürlich gibt es hin und wieder Situationen, die einen überraschen. Sei es bestimmte asiatische Essgewohnheiten chòu dòufu ("stinky tofu") oder einfach die manchmal schüchterne Verhaltensweise der Taiwaner. Dennoch sind sie sehr nett, hilfsbereit und vor allem neugierig, was "uns Westler" betrifft. Man ist trotz zunehmender Globalisierung als Europäer immer noch ein "Paradiesvogel" in Taiwan.

Bei Fragen zu Auslandsaufenthalten und zu Stipendien hilft das Akademische Auslandsamt an der HdM gerne weiter.

 

Kristina Simic

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