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Neuer Band: Asterix bei den Pikten

"Erst denken, dann Hauen!"

Beim Teutates – Asterix und Obelix sind zurück! Am 24. Oktober 2013 erschien nach einer vierjährigen Pause der 35. Asterix-Band. Und der hat es in sich: Erstmals stammen Texte und Zeichnungen von einem neuen Autorenteam.

Zur Detailansicht So sieht er aus, der neue Band: Asterix bei den Pikten. Foto: Egmont Ehapa Verlag Berlin

So sieht er aus, der neue Band: Asterix bei den Pikten. Foto: Egmont Ehapa Verlag Berlin

In Band 35 reisen Asterix und Obelix nach Schottlangd zu den Pikten ("Pikten" ist der lateinische Ausdruck für "Die Bemalten", und der römische Name für Völker in Schottland), lernen ein Seeungeheuer kennen und probieren einen Malztrunk. Wie es dazu kommt? In dem unbeugsamen kleinen Dorf, direkt an der Küste Galliens, ist es Winter und während eines Spaziergangs am Meer finden Asterix und Obelix neben allerlei Krimskrams auch einen bemalten, rocktragenden Mann in einem Eisblock. Dem hat es während seiner langen, frostigen Reise die Sprache verschlagen, doch dank eines Elixiers vom Druiden Miraculix und eines wärmenden Feuers findet er sie wieder und erklärt, dass er Mac Aphon heißt, durch den verfeindeten Clan-Chef Mac Abberh von seiner Liebsten Camillia getrennt, an einen Baumstamm gebunden und auf seine lange, frostige Reise geschickt wurde.

Seine romantische Geschichte, sein gutes Aussehen und sein ungewöhnlicher Kleidungsstil lösen bei den Damen des gallischen Dorfes Begeisterungsstürme aus, die kurzerhand ihre Männer ebenfalls in Schottenröcke stecken. Klar, dass die Männer um Häuptling Majestix dafür wenig Verständnis aufbringen können und deshalb beschließen, dass Asterix und Obelix Mac Aphon mit einer Flasche Zaubertrank im Gepäck zurück nach Kaledonien bringen sollen. Dort hat sich der fiese Mac Abberh mit den Römern verbündet und will sich, durch die Heirat mit Camilla, zum König des Landes krönen lassen. Doch unsere beiden gallischen Freunde und Mac Aphon wissen das zu verhindern: Zuerst wird Camilla gerettet, dann werden Schotten und Römer gekloppt, bevor alles zu einem guten Ende kommt und die Heimkehr der beiden Gallier mit einem großen Festbankett gefeiert wird. Manche Dinge ändern sich eben nie!

Neues Autorenduo bringt frischen Wind

Was sich geändert hat, ist das Autorenduo, das für den neuen Asterixband verantwortlich ist: Zum ersten Mal wirkte keiner der beiden "Astrerix"-Erfinder mit. Nach dem Tod von Texter René Goscinny, der im Jahre 1977 verstarb, hatte Zeichner Albert Uderzo alleine weiter gemacht und mit den letzten Bänden, nicht für die Zeichnungen, aber für die Geschichten, Kritik von Fans und Medien gleichermaßen geerntet. Also legte Uderzo 2009 die Feder nach dem Jubiläumsband zum 50. Geburtstag der Gallier nieder. Das Erbe der beiden haben Jean-Yves Ferri, der jetzt für den Text verantwortlich ist, und Zeichner Didier Conrad angetreten. Und sie machen ihre Sache gut! Fans und Medien sind von "Asterix bei den Pikten" begeistert, loben den frischen Wind, den die beiden in den Comic getragen haben.

Wortwitz und allerlei Anspielungen

Neben allerlei Wortwitzen, die sich vor allem in den Namen der Schotten niederschlagen (Mac Aphon ist ein Wortspiel aus den Worten "Aphonie=Sprachlosigkeit" und "Megaphon"; Mac Abberh spielt auf das Wort "makaber" an; Mac Robiotic ist von "Makrobiotik", der Lehre von einem langen und gesunden Leben, abgeleitet), sind auch historische und kulturelle Anspielungen im Comic zu finden. So hat beispielsweise der Fiesling Mac Abberh das Gesicht des französischen Schauspielers und Filmbösewichts Vincent Cassel bekommen. Die Dialoge im Comic sind spritzig und frisch, und lassen den Leser Schmunzeln und Lachen. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte: So wirken mache Witze sehr "gewollt", wie beispielsweise, wenn es Mac Aphon die Sprache verschlägt, und er, statt zu sprechen, "Ob-La-Di, Ob-La-Da" von den Beatles trällert. Insgesamt erfinden Ferri und Conrad das Rad nicht neu - wie auch, immerhin gibt es Asterix und Obelix schon seit mehr als 50 Jahren - aber sie beleben den Kultcomic und machen Lust auf weitere Geschichten aus ihren Federn.

Quellen:
www.asterix.com
www.wikipedia.org

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

05. November 2013

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