DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Transsib-Tour: Letzter Teil

Endstation China

Reisebericht von Rebecca Englert


Zurück zu Seite:

1  2

Zur Detailansicht HIER2 Weiterlaufen ohne Probieren ist unmöglich. Eine der vielen tollen Straßenbuden.

Weiterlaufen ohne Probieren ist unmöglich. Eine der vielen tollen Straßenbuden.

Zur Detailansicht HIER2 Snacktime auf Chinesisch - süße Wurst am Spieß und Zeit für ein Foto bleibt immer.

Snacktime auf Chinesisch - süße Wurst am Spieß und Zeit für ein Foto bleibt immer.

Zur Detailansicht HIER2 So sieht ein typisch geselliger Zeitvertreib in China aus.

So sieht ein typisch geselliger Zeitvertreib in China aus.

Nicht nur das Essen, sondern gleich die ganze Küche ist 'to go".

Nicht nur das Essen, sondern gleich die ganze Küche ist 'to go".

China ist anders als vorher erwartet - und ich kann sagen: Ich bin mehr als positiv überrascht. Wenn ich an die ersten Momente in Peking denke, bin ich immer noch völlig beeindruckt und überwältigt. Anders als schon so häufig gehört, kam mir die Stadt auch gar nicht so überfüllt vor. Vielleicht liegt es daran, dass hier ein geordnetes Chaos herrscht. Mit meinem Englisch komme ich hier auch nicht weit, aber wenn ich dem Taxifahrer die chinesischen Schriftzeichen zum Hostel zeigen kann, ist alles gar kein Problem. Leichter und auch günstiger ist allerdings Metro fahren - dort ist immer alles auch auf Englisch ausgeschildert. Selbst in der Rush-Hour hält sich die Hektik in Grenzen und alles läuft seinen gewohnten Gang.

Sensation Langnasen

Die Chinesen nennen uns Westeuropäer Westler oder auch Langnasen. Keinesfalls aufdringlich, eher fasziniert und neugierig werde ich bestaunt. Oft geht es ihnen darum, mit mir in Kontakt zu kommen oder ein Foto zu ergattern. Man könnte sich hier glatt wie ein Star fühlen. Manche verstecken eher schüchtern die Kamera, manche fragen ganz direkt und andere knipsen ganz offensichtlich direkt vor meinem Gesicht. Aber sie freuen sich immer, wenn ich sie dann mit "Nihao" - das heisst "hallo" auf Chinesisch -  begrüße. Als ich neulich mit meiner Freundin im Restaurant saß, sprang ein kleiner chinesischer Junge auf, setzte sich zu uns und sprach uns auf Englisch an. Er war so stolz, seine Sätze, die er in der Schule gelernt hat, bei uns anwenden zu können. Als er wieder zu seiner Mutter zurückging, tauschte er extra den Platz mit ihr, damit er uns noch weiter beobachten konnte.

Andere Länder, andere Sitten

Natürlich ist diese Kultur anders als alles, was ich bislang gesehen habe. Aber es ist echt spannend, sich auf diese andere Welt einzulassen - auch wenn die Chinesen an öffentlichen Plätzen, in der Bahn, oder sogar im Restaurant einfach auf den Boden spucken. Oder wenn ich die traditionellen, tollen Märkte der Einheimischen besuche, auf denen Tiere, die wir teilweise nie essen würden, unter unschönen Bedingungen gehalten und verkauft werden. So ist es auch immer wieder ein Erlebnis, essen zu gehen. Ich probiere alles, was es gibt, auch gern an irgendwelchen Straßenbuden. Dabei achte ich immer darauf, dass dort auch viele Einheimische sind - mein Indikator für gutes und leckeres Essen. Ihre Mahlzeiten nehmen sie immer gemeinsam in großen Runden ein. Es ist so herzlich, wie alles an einem großen Tisch geteilt und hin und her getauscht wird. Und dabei geht es immer ziemlich turbulent zu.

Der Wert der Familie

Dieses Gemeinschaftsgefühl wird auch auf den Straßen in den traditionellen Wohnvierteln deutlich. Die Wohnungen sind so klein, oft ist die Küche sogar draußen. Bei so einem Zusammenleben auf engstem Raum ist sofort spürbar, welchen Wert Familie hat - selbst wenn man die Sprache nicht versteht. Egal ob in den vielen Parks oder den tollen Outdoor-Fitnessstudios, ob bei Tag oder bei Nacht, ob jung oder alt - die Chinesen treffen sich meist unter freiem Himmel zum Tee Trinken, Karten Spielen oder um bei lauter Musik zu tanzen.

Oft ertappe ich mich selbst dabei, wie ich zu oft durch die Kamera linse, immer auf der Suche nach dem schönsten Foto. Dann packe ich sie schnell in meinen Rucksack und genieße einfach das Hier und Jetzt.

Dieser Text ist von Rebecca Englert geschrieben. Momentan verbringt sie die letzten Tage auf ihrer China-Rundreise, bevor sie wieder in den Flieger nach Deutschland steigt.


Zurück zu Seite: 1  2


VERÖFFENTLICHT AM

15. November 2013

ARCHIV

Netzwerk
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren