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Instant-Messaging-Dienste gegen Facebook

Die Gründer des Kurznachrichtendienstes Snapchat lehnten laut Medienberichten vor kurzem ein Kaufangebot von Facebook über drei Milliarden Euro ab. Der Dienst will in eigener Hand weiter wachsen, seinen Wert steigern und wie andere Facebook den Kampf ansagen.

Der Instant-Messaging-Dienst Snapchat wurde 2011 gegründet, Quelle: www.snapchat.com

Der Instant-Messaging-Dienst Snapchat wurde 2011 gegründet, Quelle: www.snapchat.com

Mithilfe von Snapchat können Fotos und Videos verschickt werden, die nur zehn Sekunden sichtbar sind. Momentan werden etwa 350 Millionen Dateien pro Tag gesendet, noch im Juni 2013 waren es 200 Millionen. Doch Snapchat will weitere Nutzer gewinnen, um später einen noch höheren Preis verlangen zu können.

Kurznachrichten im Trend

Vor allem unter Jugendlichen nimmt die Zahl der genutzten Instant-Messaging-Dienste zu. Instant-Messaging steht für eine sofortige Nachrichtenübermittlung, bei der sich zwei oder mehrere Nutzer über Kurznachrichten unterhalten. Die versandten Nachrichten kommen unmittelbar beim Empfänger an. Über eine Kontaktliste können die Nutzer solcher Instant-Messenger auf einen Blick sehen, wer aus der Kontaktliste gerade die Anwendung benutzt. Neben Snapchat gehört beispielsweise auch WhatsApp zu den bekannten Kurznachrichtendiensten. Neben reinem Text können auch Sprachaufzeichnungen, Videos und Fotos verschickt werden. Im August 2013 hatte WhatsApp weltweit mehr als 300 Millionen Nutzer, allein in Deutschland sind es rund 20 Millionen. Noch mehr Nutzer hat lediglich das asiatische Pendant WeChat, über das 400 Millionen Menschen miteinander verbunden sind. Auch für den Computer gibt es Instant Messanger, beispielsweise in den 2000er Jahren beliebte ICQ.

Konkurrenzkampf zwischen Facebook und WhatsApp

Ursprünglich waren Instant-Messaging-Dienste als kostenlose Alternative zur kostenpflichtigen SMS gedacht. Doch mehr und mehr verdrängen WhatsApp, Snapchat und Co auch die sozialen Netzwerke. So gibt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu, die Facebook-Nutzung unter Jugendlichen in Amerika sei bereits zurückgegangen. Auch in Deutschland verwenden junge Menschen WhatsApp länger am Tag als Facebook. Zwar gibt es bei WhatsApp beispielsweise keine Fanseiten, doch der Kurznachrichtendienst punktet durch den schnellen Versand von Text, Fotos, Audio- und Videodateien. Vor wenigen Wochen hatte Facebook seinen Messenger überarbeitet und das Design an WhatsApp angepasst. Es wirkt nun übersichtlicher und soll sicherer sein als WhatsApp.

Beliebter, aber nicht sicherer

Zwar gibt WhatsApp selbst an, die versandten Nachrichten seien verschlüsselt, doch immer wieder gelingt es Spezialisten und Hackern, das Verschlüsselungssystem zu knacken und Mitteilungen zu lesen. Auch Snapchat birgt Gefahren: So wird dem Instant-Messenger nachgesagt, häufig zur Verbreitung von pornografischen Bildmaterial benutzt zu werden. Auch wenn die Fotos nach wenigen Sekunden von selbst gelöscht werden, können zuvor Screenshots gemacht werden. Für Experten ist es außerdem möglich, die Bilder in entsprechenden Unterordnern auf dem Smartphone wiederzufinden.

Quellen:
www.focus.de
www.wikipedia.de
www.faz.net
www.apfellike.com
www.giga.de

Victoria Kunzmann

VERÖFFENTLICHT AM

27. November 2013

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