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Die Taschenmesser-App fürs Smartphone

Für viele ist es aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: Das Smartphone. Durch zahlreiche Apps kann man mit ihm längst mehr als nur Telefonieren oder Nachrichten verschicken. Doch ist das Smartphone wirklich das Multifunktionswerkzeug der Neuzeit?

Mit der Taschenmesser-App wird das Smartphone zum "Multifunktionswerkzeug".

Mit der Taschenmesser-App wird das Smartphone zum "Multifunktionswerkzeug".

Als sich die Schweizer Armee Ende des 19. Jahrhunderts dazu entschied, ein klappbares Alleskönner-Taschenmesser einzuführen, mussten die Soldaten statt sechs verschiedener Werkzeuge künftig nur noch eins mitnehmen. Ob Messer, Dosenöffner oder Schraubenzieher: Das kleine Rote galt lange Zeit als unverzichtbarer Begleiter.

Das Schweizer Taschenmesser der Neuzeit – das Smartphone – hat zwar weder eine Klinge noch einen Schraubendreher, dafür vereint es aber ein Lineal, einen Spiegel, einen Kompass und sogar eine Wasserwage in nur einem Gerät. Die nützliche Taschenmesser-App, die man sich im Google Play Store herunterladen kann, bündelt die einzelnen Funktionen und ermöglicht dem Nutzer so den schnellen Zugriff auf (vermeintlich) überlebenswichtige Werkzeuge.

Ein Smartphone ist kein Soldatenmesser

Schwieriger wird es hingegen, will man mit einem Smartphone Brote schmieren oder einen Apfel in mundgerechte Stücke schneiden. Auch das Öffnen von Flaschen und Dosen ist aufgrund fehlender Apps mit dem Smartphone leider nicht möglich. Und beim Versuch, einen Nagel in die Wand zu schlagen, würde das Display des Smartphones vermutlich in tausend Stücke zerspringen.

Die Feuerzeug-App, die zunehmend auf Coldplay-Konzerten zum Einsatz kommt, erzeugt zwar eine schöne und gleichmäßig lodernde Flamme. Wärme spenden kann sie aber genauso wenig wie ein Feuer entfachen. Um sich seine Zigarette oder eine Kerze anzuzünden, sollte man neben dem Smartphone weiterhin ein richtiges Feuerzeug bei sich haben.

Das Smartphone als "Multifunktionswerkzeug"

Weil der moderne Großstadtmensch nur noch selten in der Natur unterwegs ist, benötigt er weitere Hilfsmittel. Mit der mobilen Straßenkarte kann er sich beispielsweise ohne lästiges Kartenfalten durch den Großstadtdschungel navigieren und präzise seinen Standort bestimmen. Sollte er sich aber doch mal verlaufen haben, kann er sich seine Busfahrkarte direkt per App aufs Handy holen.

Doch damit nicht genug. Wem während der Busfahrt langweilig wird, hört seine Lieblingslieder, checkt im Kalender anstehende Termine, surft im Internet und verabredet sich via WhatsAPP mit Freunden zum Kaffeetrinken.

Das Fazit

Um in der Wildnis zu überleben, braucht man heute wahrscheinlich beides: Taschenmesser und Smartphone. Doch wenn es hart auf hart kommt, ist man mit dem Taschenmesser sicher besser beraten, denn im Gegensatz zum Smartphone ist es nicht auf Strom angewiesen.

Stephanie Frank

VERÖFFENTLICHT AM

06. Dezember 2013

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