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Fakultät Druck und Medien 07. Januar 2014

"Schnittstellen müssen Nutzerbedürfnissen gerecht werden."

An der Hochschule der Medien (HdM) werden Forschungsaktivitäten am Institut für Angewandte Forschung (IAF) gebündelt. Die innovativen Themen aus unterschiedlichen Medienbereichen reichen von der gedruckten Elektronik über digitale Medien bis zu Informationsdesign. In einer Serie werden die einzelnen Bereiche näher vorgestellt. Heute stellen wir zwei Projekte aus dem Forschungsleuchtturm REMEX vor.

Prof. Dr. Gottfried Zimmermann
Prof. Dr. Gottfried Zimmermann

Prof. Dr. Gottfried Zimmermann lehrt im Studiengang Mobile Medien und forscht außerdem in zwei großen Forschungsprojekten, die im Forschungsleuchtturm „Responsive Media Experience" (REMEX) der HdM angesiedelt sind.

Das Projekt "Adaptierbare und adaptive Multimediasysteme" (AAMS) untersucht aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven Lernen, Lernmethoden und Lernerfolge, speziell beim E-Learning. Neben der HdM arbeiten auch die Universität Freiburg, die Pädagogische Hochschule Freiburg und das Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen mit. Das Projekt AAMS ist Teil des WissenschaftsCampus Tübingen "Bildung in Informationsumwelten", der von der Stiftung "Medien in der Bildung - Leibniz-Institut für Wissensmedien" und der Universität Tübingen getragen wird.

Was passiert beim Lernen?

Die HdM konzentriert sich auf die medieninformatischen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und untersucht das Lernen mit verschiedenen Medien auf den Grundlagen wissenschaftlicher Forschung. Prof. Zimmermann und sein Team fragen sich beispielsweise "Was führt zu Lernerfolg?" oder "Wie kann man beim E-Learning messen, ob der Stoff verstanden wurde?". Bis Ende 2012 lief die erste Förderungsphase. Jetzt wurde das Projekt um vier Jahre verlängert. In dem neuen Teilprojekt wird die Online-Lernumgebung, die im Vorgänger-Projekt entstanden ist, um Technologien wie die Visualisierung von Gaze-Daten, die Eye-Tracker-Kalibrierung innerhalb des Web-Browsers, die Erkennung von Gaze Patterns für die Generierung von High-Level Gaze Events, die Möglichkeit zur Eingabe von Annotationen (Text-Markierungen, Zeichnungen und Kommentare) und die Adaptionsmechanismen zur Unterstützung von mobilen Plattformen (Tablet, Smartphone) ergänzt. Zur Validierung dieser Technologien werden drei empirische Studien durchgeführt.

"Ich mache Ihnen folgenden Vorschlag..."

Das zweite Projekt ist Cloud4all ("Cloud platforms lead to open and universal access for people with disabilities and for all"), das die Barrierefreiheit von internetbasierten Diensten vorantreiben soll. Das auf vier Jahre angelegte Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des FP7 Rahmenprogramms gefördert. Es soll das Web der Zukunft schaffen, das sich automatisch an den Benutzer und dessen spezielle Bedürfnisse anpasst, gleich wie es der Nutzer braucht oder wo er ist, beispielsweise in der Bibliothek oder am Fahrkartenautomaten. Um die Informationen jederzeit und von jedem Ort abrufen zu können, werden die Informationen in der Cloud gespeichert. Cloud4all ist eines der Schlüsselprojekte für die "Global Public Inclusive Infrastructure", kurz GPII. Die Hauptaufgabe von Zimmermann und seinem vierköpfigen Team ist im "Cloud4all"-Projekt der Matchmaker. Diese Cloud-Komponente findet aufgrund von statistischen Daten, die über das Prinzip des Crowdsourcing erhoben werden, passende Interfaces für den jeweiligen Nutzer. Man kann sich das ähnlich vorstellen wie bei der Buchempfehlungsfunktion von Amazon. Wenn zum Beispiel ein Benutzer zum ersten Mal sein iPhone anschaltet, könnte der Matchmaker folgenden Vorschlag machen: "Ich kenne die iPhone-Einstellungen von Benutzern, die ähnliche Windows-Einstellungen wie Sie haben. Soll ich diese auf Ihrem iPhone aktivieren?"

 


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INFOKASTEN REMEX

Die Forschungsgruppe "Responsive Media Experience" (REMEX) konzipiert und erforscht innovative Anwendungen und Technologien, die sich an den Benutzer, den Kontext und die Endgeräte adaptieren, um eine optimale Usability und User Experience zu erreichen. Sechs Professoren, eine Professurvertreterin und neun weitere akademische Mitarbeiter sind Teil von REMEX: Neben Prof. Dr. Gottfried Zimmermann sind Prof. Dr. Ansgar Gerlicher, Prof. Dr. Joachim Charzinski, Prof. Dr.-Ing. Marko Hedler, Prof. Walter Kriha, Prof. Dr. Roland Schmitz, Sabiha Ghellal, Patrick Bader, Alexander Henka, Dr. Sebastian Kelle, Christiane Reinsch, Holger Schmidt, Christophe Strobbe, Daniel Thommes, Andreas Stiegler und Thomas Fankhauser im Team mit dabei. Gemeinsam wollen sie nicht nur Forschung transparent machen, sondern auch ihre Forschungsschwerpunkte nach außen bringen. So kann der Forschungsleuchtturm REMEX auch für externe Partner Dienstleister sein.

Die Forschungs- und Anwendungskompetenz des REMEX- Teams zeigt sich in der Anforderungsanalyse, der Konzeption, der Entwicklung und Validierung neuer Technologien und Anwendungen, insbesondere in folgenden Themenbereichen:

• Mobile Bedienkonzepte
• Vehicular Ad-Hoc Netze
• Automotive & Infotainment
• User Experience & Gamification
• Designstrategien für barrierefreie Anwendungen, insbesondere für ältere Benutzer und Benutzer mit Behinderungen
• Transmediale Benutzungskonzepte

Weiterhin bietet der Forschungsleuchtturm den Mitarbeitern und Doktoranden eine interne Plattform, auf der sie sich vernetzen und austauschen können, gemeinsame Aktivitäten planen und Vorträge und Workshops gestalten.

 


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