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Hochschule der Medien

DLD-Konferenz 2014

"It's a mad mad mad Cyber World"

Wie sieht die digitale Zukunft aus? Unternehmer, Autoren und Experten aus der Gründerszene beleuchteten die Frage vom 19. bis 21. Januar 2014 auf der zehnten "Digital - Life - Design"-Konferenz in München. Auch HdM-Student Tobias Wilinski war vor Ort und von der entspannten Atmosphäre begeistert.

Zur Detailansicht Der 18-jährige Nick D'Aloisio stellte die neue Yahoo-App vor.

Der 18-jährige Nick D'Aloisio stellte die neue Yahoo-App vor.

Zur Detailansicht Autor Paulo Coelho (links) und HdM-Student Tobias Wilinski.

Autor Paulo Coelho (links) und HdM-Student Tobias Wilinski.

Zur Detailansicht Spannend fand der Student auch die Diskussion über "Die Zukunft des Journalismus", Fotos: Tobias Wilinski.

Spannend fand der Student auch die Diskussion über "Die Zukunft des Journalismus", Fotos: Tobias Wilinski.

Knapp 1000 Gäste lud der Hubert-Burda-Verlag von Sonntag bis Dienstag zur DLD-Konferenz in die bayrische Landeshauptstadt. Sie konnten sich von den Diskussionen der rund 150 Referenten inspirieren lassen, deren zentrales Thema "Content & Context" hieß. Unter den Rednern waren Huffington-Post-Gründerin Arianne Huffington, Tumblr-Gründer David Karp, Scott Lamb von Buzzfeed, Daniel Ek von Spotify, Jan Koum von WhatsApp oder "Angry Birds"-Entwickler Peter Vesterbacka. Sie sprachen beispielsweise über Cyber-Sicherheit, Privatsphäre, mobile Bezahlmöglichkeiten, Prism, NSA, Bitcoin, das Internet der Dinge oder die Zukunft des Journalismus.

Alexander Dobrindt (CSU), Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, eröffnete die Konferenz. Er betonte, wie wichtig moderne Netze für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes seien. Allerdings, so Dobrindt, hinke Europa in dem Punkt hinter den USA und Asien hinterher. Der Ausbau der Netze müsse eine zentrale Aufgabe der Industrie und des Staates sein. Ein erster Schritt sei die Netzallianz, die der neue Verkehrsminister mit der Deutschen Telekom geschlossen hat. "Jeder und alles wird künftig vernetzt sein", sagte der neue Telekom-Chef Timotheus Höttges.

Kontakte knüpfen auf der DLD

Doch alles, was an ein Netzwerk angeschlossen ist, kann gehackt und damit beschädigt werden, betonte Rod Beckstrom, Sicherheitsexperte von Samsung, in seiner Rede "It's a mad mad mad Cyber World". Firmen und Hackergemeinschaften wie der Chaos Computer Club hätten zwar bereits Lösungen für Cyber-Waffen wie Stuxnet, aber meist erst Jahre später. Deshalb forderte Beckstrom von den Regierungen jährliche, detaillierte Berichte über Netzaktionen. Mehr Transparenz von der Regierung forderte auch der Bestseller-Autor Jeff Jarvis. Seine Bitte zum Schluss: "Gebt uns eine Verschlüsselung, die wir Idioten auch bedienen können – und vielleicht noch eine ordentliche Anleitung, die Anonymität zu wahren."

100 Visitenkarten und jede Menge Kontakte

Mit den Autoren Jeff Jarvis und Paulo Coelho ("Der Alchimist“) sprach auch Tobias Wilinski, der im dritten Semester Crossmedia Redaktion an der HdM studiert. Der 23-Jährige war zum zweiten Mal auf der DLD-Konferenz. 2013 kam er für RapGenius, eine Community, die Texte analysiert, dorthin. "Ich habe viele verschiedene Leute getroffen, auch aus der Heimat, zum Beispiel Feliks Eyser, den Gründer von RegioHelden." In der entspannten Atmosphäre knüpfte er zahlreiche neue Kontakte. "Nach den drei Tagen hatte ich rund 100 Visitenkarten in der Hand", so Wilinski. Besonders beeindruckt war er von Nick D'Aloisio. Der 18-Jährige machte erst im letzten Jahr auf sich aufmerksam, als er für 23 Millionen Euro seine App "Summly" an Yahoo verkaufte. Auf der DLD stellte D'Aloisio eine neue Yahoo-News-App, die nur zweimal am Tag Nachrichten aktualisiert. Bislang gibt es die App lediglich in den USA. "Er wirkte sehr sympathisch. Ich war überrascht, als er erzählte, dass er Philosophie studieren will", sagte Wilinski.

Innovationspreis für "ResearchGate"

Spannend fand der HdM-Student auch das neue Projekt von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und das StartUp "ResearchGate". Der 47-Jährige Wales wird Chef des britischen Mobilfunk-StartUps "The People's Operator", dessen Geschäftsmodell er "inspirierend und perfekt" findet, denn zehn Prozent der monatlichen Mobilfunkrechnungen sollen an einem vom Kunden bestimmten Zweck gespendet werden. Auch "ResearchGate" hat eine soziale Komponente. Es ist ein soziales Netzwerk für Wissenschaftler, mit dem Forschung effizienter gemacht werden soll. "Zum Beispiel können dort geprüfte Mediziner auf der ganzen Welt Fälle diskutieren und sie dadurch auch schneller lösen", so der Student. "ResearchGate" erhielt auch den diesjährigen Innovationspreis, der zum zweiten Mal vom Magazin "Focus" auf der DLD vergeben wurde.

Quellen:
dld-conference.com
heise.de
chip.de
fr-online.de

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

24. Januar 2014

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