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10 Jahre Facebook

Happy Birthday!

Am 4. Februar 2014 wird das größte soziale Netzwerk der Welt zehn Jahre alt. Der runde Geburtstag ist Anlass genug für eine kleine Retrospektive und einen näheren Blick auf Zahlen, Daten und Fakten zu Facebook.

Das größte soziale Netzwerk der Welt feiert seinen zehnten Geburtstag, Foto: By Facebook [Public domain], via Wikimedia Commons

Das größte soziale Netzwerk der Welt feiert seinen zehnten Geburtstag, Foto: By Facebook [Public domain], via Wikimedia Commons

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Morgen wird Facebook schon zehn Jahre alt. Mehr als 1,2 Milliarden Menschen nutzen derzeit das Netzwerk, egal ob Otto Normalverbraucher oder Superstar - es gibt kaum noch jemanden, der sich Facebook verweigert. Auch Unternehmen, Einrichtungen, Konzerne oder TV-Serien, Bands und Musiker haben Facebook-Seiten. Das soziale Netzwerk ist momentan DIE Plattform, um sich auszutauschen, zu vernetzen, zu informieren oder um sich einfach publik zu machen. Alle Seiten werden begleitet von Statusmeldungen, Fotos, Videos, Spielen und Gruppen. Die Zeit der Privatheit und Anonymität ist seit der Gründung Facebooks auf jeden Fall vorbei.

Von "Facemash" zu "thefacebook"

Als am 4. Februar 2004 vier Studenten der Harvard University eine Homepage ins Netz stellten, auf der sich Benutzer, ähnlich einem Jahrbuch, mit Fotos und ihren persönlichen Daten anmelden sollten, wurden sie von Experten ausgelacht. Wer würde schon freiwillig private Daten und Fotos ins Internet stellen? Doch Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin ließen sich nicht beirren und hielten an ihrer Idee fest. Zu Recht, denn drei von Ihnen sind heute Milliardäre, Chris Hughes Vermögen wird auf 750 Millionen Dollar geschätzt. Während Moskovitz, Hughes und Saverin nur noch Aktienanteile an Facebook halten, ist Mark Zuckerberg der Mann, mit dem man das „blaue Wunder" verbindet - er ist CEO des Unternehmens und die Figur, die hinter allem steckt. Seine Ursprungsidee "Facemash" entstand 2003 und war - so wird gemunkelt - als Rachefeldzug gegen eine Ex-Freundin geplant: Auf einer Internetseite sollten Bilder von Mädels gegenübergestellt und bewertet werden. Nach massiven Protesten zog Zuckerberg die Seite bereits wenige Tage später wieder zurück, aus der Idee entwickelte sich jedoch das, was wir heute als Facebook kennen.

Grafiken, Daten, Fakten

Was sich in den letzten zehn Jahren auf und bei Facebook getan hat, hat die Online Marketing Agentur DPFOC in einer Grafik zusammengestellt. Das witzige daran: Die Infografik ist analog zu einer Facebook-Timeline aufgebaut und hält neben den Meilensteinen der letzten zehn Jahre auf Facebook (wie beispielsweise die Einführung des "Like"-Buttons 2009 oder den Börsengang des Unternehmens 2012) auch interessante Fakten rund um das Netzwerk bereit.

Schwindelerregende Zahlen

Laut der DPFOC-Grafik sind beispielsweise zehn Prozent aller Facebookprofile gefaked - das entspricht 120 Millionen Fake-Profilen, und das ist mehr, als Deutschland Einwohner hat. Alle 20 Minuten werden auf Facebook über zwei Millionen Nachrichten verschickt oder Bilder hochgeladen. Bei den Kommentaren ist die Zahl noch höher: Über 10 Millionen Comments werden in 20 Minuten auf Facebook gepostet - der Datenfluss, der im sozialen Netzwerk stattfindet, ist exorbitant. Der Promi mit den meisten "Gefällt mir"-Angaben ist derzeit Rihanna mit über 84 Millionen Likes. Bei den Sportlern hat Cristiano Ronaldo mit über 72 Millionen Fans die Nase vorn. Beliebtester Politiker ist Barack Obama (über 49 Millionen "Gefällt mir"-Angaben), das beliebteste Tier ist Boo, ein Teddyhund, dessen Facebookseite fast 10 Millionen Fans hat. Der beliebteste Deutsche auf Facebook ist übrigens Mesut Özil: Der Arsenal London-Star kommt auf über 15 Millionen Likes! Dazu ist "Facebook.com" die am zweithäufigsten aufgerufene Seite in Deutschland - getoppt wird das Netzwerk nur durch die Aufrufe der Suchmaschine "Google".

Stirbt Facebook ab?

Nicht nur diese Zahlen sind schwindelerregend hoch, auch die Umsätze des Unternehmens überschreiten vorstellbare Größen: Am 29. Januar 2014 gab das Unternehmen eine Pressemitteilung mit den Umsatzzahlen von 2013 heraus. Dank der verstärkten Nutzung von mobilen Endgeräten stieg der Umsatz im letzten Quartal des Jahres 2013 um 63 Prozent auf 2,59 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr, der Nettogewinn beträgt laut Facebook 523 Millionen Dollar. Doch obwohl diese Zahlen rosige Zeiten versprechen, sehen Forscher bereits das Ende des größten sozialen Netzwerks der Welt voraus: Zwei Doktoranden der Universität Princeton vergleichen in ihrem Paper mit dem Titel "Epidemiological modeling of online social network dynamics" Facebook mit einer Seuche, die derzeit zwar grassiert, aber bereits in drei Jahren "eingedämmt" sein wird. Laut den beiden Forschern sollen 80 Prozent aller Nutzer dem Netzwerk bis 2017 den Rücken kehren. Ihre Aussagen bauen sie auf Zahlen von Google auf. Die Forschungsabteilung des Konzerns hatte bereits 2009 herausgefunden, dass man beispielsweise durch eine vermehrte Suche nach dem Begriff "Grippe" (engl. "flu"), eine Krankheitswelle voraussagen kann. Nach diesem Prinzip haben sie untersucht, wie oft der Begriff "Facebook" gegoogelt wird. Google Trends zeigt, dass die Kurve (und damit die Beliebtheit des Netzwerks) seit einem Höhepunkt 2012 wieder abfällt. Zum Vergleich ziehen die Forscher die "Lebenskurve" von "MySpace" heran, die nach einem Boom stark absackte. Ob sie Recht behalten werden, wird sich zeigen.

Quellen:
www.facebook.com
newsroom.fb.com
www.wikipedia.de
www.zeit.de
www.dpfoc.com/ireland/

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

03. Februar 2014

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